Übergang Sandsteinsockel Schwellbalken von innen

28.02.2019 joe


Übergang Sandsteinsockel Schwellbalken von innen

Hallo zusammen,

geplant ist auf das vorhandenen Ziegelfachwerk einen Innendämmung aufzubringen und den Fußboden um EG komplett neu aufzubauen. Teilweise ist ein Gewölbekeller darunter, teilweise nur Erdreich. Die Wand wird mit 60mm Pavadentro und Wandheizung ausgestattet und der Fußboden, außer im Bad, auch mit Holzfaser und Dielung. Darunter natürlich Estrichbeton.

Ich frage mich jetzt, wie man den Übergang von Sandsteinsockel und Schwelle am besten gestaltet.
Die Abdichtung unter der Bodenisolierung bis OKFF hochziehen, ok. Aber wie mache ich das mit der Innendämmung. Wie weit soll die runter und wie verhindere ich, dass sie sich kein Wasser vom Sansteinsockel zieht?

Der Schwellbalken ist an der Unterseite teilweise etwas angegriffen (manchmal 1cm Platz). Sollte man die Stellen mit etwas Kalkputz auffüllen, damit keine Luft zirkulieren kann?

Vielen Dank für die Ratschläge,
Johannes



Übergang gestalten



gibt es mal ein Foto von weiter weg, welches die Gesamtsituation der Wand zeigt? Wie hoch soll denn der fertige Bodenaufbau gehen? Ich habe noch keine richtiges Vorstellung des Gesamtvorhabens. Zudem sehe ich auf dem Foto gar keine Ziegelausfachung, sondern Strohlehmfüllung. Was heißt, der Schwellbalken ist teilweise etwas angegriffen? Fäulnis, Holzschädlinge ?



Bilder


Bilder

hier ein paar Bilder. Damit die Situation vielleicht etwas klarer wird.
An zwei Stellen ist der Balken 4-5 cm weg. Ansonsten kommt man an manchen Stellen mit dem Schraubenzieher drunter und kann "Erde" rausholen.

Hier ein Bild ohne Keller, aber mit viel "Platz" unter dem Balken :)



So ist die Wand aufgebaut


So ist die Wand aufgebaut

Situation mit Keller drunter



Wandaufbau von außen


Wandaufbau von außen

Hier die Wand von außen.



Der Schwellbalken



scheint mir an manchen Stellen ersetzt werden zu müssen. Dort, wo viel fehlt. Unter die restlichen Stellen sollten Bleche eingebracht werden, dass keine Feuchte von unten mehr an die Schweller kommt. Auch sollte die Sockelkante, die vor dem Fachwerk außen vorspringt stärker abgeschrägt werden und evt. auch verblecht werden, dort scheint mir Wasser unter die Schweller zu laufen. Scheinbar handelt es sich um eine Mischausfachung, teilweise sieht man doch klar Leichtlehmausfachung. Unbeantwortet ist noch die Frage, wie hoch der Fußboden gezogen werden soll, ich würde ihn nur bis OK Sandsteinsockel hochziehen. Die dämmplatten dann entsprechend bis auf die noch einzubringende Horizontalsperre.



Die Ausfachungen


Die Ausfachungen

bestehen alle aus Ziegelsteinen und Lehm. Es sind 16-18er Balken, ca. 11er Steine und innen ist immer noch Lehm in den Gefachen um die Dicke zu den Balken auszugleichen. Auf dem einen Bild ist der Lehm nur nicht mehr da.

Auf einer Seite habe ich die Schwelle schon vor einiger Zeit abgeschrägt, jetzt gibt es eine gute Tropfkante und es sollte nichts mehr darunter laufen.
Die stark angegriffenen Stellen am Schwellbalken werden ersetzt. Wir könnte man die kleineren Stellen denn auffüllen, wo ca. 1cm fehlt?

Der Fußboden ging überall leider etwas höher, als der Sandstein. Ca 5cm über die Schwelle. In den Räumen über dem Erdreich könnte man die Böden tieferlegen. Über dem Gewölbekeller könnte das schwierig werden.

Habe ich das richtig verstanden, dass man von innen ein Blech unter den Schwellbalken macht und daran die Abdichtung des Fußbodens anschließt um dann auch eine Abdichtung für die Innenisolierung zu haben?

Besten Dank und viele Grüße, Johannes



Hier eine Stelle, wo ca. ein Schraubenzieher


Hier eine Stelle, wo ca. ein Schraubenzieher

drunter passt



Ja



so hatte ich das mit dem Blech gedacht.



Schwellenabdichtung



Bleche würde ich nicht in Verbindung mit Holz verwenden-
das kann leicht Kondensat erzeugen.
Die Schwelle dort stabil unterfüttern wo Ständer darüber stehen.
Ansonsten genügt es zB Hanf und/oder Quellmörtel zu verwenden.
Wenn’s trocken ist kann auch mit Lehm- oder Kalkputz ausgestopft werden.

Die Bodenabdichtung bis zur Unterkante der Schwelle hochziehen.
Man könnte versuchen bei Zwischenräumen Schweißbahn oder EPDM-Streifen einzulegen.



Das Kondensatproblem



hatte ich nicht bedacht, auch wenn ich das Blech nur innen gesetzt hätte. Danke.



Danke



für die Ratschläge!

Muss die Schwelle denn zwangsläufig immer über OKFF liegen, oder würde es auch ok sein, wenn wenn der Fußboden 5cm über der Schwelle endet?

Viele Grüße, Johannes



Vielleicht



nur im Notfall, keinesfalls sollte die Schwelle im Estrichbereich liegen.Wenn die Innendämmung bis an die UK Schwelle runter reicht und die Abdichtung auf Planum seitlich bis zwischen Sockel und Schwellbalken geht, sollte es funktionieren. Jedenfalls muss die Innendämmung kapillaraktiv an die Schwelle angeschlossen sein unter der Voraussetzung dass von außen keine Nässebelastung das Fachwerk trifft.