Trockeneisstrahen/Sandstrahlen etc

14.05.2018 Cat



Hallo, ich würde gerne meine Odenwälder Schindeln reinigen lassen. Ich habe schon einige Firmen angeschrieben aber keine Antwort bekommen. Nun habe ich durch Zufall auf Youtube Videos gesehen wo es wohl Aufsätze für Druckstrahler (Kärcher etc) geben soll mit den man das auch machen kann.

Hat das jemand? Ist das auch Universal auf jeden Hochdruckreiniger anbaubar? Ich denke bei Schindeln müsste man was anderes nehmen als Sand/Schlacke ... ist das überhaupt erlaubt? wo geht der Dreck hin?



Wassereintrag



mit einem Kärcher würde ich vermeiden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man mit einem solchen Gerät an Holzoberflächen auch schwere Schäden hervorrufen kann.

Offenbar geht es immer noch um die Schindelfassade aus dem letzte Beitrag.

wenn wir schon bei YouTube Beiträgen sind

suche dort doch einmal nach 'Satiniermaschine' und 'Holz'

Mit einer weichen Nylon Bürste, eher langsamer Geschwindigkeit und Geduld wird man wahrscheinlich am weitesten kommen.
Alle lockeren Fabschichten kann man herunterbürsten, alls was so fest ist, dass es nicht abgeht, kann drauf bleiben. Dann im gewünschten Farbton (Dünnschicht)-Lasieren.

Gruß

GE



Danke ..



für Ihre Antwort. ne ne ich habe gesehen, dass es auch Sandstrahlaufsätze gibt. Keine Ahnung ob es das auch für Granulate oder Walnussschalen gibt ... im Video sah man einen Aufsatz für Sandstrahlen mit einen Kärcher.



Nasssandstrahlen an Nilfisk 120 zum Abgewöhnen - und Schwadronieren



Nach beeindruckenden Videos eine Nassstrahleinrichtung bei Dritthersteller gekauft, um Acrylfarbe von Beton herunterzubekommen, aber im Ergebnis war die taumelnde Wasserdüse (Dreckfräse) wirksamer.
Der Sand wurde nicht richtig angesogen ... und es war wohl auch nicht der richtige Sand, weil es da auf die Kornform ankommt.
Da wird nur mehr Druck helfen ... 200+ bar

Bei Holzschindeln könnte man allerdings mit zuviel Druck die Schindeln wegschiessen.

Dies könnte allerdings auch bei einer Makita-Bürste passieren, wenn man die Problembereiche in der Überlappung von unten reinigen will. Was mit einer weichen Bürste aber weniger wahrscheinlich wird. Aber es gibt zuviele Ecken.

Auf Holz mit Kunstharzlack kann man auch mit Heißluftpistole oder Gasbrenner (gegen Unkraut oder für Bitumenbahnen) arbeiten und der Lack kräuselt sich dann und man kann ihn abschaben oder abziehen (mit Klinge) ... aber die Reste werden bleiben. Wieder nichts mit transparenter Lasur.

Denkbar wäre Sandstrahlen mit direkter Absaugung in Zyklonabscheider wie Dust Commander (bei Ebay/Amazon) und Entsorgung und mit feinem Strahlgut sollten die Bombenkrater nicht auffällig werden. Dazu in der Nähe https://www.f-goldmann.de/sandstrahlgeraete-freistrahlgeraete.html ... bei Ebay-/Amazon gibt es für Autorestauratoren Alternativen.

Und auch in Ihrer Nähe hat www.wernermader.de Erfahrung mit Maschinen, die sowohl Beton spritzen können als auch Aprikosenkerngranulate ... was wohl ähnlich zu Walnussschalengranulat etc. . Aber weiches Strahlmaterial hat eben einen niedrigen 'Impact'.

Da wird die Lösung wohl eher Trockeneisstrahlen als Auftrag sein.

Darum ist die Naturholz-Romantik (wie bei Xylamon und Kunstharz-Lasuren) das Hauptproblem. Die Schindeln und der deckende Lack haben ihren Dienst Jahrzehnte getan und können es wohl noch Jahrzehnte tun, wenn man sie trocken hält.

Dies scheint die Keramikhohlkügelchen-Beschichtung von https://www.thermoshield-farben.de (sitzen am Main, also nicht weit weg) für Holz zu leisten, die zum Einen Hitzestress vermeidet und zum Anderen austrocknen soll.

Die Holzbeschichtung soll UV-Stress und Hitze-Stress selbst bei Schwarz aushalten. Man hat also alle farblichen Gestaltungsmöglichkeiten. Man kann die Vergangenheit als Zitat in einen neuen Zusammenhang stellen. (Die Marksburg ist eine der wenigen Originalburgen in Deutschland. Viele sind nur Kopien oder Neubauten. Die Barbarossa-Burg Trifels war ein Steinbruch und der Neubau erfolgte in Folge von 1832, 1848, 1871, 1933 ... und heute ist sie Objekt der Begierde des Denkmalschutzes, der Idee von Authentizität. Doch früher waren die Baumeister skrupellos, haben übergebaut, übermalt etc. . Die lackierten Schindeln sind genauso authentisch wie nackte.)

Theoretisch sollte man mit Hanf- oder Basaltfasern als Zuschlag im Mikrobereich die Schindelfassade in eine Art von Panzer verwandeln können. Wenn der Feuchtehaushalt geregelt ist.

Vielleicht reicht dann Anlaugen o.ä. aus und man hat kein Mikroplastik verstreut (oder eingesammelt mit Zyklon zur Entsorgung). Und wenn man die Schindeln über hat, kommen sie mit Lack in die Verbrennung.

Die Entscheidung hängt natürlich vom Zustand der Schindeln ab. Und von den Träumen über die Optik.

Man kann soviele Dinge realisieren ... selbst einen Betonzaun in Schindeloptik ... schwierig und einfach wird es bei konventionellen Lösungen. Schwierig, weil man es sich nicht vorstellen kann. Einfach, weil es Routine ist.



nee ..



ich meinte das wohl Sandstrahlaussätze für Hochdruckreiniger gibt. Damit kann man richtig Sandstrahlen oder auch andere Granulate nutzen. Nur weiss ich nicht ob das was taugt und die Anschaffung lohnt wenn ich nur einmal so etwas benötige. Ich will ja nur die Schindeln blitze-blank :)

Mittlerweile haben sich 2 Firmen bei mir gemeldet. Ganz billig ist es nicht .. hmnnn ...
Vieleicht auch für andere interessant -- Strahlmittelverbrauch liegt bei 2 kg pro qm (1 kg kostet etwa 2 Euro) macht pro qm 4 Euro

Mietkosten sind zweistelling pro Tag.
wenn ich meine 80qm rechne und 2 Tage dann kostet das so um die 500 Euro. Was sagt ihr? Gut?



Für uns hat es sich gelohnt eine Firma zu engagieren



Wir standen vor eineinhalb Jahren vor der selben Frage, nach einigem Rechnen musste ich feststellen, dass es sich kaum lohnt Gerät zu mieten und es selbst zu machen.
Zum einen ist der Verbrauch an Strahlgut um einiges höher, wenn man nicht geübt ist - zum anderen ist das Sandstrahlen gar nicht soo einfach. In unserem Fall war eine Ziegeldecke mit verrosteten Stahlträgern.
Auch wenn bei uns eine große Firma tätig war, die sonst ganze Objekte sandstrahlt, hat man doch immer wieder gesehen, was passiert wenn man eine Millisekunde zu lange an einer Stelle strahlt.
Auch ist die Staubentwicklung enorm, die unterschätzt man leicht. Da braucht es tatsächlich Atemschutz etc, der sich finanziell bemerkbar macht. Wir haben hier echt fast alles selber gemacht, aber als ich den Jungs zugeschaut habe, war ich wirklich froh dort nicht gespart zu haben.