Trittschalldammung bei Balkendecke

13.09.2014



Nach Sanierung haben wir nun 12cm hohe Balken und obendrauf 12mm OSB. Wie können wir die 12 cm (lieber nur 10) am besten ausnutzen um zu Trittschall und Lärm zu dämmen? Muß obendrauf nochmal OSB?

Vielen Dank vorab!



Trittschall Lärm und 12mm OSB



Ich gehe mal davon aus, dass der Raum oberhalb der Balkenlage genutzt wird und Schall von unten nach oben genauso, wie Schall von oben nach unten gedämpft werden soll.

Schall von unten nach oben:
Es müsste geklärt werden, wie die Verkleidung der Decke aussehen soll - oder war mit den "lieber nur 10 mm" gemeint, dass die Balken sichtbar bleiben sollen und nur die Zwischenräume genutzt werden? Hier bitte noch mal genauer schreiben, was angedacht ist.

Schall von oben nach untern (besonders Trittschall)
Die Balkenlage braucht genug Eigengewicht, damit sie nicht zu stark in Schwingung gerät und sich damit Schall überträgt. 12cm ist nun nicht gerade ein ordentlicher Deckenbalken - wie weit ist da der Abstand zur Auflage? Ich frage mich, wieweit so ein Balken noch weiteres Gewicht verträgt.

12mm OSB taugt nicht als Trockenestrichplatte und erst recht nicht als tragende Verlegeplatte auf einer Balkendecke. Die Abstände der Balken sind uns jetzt noch nicht bekannt - aber unter 22er OSB würde ich auf keinen Fall gehen.
Hier fehlen dann noch die Angaben, welcher Belag am Schluss gewünscht ist.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Trittschall Lärm und 12mm OSB



Ja, oben und unten ist Wohnraum
Genau, Balken sollen sichtbar sein
Länge ist 3,50mtr, Breite 16cm, Lichte Weite 50-55 cm
Obendrauf soll Laminat.
Grüße
Thomas



Statik prüfen lassen



12er Balken bei 350er Auflagenweite (auch bei 16er Breite) erscheinen mir etwas gewagt für einen darüber liegenden Wohnraum. Das sollte ein Fachmann abnicken und feststellen, was Ihr da noch zusätzlich belasten könnt. Wurde diese Ausführung zur Nutzung des oberen Raumes als Wohnraum so genehmigt?

Schallschutz von unten nach oben:
Wenn das überhaupt möglich (Gewicht) und nötig ist:
40er Holzflexplatten einlegen und mit Leiste am Balken sichern. Auf der Leiste mit Schattenut ein magnesitgebundene Heraklithplatte (Heraklith BM) befestigen.

Schallschutz von oben nach unten:
unbedingt 22er OSB oder stärker verwenden. Darauf Trittschallabkopplung und entsprechend schallabsorbierendes Laminat (keine Billiglösung). Alternativ: Kork oder Linoparkett.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Da...



stimmt Einiges nicht:

Aus dem Bauch heraus sind die Balken zu schwach (Wieso 12cm hoch und 16cm breit - hat da wer die Balken falsch gelegt???) und die 12mm OSB - Platte völlig unterdimensioniert. Die baucht ja schon ohne Last.

Hier ist es sinnlos über Aufbauvorschläge nachzudenken. Die Tragfähigkeit der Konstruktion scheint mir nicht gegeben.

Grüße

Thomas



Trittschalldammung bei Balkendecke



Hallo,
zum Glück nur aus dem Bauch heraus....Lt. http://www.eurocode-statik-online.de/flaeche.php ist das alles ok. Die Balken wurden aufgrund der geringen Raumhöhe(n) bewußt so gelegt. Bis jetzt baucht da nichts, auch wenn viel Last auf der OSB steht. Die Stöße sind natürlich auf den Balken.
Gruß



Je nach Wetterwunsch...



finden sich auch Vorhersagen im Netz, für jeden Geschmack.

Zunächst ist Ihnen möglicherweise nicht klar, daß ein Balken 12x16 völlig anders trägt, als ein Balken 16x12?

Obwohl ich den Wert solcher Programme bezweifle, habe ich 'mal Daten da eingegeben:
Fixlast (geschätzt und eher niedrig angesetzt) 80kg
Verkehrslast 200kg
Schneelast 0
Holzqualität C16
NKL1
Trägerlänge 3,50m
geplante Trägerbreite 16cm
geplante Trägerhöhe 12cm

Das Ganze fällt erwartunggemäß durch. Als Mindestmaße werden h 17cm und B 8,5cm angegeben. Wenn Sie das mit H 16 B12 rechnen, ist es auch im grünen Bereich.

Also schmeißen Sie bitte die unterirdisch dünne OSB-Platte 'raus und drehen Sie die Balken auf hochkant, dann passt es schon eher.

Weiterbau von unten: 22mm OSB, 40mm Holzweichfaser Gutex Thermosafe mit integrierten Lagerhölzern, 22mm OSB + Trittschalldämmung und Laminat (oder 22mm Dielung, das wäre dann schon der Gesamtaufbau).

Grüße

Thomas



Nun gut...



… man muss nicht unbedingt 10 Semester Bau-Ing. studiert haben oder auch eine entsprechende Fachausbildung, plus Berufserfahrung hinter sich haben, um zu wissen, was man da für irgendwelche Zahlen in irgendwelche Formulare tippt, trotzdem ist das durchaus hilfreich hier und da.
...Auch um zu wissen, was dann „hinten“ rauskommt...
Ich wünsche definitiv keinen „Hals- und Beinbruch“, also wörtlich jetzt...