Fußbodensanierung Obergescho




wir haben einen Altbau und es steht eine Renovierung im Obergeschoß an.
Den Boden haben wir freigelegt, so daß man in der Unterkonstruktion der Decke Fermacell und Pliesterwerk vorgefunden haben.
Das Obergeschoß soll nun als Wohnung ausgebaut werden, so daß ein guter Trittschall gewährleistet sein soll.
Bisher war es so, daß wenn oben gelaufen wurde, enorme Geräusche waren, durch normales gehen.
Muß der Raum zwischen den Balken verfüllt werden, bzw. wie geht man hier vor.
Die Raumhöhe ist ca. 2,50 cm hoch und wir möchten gern den Boden miat Landhausdielen auslegen.

Um eine gute INfo wäre ich dankbar.

m.f. G. Klemi



Trittschallschutz mit Hanffilzstreifen unter schwimmendem Lagerholz



Deckenfüllung mit Lehm = Raumschallschutz.



Ob die Dielen schwimmend



verlegt werden dürfen muss ein Statiker klären. Häufig hat der Dielenbelag eine aussteifende Wirkung für das Gebäude. Dann muß eine Lage Dielen oder Holzwerkstoffplatte auf den Balken direkt befestigt werden.
@Klaus Schillberg
Ich vermute mal, dass der gezeigte Aufbau die erforderlichen luftschallschutz (min 54 dB) und den Trittschallschutz (max 53 dB) nicht erfüllt, oder liege ich da falsch? Gibt es Prüfzeugnisse? Außerdem gefällt es mir nicht, dass unter dem Dielenboden ein Hohlraum entsteht. Hier Fehlt die Dämpfung (Trommeleffekt).
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Und noch mal an Kelmi
Wieviele Wohneinheiten hat das Haus?
Handelt es sich um einen Massivbau oder einen Skelettbau (Fachwerk, o.ä.)?
Den vorhandenen Bodenaufbau bitte einmal etwas genauer angeben! Was bedeutet Fermacell und Plieserwerk? beides untereinander oder unterschiedlich in verschiedenen Räumen?



Landhausdielen,



d.h. abgesperrte (3Schicht) Dielen, können auf funktionstüchtigem Unterbau schwimmend verlegt werden, ohne Lagerhölzer etc.

Hohlräume könnten mit Isofloc etc. ausgeblasen werden.

Grüße

Thomas



Trittschallschutz bei Holzbalkendecke ist immer ein Problem



In Ihrem Fall würde ich Vorschlagen:

- Gefache voll ausfüllen mit Lehmhobelspandämmung oder
eine andere Trockenschüttung
- 24mm Spanplatte / 28mm Rauhspund
- 10mm Weichfaserplatte
- 18mm Trockenestrich (z.B.Brio18 18mm Gipsfaser
Estrichelement von Knauf)
bringt vorsichtig überschlagen ca. 45-50dB abhängig vom Achsabstand und Querschnitt der Balken.
Parkettbodenbelag auf 10mm Weichfaserplatte bringt ca.16dB



45-50 dB Luftschall



und Trittschall? Ich schätze so um die 62 dB oder?
Als Wohnungstrenndecke nicht ausreichend.



Stimmt Herr Heim



Um einen Trittschallschutz von 45dB zu erreichen müsste der Aufbau wie folgt sein

- 18mm Gipsfaser Trockenestrich von Knauf
- 10mm Weichfaserplatte
- 30mm Knauf Trockenschüttung PA
- Rieselschutz
- 24mm Spanplatte, geschraubt
- 180mm Balkenhöhe
- 160mm Hohlraumdämmung
- Freitragende Unterdecke mit Doppelprofil CW 75
(Abstand UK Balken OK Beplankung:
100mm)
- 25mm Fireboard

somit sollte dieser Aufbau mit Berücksichtigem Korrekturwert für flakierende Massivwände und Vorhaltemass ein Trittschallschutz von 45dB erreichen.
Dieser Aufbau wurde von Knauf gemessen.
Wird aber in diesem Fall vermutlich nicht anwendbar sein.
Ansonsten bleibt nur noch die Lösung mit Zementestrich oder gleichwertig, sofern es die Statik zulässt.



Fußbodensanierung Obergescho



Soll denn die Wohnung im Obergeschoß als eigene, abgeschlossene Wohneinheit gelten?

Georg





Hallo Herr Thele,

es ist schon nachvollziehbar. Jedoch haben wir ´keine Aufbauhöhe.
Nun wurde uns eine Lösung gestrickt, einen Zwischenboden zwischen den Trägerbalken zu konstruieren, und dann Hawaphone einzubringen. Ist uns aber zu teuer. Welches Matrerial wäre hier angebracht. Evtl. Rigips oder Gipskarton, statt Hawaphone, wo dann der Zwischenraum mit Klemmfilz ect. ausfefüllt werden soll, und dann die Landhausdielen schwimmend zu verlegen.

Wäre um eine kostengünstige Lösung dankbar. Das Obergeschoß dient nicht zur Vermietung, sondern wird von der eigenen Familie genutzt.

m.f. G. Klemi Hinckers