Ortgangsbrett

27.06.2008



Hallo zusammen,
gab es folgenden Aufbau des Ortgangs:
Stirnseitig angebrachtes Ortgangsbrett(14cm) welches ca. 2 cm über die Ziegel steht, Bieberschwanz-Eindeckung/am Ortgang mit Kupfernocken, Ortgangsbrett wurde anschließend verblecht.
Mein Zimmerer sagt, die reichen Bauern hatten das früher auch so, leider sieht der Herr der unteren Denkmalbehörde das anders.

Danke für die Antworten!

Frank Herzog



Ortgang



Hallo Herr Herzog,
Viellecht bringen Sie ja die "Städtebauliche Hierarchie"
durcheinander, weil Sie kein "reicher Bauer" sind.
Aber Spaß beiseite:

Die Sachbearbeiter der UDSB sind in der Regel Verwaltungsmenschen, die wenig Ahnung vom Denkmalschutz haben.
Fragen Sie Ihre(n) Bezirkskonservator(in), die haben Kunstgeschichte studiert und kennen sich mit historischen Baudetails aus.

Viele Grüße



Gewagte Aussage...



...Robert!
Wenn die "Verwaltungsmenschen" der UDSB keine Ahnung vom Denkmalschutz haben, erübrigt sich ja eigentlich jegliche Zusammenarbeit, oder??

Der "Dienstweg" ist ja der, dass der Bauherr zunächst mit der UDSB Kontakt aufnehmen muß. Dann geht es vieleicht weiter zu der LDSB. (In Hessen ist´s ja so, soweit ich aus meiner bescheidenen Erfahrung weiß).

Meine Erfahrungen mit "meiner" Bezirkskonservatorin waren aber durchweg positiv.

Ganz so "laienhaft" würde ich die Damen und Herren der UDSB aber denn doch nicht einschätzen.

"Denkmalschützerische" Grüße
Martin



Denkmal



@Martin
Hallo Martin,
Sicherlich hast du recht, aber als Architekt ,der in der Denkmalpflege arbeitet habe ich festgestellt, das die UNSB eine "schwache" Behörde ist.
Es geht um das Landesamt für Denkmalpflege (die müssen wir unterstützen)
Viele Grüße



...



Erstmal danke für die Antworten. Meines Erachtens ist eine Zusammenarbeit mit der UDSB ehr als schwierig anzusehen, sicherlich liegt das an dem jeweiligen Sachbearbeiter. Ich habe mittlerweile auch viele neg. Meinungen in meinem Umkreis bezügl meiner zuständigen Behörde gehört.
Fakt ist, der Ortgang ist nun mal schon angebracht, ohne gefragt zu haben! Schließlich muss man als Eigentümer erstmal wissen, dass man ein Baudenkmal besitzt! Der "nette" Herr von der UDSB verlangt nun, dass ich meinen Ortgang wieder rückbaue, bevor ich für andere Maßnahmen die Erlaubnis/Genehmigung erteilt bekomme. Meines Erachtens fühlt er sich nur in seiner Eitelkeit gekränkt, weil er nicht vorher befragt wurde! Im Moment fühle ich mich der behördlichen Willkür ausgesetzt, vor allem da ich mittlerweile mehrere Baudenkmäler mit sehr ähnlichen Ortgängen gefunden habe!

Viele Grüße



Die UDSB sind regional von unterschiedlicher Pingeligkeit



- wie wir selbst festgestellt haben. So haben wir in GG mit unserer Dacherneuerung auch genauste Auflagen in Bezug auf das Ortgangsbrett erfüllen müssen (keinerlei Verkleidung mit Ziegel oder Blech war möglich) und immerhin mitgeteilt bekommen, dass wir damit jetzt sozusagen die denkmalpflegerische Avantgarde in Südhessen darstellen.
Letztlich ließe sich das nur auf dem Rechtsweg klären, und da muss man wissen, ob man das wirklich will (Zeitdauer, Kosten, mangelnde Begeisterung der Behörde über derartige Verfahren etc.). Wir haben darauf verzichtet...