Eichediele geklammert auf Trittschalldämmung

03.04.2012



Hallo,

einen Glückwunsch erst einmal an das gesamte Forum. Ich bin hier sehr oft unterwegs, da ich die letzten Jahre damit verbringe unser Fachwerkhaus zu renovieren. Da dabei nahezu ausschliesslich ökologische Baustoffe verwendet wurden und auch noch werden, haben wir uns nun in der Küche für gebürstete 22mm Eichendielen von Feelwood entschieden. Nun zu meiner eigentlichen Anfrage:
Derzeit sieht der Bodenaufbau in der Küche noch wie folgt aus (von oben nach unten)... PVC verklebt auf 22mm Spanplatten, die auf 5mm Trittschall schwimmend verlegt wurden. Darunter kommt dann ein Gemisch aus Bituperl o.ä. und Sand. Die Deckenbalken und ursprünglichen Lagerhölzer sind somit in dem Gemisch "versteckt". Außerdem scheint es unter der Spanplatte und der Trittschalldämmung eine regelrechte Wanne zu geben. Soll heißen, dass wenn ich nun alles rausreißen würde, ich mitten sicherlich 5-8cm Füllmaterial haben, welches bis zum Rand auf 0 ausläuft.
Meine Idee wäre nun, die Spanplatte auf jeden Fall rauszunehmen und auf der 5mm Trittschalldämmung aufzubauen. Beispiel mit einem Kokosvlies und dann die Eichediele im Klammerverfahren "schwimmend" verlegen.

Kann so etwas gut gehen? Ich scheue nicht vor dem Rückbau des gesamten Fussbodens aber darunter befindet sich das Wohnzimmer der Schwiegereltern und deren mit Kalk verputzte Decke ist schon relativ in Mitleidenschaft gezogen worden. D.h. hier gibt es schon einige Risse und ich möchte den Boden und damit die Decke nicht unnötig "belasten".

Außerdem bin ich auf die maximale Aufbauhöhe angewiesen. Wenn ich die Spanplatte rausnehmen und durch Dielung ersetze wäre es von der Aufbauhöhe zumindest perfekt.

Vielen Dank für Eure Antworten und Vorschläge

Markus KNauf



Massives Holz...



...kann durch Klammern oder ähnliches Spielzeug nicht am Arbeiten gehindert werden. Der geklammerte Boden wird unruhiger bis klapprig liegen, verstärkt noch durch das Stoßen der Bretter über Hirn. Ich habe schon demontagereife Böden für viel Geld gesehen, die geklammert waren. Ich würde selbst dann kategorisch abraten, wenn Ihr einen perfekt nivellierten und tragfähigen Unterboden hättet. So aber legt Ihr die Bretter nahezu in den Dreck. Finger weg davon, das wird Pfusch auf hohem Preisniveau.

Besser: Trittschalldämmplatten raus. Auf den Deckenbalken mit passend (auch ggf. keilförmig) geschnittenen Leisten ausgleichen und dann eine 28mm-Diele raumlang auf die Balken verschrauben. Nur soviel Schüttung entfernen (falls dann überhaupt noch notwendig), daß die Dielen nicht auf der Schüttung aufliegen. Dadurch werden die Einschübe entlastet.

Grüße

Thomas



Durchbiegung und Risse an der Decke....



bei 5 - 8cm wäre es auch eine Überlegung wert, ob man die Balken nicht insgesamt ertüchtigen sollte. Dadurch reduziert sich der Balkenabstand.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Moin Markus,



bevor du nicht weisst, was du tatsächlich hast, wird's schwierig so aus der Ferne zu entscheiden.

Also vielleicht erstmal "buddeln", an einigen Stellen die Einschübe und Deckenbalken kontrollieren und das Tatsächliche Gefälle von Raumecke/-mitte rausmessen.

Um eine brauchbare Trittschalldämmung zu erzielen, kenne ich bisher 2 Aufbaumöglichkeiten über dem Blindboden:

- Trockenestrich incl. Trittschall (30mm) + Landhausdiele/Parkett (14mm)

- HWP mit hängenden Latten (40mm) + Diele (22mm)

An die entstehende Stufe zum Treppenhaus gewöhnt man sich...

Gruss, Boris