Ein neuer Anfang...

02.03.2009


Hallo,

ich habe da mal eine ganz dumme Frage – und weiß auch nicht, ob diese hier ins Forum passt. Aber vielleicht hat ja doch jemand eine Idee.

Vor einiger Zeit habe ich meinen Job hingeschmissen.
Ich war viele Jahre als kaufmännischer Angestellter tätig
und hatte das grundlegende Bedürfnis, aus diesem rein
Profit orientierten System auszubrechen. Natürlich möchte
ich auch Geld verdienen, aber mit dem Hintergrund, dabei
etwas „sinnvolles“ zu tun.

Die Themen ökologisch Bauen, Fachwerk, Lehm, Flachs/Hanf,
Baubiologie, usw. finde ich sehr interessant und ich denke,
dass diese in Zukunft eine noch größere Rolle in unserer
Gesellschaft spielen werden. Ich kann mir auch vorstellen, z.B. die Arbeitskraft von Pferden einzusetzen. Nur bringe ich leider überhaupt keine Voraussetzungen, d.h. Wissen aus all diesen Bereichen mit.

Ihr seht, ich befinde mich gerade in einer Phase der völligen Neu-Orientierung. Hat vielleicht jemand eine Idee oder war schon mal in einer ähnlichen Situation? Freue mich auf jede Antwort.

Viele Grüße aus dem Schwäbischen

Christoph



Respekt Christoph



... die Frage hier einzustellen! Ich mein das jetzt keinesweg komisch. Ob du die nötigen Antworten findest oder gleichgesinnte Gedanken, kann ich dir auch nicht sagen. Aber Hut ab dafür, dass Thema zu überhaupt kommunizieren. Es passt gerade heute in unsere Welt. Sozusagen vom Makro- zum Mikrokosmos. Viel Glück.

P.S. Warum auch Dinge Tun, welche einen nicht glücklich machen. Ray



Mutig



Sehr mutig in dieser harten Zeit sowas zu tun.
Du hast den Willen aber nicht das Handwerkliche drauf.
Ich würde eine Lehre als erstes machen.3 harte Jahre in deinem Wunschhandwerk.Ich weiß zwar nicht wie alt du bist aber das sollte zu schaffen sein oder?
Mut zur Lücke!

Viel Glück



Ein neuer Anfang



Ich habe im letzten Urlaub in Frankreich jemanden kennengelernt, der genau diesen Wechsel gelebt hat.
Eine Lehrerin aus Paris, die sich umorientieren wollte.
Sie hat Ihren Job hingeschmissen, eine Lehre als Steinmetz erfolgreich abgeschlossen und arbeitet jetzt am Burgprojekt in Guedelon in Burgund.
Dort wird eine mittelalterliche Burg mit den Techniken des 12.Jhr. so orginalgetreu wie möglich errichtet.
Da kann übrigens jeder mitmachen.
Voraussetzung:
Französischkenntnisse und einen handwerklichen Bauberuf. Man kann ein mehrwöchiges Praktikum gegen Kost und Logis absolvieren, bei Gefallen kann eine Festanstellung daraus werden.

Was sagt Dir das, Christoph:

Um Deinen Traum zu leben, mußt Du erst einmal lernen und von ganz unten beginnen.
Das ist der Unterschied zwischen schwärmerischer Spinnerei und ernsthaftem Bemühen.

Viele Grüße

p.s. Auf dem Bild sieht man die ehemalige Lehrerin beim Arbeiten



chapeau!



meinen vorrednern kann ich mich nur anschließen, respekt für deinen mut, die fragwürdigkeit mancher tätigkeiten zu thematisieren und nach etwas sinnvollerem und damit befriedigenderen zu suchen, und mit den konsequenzen zu leben... ich muß aber auch georg recht geben: mit träumen zufrieden zu leben wird schwer werden, wenn kein Fundament geschaffen ist. das system funktioniert genauso, wie du es erlebt hast, und weswegen du ausgestiegen bist; die suche nach einer nische erfordert schon besondere kenntnisse, durchhaltevermögen, flexibilität und evtl. auch mobilität, und sicher auch ein gewisses finanzielles polster. und: alles weitere verhält sich auch nach den bekannten regeln der marktwirtschaft; gezwungenermaßen sind krisenzeiten aber immer günstig für unkonventionelle lösungen... möglicherweise kannst du deine vorhandenen kenntnisse und erfahrungen einsetzen in dem von dir angestrebten bereich in einer eher organisatorischen arbeit?
und vielleicht könnte man auch einen blick in´s ausland wagen?
ich wünsche dir auf jeden fall viel glück bei deinen entscheidungen, und viel erfolg bei der umsetzung deiner beruflichen wünsche!
grüße, auch aus´m ländle, carmen



Danke!!! (Ein neuer Anfang...02.03.09)



Auf diesem Wege ein herzliches
Dankeschön an Ray, Boris, Georg
und Carmen für die lieben Worte...
Ich hab mich echt gefreut!

Grüße

Christoph



Wo für



danke.Ich hab jeden Frühling den Drang auf meine alte Harley zu steigen und einfach zu fahren und nicht wieder zu kommen.Wenn da nicht 2 kleine Scheißer währen und eine nette Frau die auf mich warten.
Bedanken brauchst du dich nicht bei mir.

So long



Frühling...



Trotzdem danke, lieber Boris!
Mein kleiner Scheißer ist gerade 18
geworden und möchte demnächst studieren.
Und eine nette Frau habe ich auch...

Grüße

Christoph



Und es geht doch ;-))



Hallo "Christoph" (oder Thomas?),

warum sollte diese Frage nicht in dieses Forum passen?
Ich glaube, das hier möglicherweise einige "Umsteiger" zugegen sind (weiß nicht wieso, aber ich vermute es einfach mal ;-)).

Ich war in einer ähnlichen Situation. Habe nach Ausbildung und 8 jähriger Tätigkeit als KFZ- Mechaniker "das Handtuch" geschmissen und Forstwirtschaft studiert. Bin also sozusagen zur "Gegenseite" übergewechselt.
Das ist nun auch schon zehn Jahre her, aber ich bereue nicht´s.

Ganz im Gegenteil. Allerdings braucht man tatsächlich ein wenig Mut um alles hinzuschmeißen und etwas völlig anderes zu machen.
Aber... es geht.

Nach dem Mut ist allerdings auch Leistung gefragt. Oftmals sind Auszubildende "im Zweitberuf" aber sehr viel motivierter, denn eine solche Enscheidung kann auch ungemein motivieren.

Gruß und alles Gute
Martin



Dann hatte meine Frau also doch Recht...



...die meinte nämlich früher schon,
(halb Spaß, halb Ernst), ich hätte
eigentlich Förster werden sollen.

Hallo Martin,

ich denke auch, dass sich einige Um- und
Quereinsteiger in diesem Forum tummeln.
Deshalb habe ich's auch gewagt, die Frage
hier einzustellen.

Jedenfalls haben mir die positiven Reaktionen
einen ordentlichen Motivationsschub gegeben...

Grüße

Christoph





Warum auch nicht, fang bei einem Handwerksbetrieb als Helfer an. Ich bin mir sicher, wenn Du deinen Lebenlauf vorlegst stößt sowas auf Interesse. Klau mit den Augen bei der Arbeit und les Dich ein. Ist alles kein Hexenwerk. Nur eines sollte klar sein. Keiner kann seine Rechnungen bezahlen von Träumereien. Handwerk is immer auch Maloche!

Übrigens kennste den, was ist der Unterschied zwischen einem Kaufmann und einem Handwerker?
Der Handwerker hat ein reines Gewissen aber eine schmutzige Weste. Der Kaufmann hat eine reine Weste aber ein .....

Viele Grüß an die Einkaufsabteilungen der großen Baufirmen und den ein oder anderen Architekten.
Jens



Ein schöner Spruch...



...den du da zum Besten gibst, Jens.
Du bist vermutlich Handwerker, gell? ;-))

handwerkliche Grüße
Martin





joo Martin, ich Versuchs zumindest:-)