Türen einfach und schnell Farblos machen

14.03.2007



Ich brauche mal etwas hilfe ich möchte ein paar alte Türen und Rahmen von alter Frabe befreien. ich habe so etwas auch schon gemacht aber mit sehr viél aufwand. und trotz allem wurden sie nicht restlos sauber!! sehen aber ganz ok aus!! nun habe ich eventuell bald ein haus mit alten türen und wunderschönen rahmen und würde sie gern restlos säuber!! wer hat gute tipps für mich!!

Danke im Vorraus!!



Bei vielen Bauteilen



und einer endlichen Lebenserwartung :-)

rate ich zur Suche nach einer guten Ablaugerei. Gut bedeutet insbesondere, daß die Teile nur berieselt werden, und nicht einfach in ein Becken mit Lauge fliegen, schonend abgespritzt werden (man glaubt gar nicht, was ein Kärcher alles anrichten kann), und gründlich neutralisiert werden. Es wäre auch kein Fehler, wenn eine Trocknung angeboten wird.

Viel sieht man schon, wenn man bei der Firma 'mal in's Lager schaut.

Fall bei Euch eine Annahmestelle von "Blankholz- und Entschichtungstechnik" ist, wäre das ein möglicher Anlaufpunkt.

Grüße

Thomas





nun ja das ist eine gute idee aber dann würden die türblätter sich von der Zarge unterscheiden denn die werde ich unter garantie nicht ohne weiteres ausgebaut bekommen. weiß vieleicht noch jemand ne andere möglichkeit?? MFG



Das ist der unangenehmere Teil des Ganzen,



die Zargen müssen halt vor Ort mit Heißluft und Spachtel von der Farbe befreit werden. Nicht zu heiß und sauber arbeiten, Reste können z.B. mit Salmiak (Atemschutz) und Schleifvlies abgewaschen werden.

Grüße

Thomas





danke das ist einfacher gesagt als getan. wenn es glatte zargen sind mag das kein problem sein. aber nicht wenn sie rundungen und vertiefungen haben. ich habe das leider schon durch mit heißluft und schleifvlies. und mit abbeizer!! aber es bleiben immer irgendwie reste dran. naje würde freuen über weiter hilfreiche tips!! MFG Tom



Etwas einfacher...



...wird es vielleicht mit einem sogenannten "Speedheater", weil die Wärme gleichmäßiger verteilt wird. Aber es bleibt viel Arbeit. Hoffen Sie nicht darauf, hier jemanden zu finden, der Ihnen erkärt, wie man die Farbschicht an einer Ecke beginnend in einem Zuge abzieht.

Wenn Sie auf den Fichtelberg wollen, müssen auch immer exakt 1214m überwinden, wenn's niedriger wäre, wär's nicht der Fichtelberg. Es gibt eine Seilbahn? Klar doch, daß ist der Profi, der das für Sie macht.

Der dritte Weg? Sie wohnen an der Ostsee, schöne Lage vielleicht? Vermarkten Sie doch das Abbrennen als Arbeitstherapie für gestresste Großstädter gegen Unterkunft :-) Zur Methodik der Sache bei Tom Sawyer nachlesen.

Grüße

Thomas



Also wenn die....



...Räumlichkeiten leer stehen und sowieso alles renoviert werden muss, dann würde ich es mit Sandstrahlen probieren. Vielleicht an einem Probestück um herauszufinden welches Strahlmittel sich am besten eignet.

Gruß
Helmut



Diesem Tip



würde ich nicht nachgehen. Billiger wäre, gleich eine neue Tür zu bestellen, ohne vorher die alte kostspielig zu ruinieren.

Strahlmittel aller Art und Holz, ganz besonders Weichholz, passen nicht zusammen.

Strahlende Grüße

Thomas



Jawohl -ja-ja !



Thomas W. Böhme hat völlig recht mit seinem Hinweis
bezüglich des Abstrahlens alter Holzoberflächen. -
speziell bei Weichholz -- Die alten Farbschichten bekommt man zwar mit brachialer Gewalt " weggestrahlt " ,
da aber die alten Lackschichten meist härter sind als das Trägermaterial, kommt es gewissermaßen zu " Unterspülungen "
speziell im Bereich der Frühholzanteile. -- Das Ergebnis
zeigt eine Waschbrettähnliche Struktur, bei dessen Anblick
sich selbst ein Hund mitsamt seiner Hütte nur noch schütteln kann. --- Nach meiner Ansicht bleibt nur noch das Entfernen der Farbe mittels Heißluft und die Verwendung geeigneter Werkzeuge, um auch die zumeist filigranen Profile alter Holzbauelemente schonend zu entlacken. -- In diesem Zusammenhang möchte ich auch dringend davon abraten,
alte Möbel, Fenster und Türen in eine Ablaugerei zu bringen.
Da diese alten Elemente zumeist mit tierischen Leimen
verleimt sind, ist damit zu rechnen, daß nur noch ein
klappriges Gerüst ohne jegliches " Rückenmark " übrig bleibt.
- A. Milling ( gebranntes Kind scheut das Feuer )



Ist ja richtig,



wir haben sie alle schon gesehen, die totgelaugten "Leichen" - fette Aufträge für Restauratoren :-)

Wenn ich trotzdem (durchaus zögernd) in einem konkreten Fall dazu rate, dann zum einen, weil ich weiß, das es unter bestimmten Bedingungen geht (siehe weiter oben). Zum anderen macht der Glutinleim eben doch einiges mit und härtet im Trockenprozess wieder. Um ein Übriges zu tun, könnte man die Holzverbindungen vor dem Ablaugen mit Holznägeln sichern, so das nicht schon von Haus aus so ist. Aber bitte selbst schnitzen, ein Dübelstab aus Buche würde mir da nicht gefallen.

Grüße

Thomas



Entlacken von Türen und Zargen



Ich arbeite so:
Zuerst erfolgt eine Grobentlackung mit Heissluftpistole und Spachtel. Bei profilierten Hölzern, Kasetten und Zierleisten arbeite ich auch mit speziell angeschliffenen Spachteln.
Für die Feinentlackung arbeite ich mit einem pastösen Abbeizer, den ich mir aus Schmierseife und Sumpfkalk selbst mische. Ein Zusatz zB. von etwas alkalischem Rohrreiniger ist in hartnäckigen Fällen von Nutzen.
Dieser Abbeizer wird ca 2mm dick aufgetragen. Zum Schutz gegen Austrocknung wird eine dünne Folie aufgelegt.
Einwirkzeit 5-12 Stunden.
Der Abbeizer wird dabei durch die Verseifung der Öle braun.
Nach Aufnahme des Abbeizers scheuern (von Hand) und neutralisieren mit Essigwasser oder einer Zitronensäurelösung.
Gründlich abspülen, trocknen lassen und fertig.


Gruss, Peter