Trotz Corona Handwerker im Haus oder Bauen - ist das machbar?

Handwerker gehören zu den "System Erhaltern". Alle Handwerksbetriebe, wie Installateure, Tischler, Elektriker, etc. haben während der Corona Zeit Ihren Betrieb aufrechterhalten. Die Termine wurden am Telefon ausgemacht. Die Handwerker hatten Maskenpflicht und mussten den Abstand zum Kunden einhalten. Die Materialien und Geräte wurden desinfiziert. Wie funktioniert das genau?


Handwerksdienste in der Quarantäne!

Eigentlich handelt es sich um Notdienste. Wenn ein Wasserrohrbruch vorlag oder das Auto nicht mehr ansprang, eine Scheibe kaputt ging oder der Strom ausgefallen war, kamen trotzdem die Handwerker. In Deutschland beklagen sich die Menschen oft über die Unzuverlässigkeit der Handwerker und hohen Preise. Seit der Corona Zeit waren diese jedoch erstens viel freundlicher, zweitens viel zuverlässiger und drittens kosteten die Dienste auch weniger. Alle waren rundherum zufriedener. Der Termin wurde telefonisch ausgemacht. Die Handwerker kamen mit Mundschutz und desinfizierter Ausrüstung. Der Kunde trug ebenfalls einen Mundschutz und hielt Abstand zu den Handwerkern. Bezahlt wurde digital per Überweisung. Da die Elektrogeschäfte selbst geschlossen hatten, so wie viele andere Betriebe, wie zum Beispiel Spielhallen oder Vergnügungsparks, brachten die Handwerker Ersatzteile selbst mit. Folgende Infografik verdeutlicht die Thematik.

Infografik über Freizeittrends während der Corona-Isolation
Für die ganze Infografik das Vorschaubild klicken (via www.besteonlinecasinos.com)


Bauen in Corona Zeiten - ist das möglich?

Hausbauen war in der ersten Zeit verboten, da es nicht zur Grundversorgung oder den systemerhaltenden Maßnahmen gehörte. Seit einiger Zeit ist Arbeiten am Bau wieder möglich. Dies gilt auch für den Bau des Eigenheims oder Umbauten. Teilweise müssen jedoch die Maskenpflicht und Abstandsregeln eingehalten werden. Dies hängt sehr vom Bundesland und der jeweiligen Situation ab und betrifft auch den Fachwerkbau. Viele Menschen wollen brachliegenden Wohnraum nutzen. So wird zum Beispiel die Scheune zum Wohnraum durch den Fachwerkbau zum Haus in Haus. Darüber hinaus ist für die Umsetzung der Corona-Regeln am Bau der Sicherheits- und Gesundheitsbeauftragte des Bauherrn zuständig. In dieser Zeit ist es ratsam, dass nicht alle Gewerke gleichzeitig am Bau tätig sind. Wenn Pläne oder Unterlagen besprochen werden sollen, dann sollten mehrere Duplikate mitgebracht werden. Somit müssen nicht alle die Köpfe über einer Unterlage zusammenstecken. Fristen müssen auch in dieser Zeit eingehalten werden. Wird jemand krank, wird das als "Höhere Gewalt" und ist im Bauvertrag gedeckt. Die Corona-Erkrankung muss allerdings nachweisen können. Darüber hinaus muss er eine Behinderungsanzeige stellen. Ablaufpläne von Anfang April 2020 sollten bereits verlängerte Fristen enthalten.


Problem Fertighäuser - was tun?

In diesem Bereich kommt es häufig zu Lieferschwierigkeiten, weil die Hersteller im Ausland firmieren. Da die Lieferungen aus dem Ausland durch die Schließung der Grenzen nicht möglich war. Dadurch kann die Arbeit der anderen Gewerke auch verzögert werden. Somit kann es leicht zu Problemen bei der Baufinanzierung kommen. Geschieht das schon fast am Ende der Bauzeit, drohen Bereitstellungszinsen. Damit ist aber niemanden geholfen. Dabei sollte aber genau geprüft werden, ob die Verzögerung wirklich durch Corona passiert ist oder nicht. Im Falle von nachgewiesener Höherer Gewalt trägt der Bauherr die Mehrkosten. Damit sich diese in Grenzen halten, sollten Kompromisse gesucht werden. Es müssen ja nicht unbedingt die Fliesen aus Italien sein. Steht die Baustelle still, muss das Baunternehmen dafür Sorge tragen, dass die Baustelle und die dort lagernden Baumaterialien vor Sturmschäden, Witterungseinflüssen und Diebstahl geschützt sind.


Welche Hilfe gibt es bei anderen Corona verursachten Problemen?

Können Sie nicht einziehen, weil der Bau noch nicht fertig ist? Fragen Sie Ihren Vermieter, ob er Sie nicht später ausziehen können. Dieser ist sicher froh, wenn er in der Corona Zeit keine Nachmieter suchen muss. Somit brauchen Sie auch nur die Miete zahlen, bis Sie umziehen können. Droht die Finanzierung wegen Kurzarbeit zu platzen, weil Sie den Kredit nicht mehr zahlen können? In diesem Fall sollten Sie unbedingt so rasch wie möglich mit Ihrer Bank sprechen. Das neue "Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht" bietet verschiedene Möglichkeiten. Geht die Baufirma wegen Corona in Konkurs bevor der Bau fertig ist, und es gibt im Vertrag eine Fertigstellungsbürgschaft oder eine Baufertigstellungsversicherung, sind Sie abgesichert. Diese müssen bei Konkurs einspringen.


Wie sieht generell die Lage für Ausweichquartiere aus?

Durch Corona wurden die Mieten teilweise reduziert. Durch den Lockdown waren Wohnungsbesichtigungen so gut wie ausgeschlossen. Viele haben Umzüge generell verschoben und sich irgendwie arrangiert. Die Gemeinden und Städte hatten zum Teil diesbezüglich Hilfsprogramme laufen. Teilweise wurden Fälligkeiten ausgesetzt. Seit Kurzem sind wieder Besichtigungen möglich. Viele Menschen haben die Situation genutzt und konnten nach mehreren Monaten des Wartens endlich umgeziehen.


Fazit

Bauen und Handwerksdienste sind wieder möglich, allerdings nur unter Einhaltung der Sicherheits- und Gesundheitsvorgaben. Kompromisse mussten geschlossen und Fristen aufgeschoben werden. Aber viele haben es geschafft!