U-Wert Berechnung Einfamilienhaus

12.04.2017



Hallo zusammen, ich mache momentan eine weiterbildung zum Bautechniker und will für meine Technikerarbeit eine U-Wert Berechnung von einem EFH machen. In der Schule haben wir nur Berechnungen von einer Wand oder einem Dach gemacht. Wie ich allerdings Fenster, Türen etc in die Rechnung mit einbeziehe weiß ich nicht. Auch die Seite U-Wert.net hilft mit nicht weiter.
Wenn also irgend jemand einen Tipp, Hilfestellung oder eine Beistpierechnung hat, würde mir das SEHR weiterhelfen ;)



nicht so schwer



Sie müssen sich vorstellen, dass die einzelnen Flächen mit den entsprechenden U Werten eine Parallelschaltung von Wiederständen darstellen. Für konvektive Verluste kann dann das Ohmsche Gesetz angewendet werden. Die Strahlungsverluste gehen allerdings mit Delta T^4. Das bedeutet, dass im Prinzip die Oberflächentemperaturen gleich der Umgebungstemperatur sein müssen, damit die Strahlungsverluste gegen Null gehen. Das ist aber in der Realität nicht so und je schlechter die Isolation ist, umso größer werden vor allen Dingen auch die Strahlungsverluste. Wenn also ein Fensterglas innen eine Temperatur von nur 8 Grad hat, wird man es in der Nähe der Scheibe als kalt empfinden, obwohl die Lufttemperatur z.B. 20 Grad hat.



U Wertberechnung



Meinen Sie eine Energiebedarfsberechnung?
Das steht alles in der:
DIN 4108-2 und 3
DIN EN ISO 10211
DIN V 4108-4
DIN V 4108- 6
DIN V 4701-10
DIN EN ISO 13789
und natürlich in der ENEV.
Ich empfehle Ihnen mit der EnEv zu beginnen.

Oder irre ich mich da?
Sie können natürlich auch eine Berechnung anhand des Referenzgebäudes vornehmen, meinten Sie das als Aufgabenstellung?

Ohne die Kenntnisse und Zusammenhänge aus den o.g. Regeln dürfte Ihnen das Verständnis für wärme- und feuchtetechnische Zusammenhänge abgehen.
Ich hoffe die sind Bestandteil Ihrer Ausbildung.
Damit eine komplette Bedarfsberechnung durchführen zu können ist Sache von Spezialisten, ich würde da nie selber rangehen. Aber man sollte wissen wie es funktioniert.



U-Wert



U-Wert-Berechnung Außenwand

Innen Kalkgipsputz Mauerwerk Dämmung Kunsthartzputz Außen
RT 1 / hi d1 / ?1 d2 / ?2 d3 / ?3 d4 / ?4 1 / he
0,13 0,015 / 0,7 0,240 / 0,56 0,140 / 0,035 0,01 / 0,7 0,04
0,13 + 0,021 + 0,429 + 4,00 + 0,014 + 0,04
RT = 4,634 K*m/W
Temperatur-durchlauf in der Konstruktion Rahmenbedingungen nach DIN 4108
?i = 20 °C ?e = -5 °C
mit ?? = 25°C ergibt sich:
RT = 4,634 K*m/W ; entsprechen ?? = 25 °C
1m²*K/W ~ 25°C/4,634 » 5,39 °C
?? / °C 0,13 * 5,39 0,021 * 5,39 0,429 * 5,39 4,00 * 5,39 0,014 * 5,39 0,04 * 5,39
0,70 °C 0,11 °C 2,31 °C 21,56 °C 0,08 °C 0,22 °C
?i = 20 °C 20 - 0,7 19,3 - 0,11 19,19 - 2,31 16,88 - 21,56 -4,68 – 0,08 -4,76 – 0,22
19,3 19,19 16,88 -4,68 -4,76 -4,98
U - Wert 1 / RT = 1 / 4,634 K*m²/W = 0,22 W/m²*K


Hier habe ich eine den U-Wert einer Außenwand berechnet...
Wie ich eine solche Rechnung allerdings auf ein kompelletes Haus beziehen kann entzieht sich meiner Kenntnis. Über die ENEV bekomme ich leider auch nicht die gewünschte Hilfestellung und die Rechnung meistern zu können. hat jemand eine Idee wo man eine Beispielrechnung her bokmmen könnte an ich mich entlang hangeln kann?
Auf jeden Danke ich Ihnen für ihre Kommentare!



Was ist denn die genaue Fragestellung ?



Der durchschnittliche u-Wert W/m2K für das ganze Haus ? Oder der Wärmeverlust in W/K ? Oder die Heizlast bei x K Temperaturdifferenz ? Sind bei den Fenstern solare Gewinne zu berücksichtigen ? Nimmt die Frage auf eine Norm Bezug ?

Für eine normgerechte Berechnung kommt man heute praktisch nicht mehr ohne spezialisierte Software durch. Bei mir wollte die "Energietante" einen Systemnachweis nach SIA, das musste ich von einer spezialisierten Firma durchrechnen lassen. Pure Zeitverschwendung / Mindfuck, aber man muss die Bürokraten mit genug Papier füttern.

Für den privaten Hausgebrauch kann man mit den Rechnern auf u-Wert.net und vielleicht noch einem Tool zur Heizlastberechnung nahe genug drankommen.

Ach ja, und eine manuelle Berechnung nach DIN4108 ist bei Teilen mit z.B. Balken garantiert ungenauer als was u-wert.net in 2D rechnet. Von Hand macht man das also einmal, und dann nie wieder.



Wärmeschutzberechnung



Energetotrix,
ich glaube Du solltest Dir mal Deine Vorlesungs- und Seminarunterlagen ansehen wenn Du schon nicht in die angeführten DIN schaust.
Ich habe das Gefühl das Du noch nicht mal mitgekriegt hast für was diese U- Wertrechnerei gut sein soll.
Um dem ein wenig abzuhelfen:
Sie dienen einmal dem Nachweis der Mindestanforderungen an den Wärmeschutz von Bauteilen nach DIN 4108-3 bzw. ENEV. Damit ist man in der Lage, den Mindestwärmeschutz flächiger Bauteile nachzuweisen. Wärmebrücken und Einbauteile wie Fenster müssen einzeln nachgewiesen werden oder werden per Faktor pauschal berücksichtigt. Diese Nachweise sind wiederum Basis für das Nachweisverfahren mit Referenzgebäude.
Dann dienen sie als Grundlage für den Nachweis der Mindestanforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz.
Weiterhin sind sie Basis zur Berechnung kritischer Luftfeuchten an Bauteiloberflächen.
Das führt dann zum Energiebilanzverfahren. Dort werden die anderen Wärmeverluste durch Konvektion usw. berücksichtigt und thermische Zugewinne kalkuliert.

Bemessungswerte für die Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen und Bauteilen findest Du in der DIN V 4108-4 oder bei den Herstellern.
Sonneneintragskennwerte, Klimaregionen und Abminderungsfaktoren zum Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes findest Du in der DIN 4108-2.



oha



@ Energetorix

tja, was war das denn für ein "Zahlendurchfall" ?

Da kann ich mich nur Herrn Böttcher anschließen. So etwas produzieren diejenigen Studierenden, die weder in der Vorlesung noch im Seminar etwas verstanden haben und zusätzlich leider auch nicht über entsprechende physikalische Grundkenntnisse verfügen.

Bevor Sie also ein zusammengesetztes Bauwerk berechnen wollen, sollten sie mal für eine einfache geometrische Form aus einem Werkstoff, die komplette Berechnung durchführen. Ferner sollten Sie sich mit den verwendeten Einheiten intensiv auseinandersetzen, damit Sie die Bedeutung der verwendeten Begrifflichkeiten erst einmal verstanden haben. Ich fürchte, das ist nicht an einem Wochenende erledigt (sondern eher in einem Jahr).

Eventuell lassen Sie sich das Prinzip mal von einem älteren Studenten erklären - und fangen dann selbst an zu rechnen.





Ich studiere nicht...
aber gut, danke für die Anregungen



Es ist natürlich



ein Unterschied, ob man das ganze studiert hat, eine Technikerschule besucht hat, eine zweitägige Schulung zum Energieberater gemacht hat oder einfach nur interessierter U-wert.net - Nutzer ist. Nur: muss man das so raushängen lassen??? Der Ton hier ist echt gewöhnungsbedürftig!