Trittschalldämmung bei alten Holzdecken

04.05.2008



Hallo!
Meine Frage: Ist es technisch möglich,eine funktionierende Trittschalldämmung an die Decke zu montieren? Die Deckenoberseite kann aus baulichen Gründen(zusätzliche Höhen)
nicht verändert werden. Der darunter liegende Raum(mit Decke)
kann noch angepasst werden.
MfG Franz Summerauer



Eine Trittschalldämmung



kann nur erreicht werden, indem der begangene Fussboden allseitig "weich" vom Rest des Gebäudes getrennt wird. Eine unterseitig angebrachte Konstrukton kann lediglich die Übertragung des Luftschalls reduzieren. Der beim Trittschall entstehende Körperschall wird davon nicht berührt. Dahingehend wird die Verbesserung der Schalldämmung recht geringfügig sein.
MfG
dasMaurer
PS: Ein Teppichbelag bringt da schon eine Menge.



Trittschalldämmung



Hallo Herr Summerauer,

vielleicht schauen Sie mal unter www.duofor.de,
wir bieten ein neues Produkt zu Trittschalldämmung an, welches sehr gute Dämmwerte hat und leicht zu Verarbeiten ist.

Bei Fragen srtehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung, Tel.: 030 - 351 375 48/49



Ich schließe mich



Ulrich Warnecke an. Es macht Sinn Gewicht in die Decke einzubauen, wenn die Decke stark genug ist. Ebenfalls macht es sinn, dass die Dielen nicht hohl liegen, damit kein Trommeleffekt entsteht. Durch eine abgehängte Decke kann man die Situation auch etwas verbesseren, wenn diese Decke keine Verbindungen zu den umfassenden Bauteilen hat. Der Schallweg über die Wände kann damit aber nicht unterbunden werden, lediglich der Direkte Weg über die Deckenkonstruktion an die Luft des unteren Raumes wird etwas entschärft.
Da auf den Dielen kein Aufbau möglich ist erübrigt sich eine Diskussion über das duofor-Produkt.



Verbesserung mit nahezu gleicher baulicher Höhe möglich



Wenn Sie sich die Mühe machen wollen die Dielung auszubauen, empfehle ich Ihnen, elastische Trennstreifen auf die Deckenbalken aufzubringen, um die Dielung von den tragenden Holzbalken zu entkoppeln. Das Fraunhofer Institut für Bauphysik hat mit Trennstreifen von 12 mm Höhe in Versuchen den Norm-Trittschallpegel oberhalb von 125 Hz um durchschnittlich 20 dB reduzieren können.

Ist die Decke erstmal geöffnet, können Sie dann noch mehr Masse in den Fehlboden einbringen sowie die wieder einzubauende Dielung an den Wänden mit Dämmstreifen entkoppeln. Eine entkoppelte, abgehängte Deckenkonstruktion bringt bei sorgfältiger Ausführung mit Mineralwolleauflage zusätzlich noch eine Verbesserung von 4-8 dB (siehe Fachbeiträge zum 4. Holzbauforum).

Soviel zur Theorie. Die praktische Umsetzung birgt sicher noch mehrere Detailfragen, zu denen sich hier im Forum die fachlich versierten Ausführenden wohl noch äußern können.

MfG
Boris-A. Blenn