Trockenbauwände, lehmverputzbar. Welche Möglichkeiten gibt es?

01.08.2019 Faasanonhof



Ich saniere ein Reihenmittelhaus in Massivbauweise aus den 50er Jahren, an die Wände soll Lehmputz kommen (Raumklima). Allerdings sind einige Kofferungen mit Trockenbauwänden nötig, um z.b. Sanitärleitungen oder die Elektrikunterverteilungen unterzubringen.
Auch diese Wände sollen mit Lehm verputzt werden.

Welche Alternativen hat man hier?
Geht das einfach mit Fermacell, oder kann man (es sollen auch Küchenschränke an diese Wände) auch OSB-Platten nehmen, auf die dann eine Putzträgerplatte (z.B. Heraklith M) kommt?

Vielen Dank im Voraus für alle Antworten!



Falls es preislich/technisch relevant ist,



gibt es natürlich auch Lehmbauplatten aus entsprechendem Material, welches in Verarbeitbarkeit und Funktion den normalen GK-Trockenbauelemente ähnlich ist.



verschiedene möglichkeiten



die lehmputzplatten sind sicher ne schöne lösung, müssen aber auch hinterlegt werden, wenn solche lasten befestigt werden sollen.

auf fermacell gehen feine Lehmoberputze bei passender Grundierung jeh nach material in ca 2-4mm stärke.

für dickere schichten eignen sich gute Putzträger besser. also heraklith, schlifrohr, etc.

für die lasten von küchenoberschränken würde ich mindestens 2-lagig fermacell ( eventuell hinterlegt mit Holz oder osb) nehmen.

osb mit ner dünnen heraklith sollte auch gut funktionieren, wobei ich persönlich den klebergestank von osb nicht mag.



Geeignete Plattenstärken? Und Heraklithplatten für die Decken?



Vielen Dank für die Antworten, die Kombi OSB + Heraklith sagt mir am meisten zu. Meine Begründung: Mit der OSB-Platte hat man etwas, was die anzubringenden Lasten richtig halten kann, und die Heraklithplatte ist ein "richtiger" Putzträger.

Welche Stärken an OSB- und Heraklithplatte empfehlt ihr denn?

Und noch eine weitere Frage:
Die Decken (Holzbalkendecken-Konstruktion), sollen ebenfalls mit Lehmputz verputzt werden. Die vorhande Decke (Kalkputz auf Schilfrohr, aber über die Jahre sehr rissig geworden) soll abgemacht werden. An die bestehende Lattung sollen dann ebenfalls Heraklithplatten als Putzträger für den Lehmputz. Im Bereich der Deckenleuchten soll das ganze mit OSB-Platten verstärkt werden.
Welcher Stärken sollen Heraklithplatten hier haben? An der Decke soll nur einlagig ein Oberputz aufgetragen werden.

Vielen, vielen Dank noch mal für eure Antworten!



8mm Heraklithplatten



Reicht für die Heraklithplatten 8mm? Oder hat man da an der Decke (bestehende Lattung ist alle 30cm) evtl zu viel Durchgang?

Beste Grüße



zu dünn



viel zu dünn!
die 8mm platten kannst du fast mit dem finger einstechen.
die Feuchtigkeit beim Verputzen lässt die dann massiv durchhängen.

ich hab bei 33er sparschalungsabstand 25mm bm platten genommen. da kam allerdings noch Heizrohr und 3cm lehm drunter.

15er würde ich aber auch schon für zu dünn halten, könnte aber vielleicht gehen.
ich glaub der Hersteller empfiehlt 35er.

anders sieht es aus, wenn die dünnen platten vollflächig befestigt sind.

die 8mm hab ich als putzträger für ne verkastung genommen und voll verklebt UND verschraubt.
schmale stücke brechen schon fast beim händeln.

besorg dir mal irgendwo ein paar stücke zum anfassen.
brech die mal durch, bieg sie und mach sie mal feucht... dann verstehst du das.