Behandlung von Lochfra

20.11.2007



Liebe Mitglieder,

wer von Euch hat Erfahrung mit der Behandlung von Lochfraß
(vornehmlich Hausbock)an Fachwerkteilen mit besonderer denkmalpflegerischer Relevanz. D.h. wenn diese Teile nicht durch neue ersetzt werden sollen.
Besteht die Möglichkeit die Löcher mit einer geeigneten Masse (Holzersatzmasse etc.) auszuspritzen? Wenn ja, wie sieht das Procedere aus?
Vielen Dank für Eure Antworten hier.
(Leider logindaten verlegt)
Tobias Zschocke, Cossen, Mitglied



Holzbock



Guten Tag,

professionelle Bekämpfungsmethoden finden Sie hier in der Suchfunktion.
Aber nun zu Ihrer konkreten Frage: Wenn der Holzbock bekämpft ist, brauchen die Löcher auch nicht verschlossen zu werden, es sei denn, aus optischen Gründen.
Ich hab es mal bei einem von Anobien zerfressenen Türblatt so gemacht: Käferlarven mit einem Heißluftföhn ausgeblasen (geht gut bei dem dünnen Türblatt), die Viecher glauben, sie wären Glühwürmchen. Das können Sie natürlich nur bei begrenztem Befall und geringer Eindringtiefe machen. Anschließend habe ich das Türblatt mit Holzspachtelmasse glatt gespachtelt, geschliffen, grundiert und gestrichen. Bei tragenden Teilen würde ich allerdings ein 2 Komponenten-Epoxydharz mit Sägemehl andicken und einspachteln. Dabei muß in kleinen Partien und sehr schnell gearbeitet werden.

Grüße vom Niederrhein
Dietmar Beckmann