Trockenestrich im alten Keller

11.03.2019 schieko



Hallo zusammen,

Ich bräuchte Rat für mein Vorhaben im Keller. Sehr wahrscheinlich wird es auch zahlreiche Stimmen geben, die mir von meinem Vorhaben abraten wollen. Mir geht es aber hier nicht über das ob, sondern nur um das wie. Ich habe mich schon ausführlich informiert und bräuchte jetzt nur noch Tipps, wie genau ich dieses in die Praxis umsetzen kann.
In meinem Keller ist ein relativ großer Raum zur Hälfte mit Naturboden und größeren Kieselsteinen, die andre Hälfte mit Ziegelsteinen versehen. Es gibt zwar jede Menge Fenster zum Lüften, jedoch kann man auf dem Boden nichts abstellen, da nach kürzester Zeit sehr viel Feuchtigkeit von unten aufsteigt. Die Wände sind relativ trocken. Der größte Teil der Feuchtigkeit entsteht dort durch Kondensation. Das Grundwasser ist relativ weit unten. Es handelt sich also nur um normale Erdfeuchte.
Ich würde nun gerne die Kiesel- und Ziegelsteine bis auf den Lehmboden entfernen, anschließend den Boden mit einer Schüttung nivellieren und Trockenestrichplatten drauf machen. Irgendwo muss noch eine Folie dazwischen, vermutlich unter die Schüttung.

Jetzt zu meinen Fragen. Wo muss die Folie hin? Reicht eine Schicht Folie? Welche Art Folie muss das sein? Welche Art Schüttung bietet sich an?

Danke schonmal für bestimmt sehr hilfreiche Antworten.



Vorsicht mit IHREM "Wissen"



Hallo an den Bodensee …

Sie schreiben, dass Sie sich schon gut informiert hätten … 

Aufgrund Ihrer Frage und Ausführung bezweifle ich das sehr stark … 

Es kommt mir so vor:
Gleichnis:

Ihr Freund sagt, dass er sich sehr gut informiert hat … und fragt sie nun, aber er sich auf die Hand mit einem 250 g Hammer mit einem Griff aus Holz oder aus Kunststoff hauen soll … 

Sie würde ihm sicher von seinem Vorhaben abraten … oder?

Einen Tipp für SIE … entweder Sie lesen noch mal hier im Forum noch ein paar Tage … oder gehen zum nächsten Baumarkt … denn die "kennen sich sicher sehr gut aus …"

Florian Kurz



Nachtrag



Ich habe noch vergessen zu erwähnen, dass der Raum dadurch nicht trocken ist gar bewohnbar werden soll. Ich will damit lediglich verhindern, dass der Boden selbst Feuchtigkeit abgibt, sodass man wenigstens Sachen abstellen kann, die nicht sofort von unten nass werden.

Ich hatte bereits ein professionelles Unternehmen im Keller, das alle Wände und den Boden untersucht hat.



Fachfirma … ??



Wenn das eine Fachfirma oder ein Fachmann war, hätte er sicher gewusst, was zu tun ist … 

Mal ganz einfach denken … 

Jetzt ist der Boden feucht … das sind - ich sage mal als Beispiel - 20 qm

Sie sperren den Boden ab … also nehmen der Feuchte die Möglichkeit der Verdunstung von 25 qm

Wohin meinen Sie das die Feuchte denn hingeht … bleibt die unter der Folie und wartet auf den "jüngsten Tag"?

Oder könnte es sein, dass sich diese Feuchte erst sammelt, dann wird aus der Feuchte … Nässe und dieses Wasser wird seinen Weg finden … ob man will oder nicht … zwar erst nach Jahren . aber vorher wird es schon Begleiterscheinungen geben … Feucht heißt KALT … dann wird die "aufsteigen" … zu sichtbarem oder unsichtbarem Schimmel führen … etc. … 

Was meinen Sie, was Ihr "Trockenestrich" mit der Zeit wird … ?

also … Vorsicht ist die Mutter des trockenen Kellers … 

Florian Kurz



Trockenbaustoffe



Hallo,

nur ganz kurz.
Trockenbaustoffe egal welcher Art haben in einem feuchten Keller nichts zu suchen!
Diese Produkte nehmen Wasser auf ,der Schaden wird anders, aber Größer!

MfG

J: Zinke



Estrichziegel



es gibt die Möglichkeit, mit dem sogenannten Estrichziegeln von "CREATON" auf einer egalisierenden Split- oder Blähtongranulat-Schüttung einen keramischen und damit gegen Feuchte resistenten Trockenestrich herzustellen. Die Platten können auch gleich als Sicht- und Nutzfläche belassen werden oder gleich / später mit anderen keramischen Belägen versehen werden. Folie kommt da nicht drunter, eine Bodenabdichtung braucht man nur, wenn unter den TE eine Dämmebene eingebaut werden soll, z.B. aus min. 50 mm Blähtongranulat oder ähnliches.

Viele Grüße und gutes Gelingen !



Ziegel



Das mit den Ziegeln klingt gut. Genau danach hab ich gesucht. Relativ geringer Aufwand und nicht empfindlich gegenüber Feuchtigkeit.
Danke für den Tipp



Eine kleine Ergänzuung



Oben wurde verkürzt die Auffassung vertreten, dass Feuchte , die nach unten abgesperrt werde, sich seinen Weg über die Wände suchen würde. Das ist so pauschal schlicht Blödsinn.



Weitere Ergänzung



Das die Feuchte dann in die Wände drückt, ist als Meinung sehr verbreitet. Ich bin da anderer Meinung. 100% sicher kann ich nicht sein, werde es aber testen.
Zu meinem oben beschriebenen Aufbau habe ich etwas zu ergänzen. Unterhalb der Folie plane ich eine Schicht Schaumglas. Diese soll gleichzeitig Wärme dämmen uns Feuchtigkeit unten halten.
Hat jemand mit diesem Material Erfahrung? Wie dick muss die Schicht sein?



Diese Annahme



trifft laut Herrn Böttcher und Herrn Teich nicht zu....



Welche



Annahme?



Feuchte



Dass die Feuchte dann in die Wände drückt...



Tauwasser



Wenn der Boden mit Schaumglasschotter belegt wird und als tragfähiger Untergrund ausgebildet wird (z.B. durch das Abrütteln des Schotters) kann man, wenn kein Problem mit der Bodenfeuchte besteht, auf die Dichtbahn (z.B. KNAUF Katja) verzichten. Die Estrichziegel direkt auf den Schaumglasschotter verlegen. Mit Dichtbahn fallen noch unbedenkliche 240 g Tauwasser aus, die auch wieder in angemessener Zeit verdunsten können.