Trittschalldämmung bei altem Dielenboden

29.12.2020 Ross


Hallo zusammen,

wir sanieren momentan unser EFH von 1914. Massivbauweise, kein Fachwerk.

Im Haus befindet sich ein original Dielenboden, den wir erhalten möchten. Zur Trittschalldämmung und Entkopplung der Holzbalkendecke von den Dielen habe ich viel recherchiert und verschiedene Ansätze gefunden.

Gefühlt habe ich auch hier im Forum jeden Thread zu diesem Thema mehr als 2 Mal gelesen. Da ich noch offene Fragen habe, daher nun mein eigener hierzu.

Es leuchtet ein: wenn ich den Dielenboden behalten und etwas gegen Trittschall tun möchte, muss der Boden erstmal aufgenommen werden. Aber was dann?

Das Aufnehmen der Dielen ist bereits im Gange. Die Dielen sind hierbei nicht nur mit 2 Nägeln mit den Holzbalken, sondern auch, über je einen Nagel pro Gefache, miteinander verbunden. Eine ganz schöne Fummelei die Dielen möglichst unfallfrei rauszubekommen...
(weiß jemand warum auch die Dielen miteinander vernagelt wurden?)

Lichtes Maß der Gefache beträgt zwischen 45 und 50 cm. Die Schüttung (Schlacke) verbleibt im Gefache und wird nicht ersetzt. Die Dielen (Nadelholz, vermutlich Fichte) haben eine Breite von ca. 14,5 cm und eine Stärke von ca. 2,5 cm. Es geht um 3 Wohnräume von je 11 bis 20 m², die nicht miteinander verbunden sind. Die Dielen werden später noch geschliffen und geölt.

Der aktuelle Plan ist eine schwimmende Verlegung des Dielenbodens:
* Streifen aus Filz, Kork, Hanf, etc. zwischen Holzbalken und Dielen platzieren
* in die Mitte eines Gefaches wird, parallel zu den Holzbalken, eine Holzeiste gelegt. Diese dient nur dazu mit den Dielen verschraubt zu werden. Die Dielen liegen auf den Holzbalken auf, die Leiste dient nur der Fixierung.
* ich habe immer wieder davon gelesen, dass der Dielenboden auch eine statische Funktion im Haus übernehmen kann. So wie ich es verstanden habe, vor allem in Fachwerkhäusern. Das ist bei uns nicht der Fall, dennoch würde ich in jedes Gefache alle 2 Meter zwischen die Holzbalken einen Wechsel einsetzen. Zwischen Wechsel und Leiste gibt es keine Berührung, dazwischen befindet sich Schlacke.

Hierzu nun folgende Fragen:
1. Dämmstreifen
1.1 Der neue Boden soll möglichst wenig aufbauen. Der Aufbau durch die Dämmstreifen soll ca. 0,5 bis maximal 1 cm sein. Welches Material kommt für die Streifen am ehesten in Frage?
1.2 Welchen Anbieter könnt ihr empfehlen?
1.3 Wie werden die Streifen an den Holzbalken befestigt? Geklammert / getackert?
2. Nivellierung der Balken - die Holzbalken sind nicht alle auf einer Höhe. Die aktuellen Nivellierungshölzchen (?) zwischen Dielenboden und Holzbalken müssen ja entfernt werden bevor die Dämmstreifen angebracht werden. Wie kann nun der Höhenausgleich sichergestellt werden? Wie es aktuell scheint ist der Höhenunterschied ca. 1 bis 2 cm.
3. Leisten
3.1 Ist eine Abmessung der Leisten von 4 x 1,8 cm ausreichend? 4 in der Breite, 1,8 cm in der Höhe.
3.2 Die Räume sind länger als die Leisten. Wie können die Leisten einfach miteinander verbunden werden? Über ein seitliches Verbindungsblech, das schmaler als die Leiste hoch ist, Abmessung z.B. 5 x 1,5 cm?
3.3 welche Verschraubung zur Befestigung zweier Leisten miteinander ist ausreichend?
4. Wechsel zwischen Holzbalken
4.1 Ist eine Abmessung von 5,8 x 3,8 cm ausreichend? 5,8 in der Länge, 3,8 in der Höhe.
4.2 Ist eine Befestigung der Wechsel mit den Holzbalken über 2 Winkelverbinder (40 x 40 x 40 mm, Stahl) je Seite des Wechsels ausreichend?
4.3 Welche Schrauben eignen sich zur Befestigung?

Besten Dank für eure Unterstützung.



Trittschalldämmung



Deine Überlegungen sind soweit erstmal richtig. Handelt es sich um den Fußboden des 1.OG , wieviel Geschosse hat das Haus ? Gibt es Maueranker, also Flacheisen, die seitlich am Balken angenagelt sind und durch das Mauerwerk führen ? Ehrlich gesagt habe ich die Erfordernis einer statischen Scheibe noch nicht so richtig begriffen und vielleicht kann das ja mal einer der Architekten oder Bauingenieure nochmal hier erläutern.
Die Vermessung der Balkenlage sollte genau erfolgen und nicht nur geschätzt werden. Dabei ist auch zu ermitteln, inwieweit die Gefälle in alle Richtungen verlaufen. Ein moderates Abfallen des Bodens gleichmäßig in eine Richtung wäre m.E. zu tolerieren, auf welche Länge schätzt Du den angegebenen Höhenunterschied ?
Dämmstreifen: Holzfaser gibt es von verschiedenen Herstellern, einfach mal googeln. Ich habe sie nur mit dünnen Stiften fixiert.
Mittige Leisten: Ich halte Deine Maße für zu klein, ich würde mind. 50x30 nehmen. Die Leisten müssen untereinander nicht verbunden werden.



Trittschalldämmung



Hallo pope,

ja, Boden ist im 1. OG. Das Haus hat 2 Obergeschosse plus Spitzboden.

"Gibt es Maueranker, also Flacheisen, die seitlich am Balken angenagelt sind und durch das Mauerwerk führen ?"
Ich glaube nicht. Checke ich morgen, wenn ich wieder vor Ort bin. Wofür ist das relevant?

"auf welche Länge schätzt Du den angegebenen Höhenunterschied ?"
Habe bislang 3 Balken miteinander verglichen und hier war es 1 cm. Morgen vermesse ich den gesamten Raum.

"Dämmstreifen: Holzfaser gibt es von verschiedenen Herstellern, einfach mal googeln. "
Hast Du auch Streifen auf die Balken gelegt oder vollflächig Platten verlegt? Ich finde zu Holzfaserdämmung nur Platten, keine Streifen. Aber wie es scheint, kann man die Platten mit einer Stichsäge einfach zurechtsägen.
Was für Stifte zur Fixierung meinst du?



Trittschalldämmung aus Holzfaser



"STEICO underfloor 0,79 x 0,59 m (7 mm)" gefällt mir gut. Hat jemand mit STEICO underfloor bereits Erfahrung gesammelt?

Auch habe ich einfach mal auf Baumarkt Seiten geguckt, und "LOGOCLIC Faserdämmplatte Eco Wood" (aus Holzfasern) gefunden. Ist das eine denkbare Alternative?



Trittschall



die Streifen wird es natürlich nicht fertig geben, die mußt Du schon zuschneiden. Es geht gut auf einer Tischkreissäge mit Parallelanschlag. Beide von Dir gefundene Produkte kannst Du meines Wissens nach nehmen, wobei ich die Steico bevorzugen würde.
Der Maueranker diente wohl dazu die Traufwände vor dem Ausknicken bei Lasteintrag zu schützen. Aber wie gesagt, ich bin kein Statikfachmann ( das bezog sich auf die Geschichte mit der statischen Scheibe)
Mit Stiften meine ich dünnere Nägel bzw. Leistenstifte ( Nägel ohne Kopf). Aber man wird die auch mit Druckluftklammern befestigen können.



Trittschalldämmung



Versprecht Euch nicht zu viel von der akustischen Entkopplung der Dielen. Wir hatten das auch geplant aber nach dem ersten Zimer wieder verworfen, weil der Unterschied marginal war. Eine gut funktionierende Trittschalldämung erfordert mehr, als nur die Dielen zu entkoppeln. Es muss ein großer Masseunterschied zwischen Boden und Unterbau vorhanden sein. Meiner Erfahrung nach ist Schlacke im Fehlboden einfach zu leicht, um für eine ausreichende Vorspannung zu sorgen. Auch sind Schüttungen wie Schlacke oder Blähton sehr luftig und damit schalldurchlässig.

Die Dielenstärke von nur 25mm birgt einen weiteren Nachteil, zumal es nach dem Schleifen wohl noch etwas weniger sein wird: Die Dielen sind sehr flexibel, wenn sie nicht fest auf die Balken genagelt sind. Das Entkopplungsmaterial (in unserem Fall 10mm Filz) erlaubt dem Boden noch einmal mehr, sich an belasteten Stellen durchzudrücken. An den Sockelleisten sieht man bei uns in dem Zimmer recht deutlich, dass der Boden stellenweise locker 4-5mm nachgibt.

In unserem Fall hätte das bedeutet: Statiker beauftragen, der uns berechnet, wie viel Masse wir in den Fehlboden einbringen können, um die Decke stärker vorzuspannen, dann die Schüttung gegen geglühten Sand oder etwas anderes auszutauschen, das entsprechend Masse einbringt und weniger schalldurchlässig ist und zuletzt die alten Dielen gegen stärkere austauschen. Da wir das Haus nur zu zweit bewohnen, war uns das der Aufwand nicht wert und wir haben es bei dem einen Zimmer belassen.

Der Unterschied ist eigentlich nur bei Geräuschen von harten Gegenständen wie Damenschuhen mit Absätzen wahrnehmbar. Diese hellen Schlaggeräusche werden in der Tat gedämpft, doch da man auf Weichholzdielen eigentlich eh nicht mit Pfennigabsätzen herumtrampeln sollte, war das nicht wirklich relevant. Dumpfere Trittgeräusche, wie sie beim gehen mit Hausschuhen oder auf Socken entstehen, kamen quasi ungemindert durch.

Viele Grüße
Tilman



Hanfmatten als Trittschalldämmung



Hanf ist wesentlich robuster als Holzweichfaserplatten/-matten.
Von Hanfaser Uckermark gibt es ein "Akustikvlies" speziell zur Trittschalldämmnug/Entkopplung, auch als Streifen: https://www.hanffaser.de/uckermark/index.php/produkte/trittschall-entkopplung

Wenn die Dielen ausgebaut sind, wäre eine Möglichkeit den Boden stabiler/tragfähiger zu machen, indem man auf die Trittschalldämmung (die nur auf den Deckenbalken liegt) zuerst eine Lage OSB-Platten volflächig auslegt, diese dabei miteinander zu einer großen Scheibe verleimt und darauf dann die alten, zu dünnen Dielen schraubt/nagelt.
Um dabei das Ganze nicht wieder auf die Deckenbalken zu nageln, sollte man auf den OSB-Platten die Lage der Deckenbalken markieren und nur im Bereich der Gefache fixieren.
Wobei schrauben besser ist, weil Nägel lockern sich im Laufe der Zeit, der Boden, bzw. einzelne Bretter fangen an beim Drüberlaufen zu "knarzen".
So kann die gesamte Scheibe auf den Deckenbalken "schwimmen", die Dielen sind aber trotzdem fest verlegt.
Allerdings wird der Aufbau dann um die Stärke der OSB-Platte höher.

Gruß,
KHH



Deckenaufbau und Schalldämmung



Ob eine Trittschalldämmung einen genügenden Effekt hat hängt auch von der Ausführung der Türen, Wände, Treppen etc ab.
Wenn diese den Schalldurchgang ermöglichen bringt auch die Bodendämmung keine wesentliche Verbesserung.

Du solltest zumindest den Hohlraum unter den Dielen komplett ausfüllen, um den Resonanzboden/Trommeleffekte zu eliminieren.

Je nach Hohlraum dazu Zellulose, Hanf, weiche Holzfaserdämmplatten etc leicht überhöht verwenden, um engen Kontakt zu gewährleisten.
Zellulose könnte auch nach Entfernung einzelner Dielen im Abstand von ca 1,5 bis 2 m- je nach Höhe des Hohlraums eingeblasen werden. Der Rest der Dielen könnte verbleiben.

Falls Masse benötigt wird vor der Dämmung eine Lage trockenen Sand einbringen-
Ggf Belastungsfähigkeit der Deckenbalken überprüfen, besonders bei dickeren Schichten.

Zuerst, soweit überhaupt notwendig, die Deckenbalken nivellieren, ggf ein paar mm abhobeln.

Holzfaserplatten sind nicht ausreichend dauerhaft als streifenförmige Trittschalldämmung- die sind als komplett flächige Auflage vorgesehen.

Besser Gummigranulatstreifen, latexierte Kokosfaserstreifen o.ä. für diesen Zweck zugelassene Materialien verwenden. Befestigung möglichst nur durch kleben, wenn überhaupt, da Nägel, Klammern etc bei Setzungen Schallbrücken darstellen können.

Wenn du Befestigungslatten für die Dielen neben den Balken verwenden willst diese dicht an den Dielen Verlegen und nicht in Feldmitte, da die Dielen bei flexibler Auflage möglichst nahe bei diesen gehalten werden sollen, um Verformungen in Grenzen zu halten.
Lattendimension der Befestigungshölzer wie Pope schrieb ab ca 30/50 oder auch 40/60 mm.
Stöße bei jedem Balkenfeld abwechselnd und dafür ca 40- 50 cm lange, ab 18 mm dicke Sperrholzstreifen in Lattenbreite unterschrauben, ggf zusätzlich verleimen.
Verpackungssperrholz ist am günstigsten, Multiplex ist stabiler. Metallstreifen sind nicht biegesteif, dazu müßten U- Profile verwendet werden.

Sollte es Metallverbinder, zB als Flacheisen oder Vierkantprofil, zwischen Balken und Mauerwerk geben diese nicht beseitigen- sie halten das Mauerwerk.



Vielen Dank für die neusten Kommentare!


Vielen Dank für die neusten Kommentare!

@Tilman, danke für Deinen Erfahrungsbericht. Habt ihr die Dielen an einer Leiste parallel zu den Holzbalken fixiert?

@Andreas Teich, nach kurzer Recherche scheinen Gummigranulatstreifen ja recht formstabil zu sein und im Vergleich zu anderen Materialien gute trittschalldämmende Eigenschaften zu haben. Gibt es Nachteile gegenüber anderen Materialien? Gibt es da besondere Hersteller oder reicht ein noname oder "Baumarkt" Produkt?
Die kann man vermutlich auch einfach auslegen, ohne verkleben oder?

"Wenn du Befestigungslatten für die Dielen neben den Balken verwenden willst..." Du meinst in Nähe der Holzbalken zu halten? Welchen Abstand hältst Du für sinnvoll?

Maueranker: ich habe nur Metallschellen zwischen Balken gefunden. Einmal am Kamin und einmal zum Flur hin. An der Außenwand habe ich solche Befestigungen nicht gesehen. Befinden sich möglicherweise tiefer in der Wand.

Höhenunterschied der Balken: ich habe mit dem Kreuzlinienlaser den Raum vermessen. Ja, vielleicht etwas zu detalliert, aber beim ersten Mal mache ich es lieber etwas zu genau ;-) Die Werte stellen den Höhenunterschied in cm bis OKF vom Flur dar. Messpunkte liegen ca. 55 cm auseinander. Balken "1,5" ist ein kleiner Balken, um den Kamin herum (Balken 1, Messpunkte 7 und 8).
Wie schaffe ich hier nun einen guten Ausgleich? Z.B. würde ich Gummigranulatstreifen verwenden, die vermutlich kaum nachgeben wie andere Materialien, wie komme ich auf ungefähr eine Höhe? Ich plane mit dem neuen Fußboden ca. 5 mm über OKF vom Flur zu landen.

Befestigungshölzer: ok, ich werde sie größer dimensionieren. Allerdings drohen sie dann mit den Wechseln zwischen den Holzbalken zu kollidieren, da die Gefache nur ca. 80 mm tief sind. Können die Wechsel ggf. kleiner sein oder sind die eh überflüssig?

Kann schwimmend verlegter Dielenboden (nach vorheriger Verschraubung an die Befestigungsleisten) eigentlich mit einer Bodenschleifmaschine geschliffen werden?



Nivellieren der Holzbalken



Ich habe hier gerade im Forum gelesen, dass ein User Holzleisten auf den Holzbalken befestigt hat und die so lange gehobelt hat, bis die Höhe gepasst hat. Dann käme einfach der Dämmstreifen drauf. Diese Lösung finde ich ziemlich charmant.

Spricht eurerseits etwas dagegen?



Deckenbalken nivellieren



Leisten befestigen und abhobeln ist möglich.
Du kannst dir aber auch neben den Balken befestigen, sodass die Oberkante die korrekte Höhe hat, dann seitlich am Balken entlang anzeichnen und den Überstand darunter abhobeln oder absägen..
Die Querhölzer sind unnötig.
Die Befestigungslatten möglichst dich an den Balken verlegen, aber so dass keine Berührung möglich ist.
Als Gummigranulat kann jedes formstabile verwendet werden-
nur sicherstellen, dass es nicht unangenehm riecht.



Trittschalldämmung



Selbstverständlich haben wir die Dielen durch parallel zu den Balken verlaufende Leisten verbunden. Wie sollte man sonst eine in sich stabile Fläche erreichen? Die Nachgiebigkeit ist in der Dielenstärke begründet. 25mm sind für Weichholz halt nicht viel. Fest auf den Balken verankert macht sich das nicht so bemerkbar, da in diesem Fall eine Zugspannung entgegen wirkt. Frei schwimmend fehlt diese.

Im Dachboden haben wir auch die Balken aufgedoppelt und gehobelt. Das ist einiges an Arbeit, ein seitliches Anflanschen von Leisten ist sicher deutlich einfacher. Auf der anderen Seite hast Du bei angeflanschten Leisten schmalere Auflageflächen. Das solltest Du bedenken.

Viele Grüße
Tilman



Trittschalldämmung



Super, danke. Ich werde es mal mit der Hobel-Variante versuchen. Da die Auflagefläche der Deckenbalken aktuell nicht immer gleich breit ist, ist nun die Frage wie breit die Leisten für die Nivellierung am besten sein sollen. Ist für einen verbesserten Trittschall eher eine schmale oder eher eine breite Auflagefläche günstig?

@Andreas Teich, Du meintest zudem in einem deiner vorherigen Posts, dass der Hohlraum unter den Dielen komplett ausgefüllt werden sollte, z.B. mit weichen Holzfaserdämmplatten. Kannst Du da welche empfehlen?



Schalldämmung bei Dielen



Das Fabrikat der Holzfaserdämmplatten ist dabei ziemlich egal, sofern siecweich genug sind, um sich etwas komprimieren zu lassen.

Du kannst auch Stopfhanf verwenden und den im Zuge der Dielenverlegung unterstopfen.



Trittschalldämmung



Als weiche Holzfaserdämmplatten habe ich jetzt nur die Steico flex 036 bzw 038 gefunden. Ist es das was du meinst?

Gibt es eine "ideale" Breite für die Auflagefläche der Nivellierungsleisten hins. Auflage bzw. Trittschall? Wäre eine Breite von 30 oder 40 mm ok?



" ...."ideale" Breite für die Auflagefläche.... "



Wenn wir Fußböden auf Balkendecken neu aufbauen verwenden wir einfach "normale" ca. 45 mm breite Bau-/Gerüstdielen, die wir auf die benötigte Breite aufschneiden und seitlich hochkant an die Balken schrauben. (um dabei gleich zu nivellieren, was viel einfach ist als Späne unterzulegen)
Beim Kauf der Dielen muss man darauf achten, dass sie so trocken als möglich sind, damit sie nach dem Einbau weniger schrumpfen und verdrehen. Also nicht gerade die allerbilligsten Sonderangebote ausm Baumarkt, die gestern noch als Bäume im Wald standen.... ;-)

Und,
ja, die Steico flex sind von Andreas gemeint.



Trittschalldämmung



Vielen Dank für eure Hilfe!

Hier meine Einkaufsliste zur Orientierung / Inspiration für andere User:
* Nivellierung, je nachdem wie viel aufgefüttert werden muss um (mit Diele und Dämmstreifen) OKF zu erreichen
** Unterkonstruktionslatte 200 x 4 x 1,8
** 2 x nebeneinander Flachleiste 240 x 1 x 1,9
* Steico Flex 40 mm (kommt ins Gefache zwischen die Balken wie von Andreas Teich beschrieben)
* Daemwool DFS Trittschall-Dämmfilz (kommt auf die nivellierten Holzbalken)
* Befestigungslatten
** Latte 200 x 5,8 x 3,8
** Latte 200 x 4 x 1,8 zur Befestigung der Stöße der dicken Latten

Die Nivellierungslatten befestige ich mit Holzleim an den Holzbalken. Da diese krumm und schief sind, fixiere ich die Latten / Leisten während der Trocknungszeit mit dünnen Schrauben. Anschließend, vor dem Hobeln, drehe ich die Schrauben wieder raus.

Ich habe angefangen den ersten Raum zu nivellieren. Der Anfang war etwas holprig, es klappt nun aber immer besser.



Ha



llo

Ich habe genau die selbe Situation.
Bis dato habe ich meine Balken seitlich aufgedoppelt und niviliert. Aktuell suche ich die passende Dämmung
Wie bis du mit dem Ergebnis zufrieden?
Die Steico flex WLS 038 scheint mir super geeignet für diesen Zweck. Ich habe theoretisch 180mm aufzufüllen. Wie hast du den Rest verfüllt? ausgeblasen o.ä?
Ich kann z.B. Sonorock 100mm für den selben Preis bekommen. als alternative zur Steico.
Ich bin hin und hergerissen. Ansich könnte man ja auch einen Klemmfilz nehmen. Ich weiß wirklich nicht was am besten geeignet ist.



@C.Janssen



Die Sonorock sind halt Mineralwolle, die Steico flex Holzwolle. Bei einer "abgesoffenen" Mineralwolle sind die Balken verrottet bis die wieder trocken ist, die Holzwolle trocknet genauso schnell wie die Balken. Eher noch schneller weil sie nicht so dicht ist, wie die Balken.
Davon abgesehen, bei der Verarbeitung der Steico flex juckts dich zum Feierabend nicht so wie bei der Mineralwolle. Ich würde auf jeden Fall die Steico flex vorziehen, selbst wenn sie etwas teurer wäre.
Andere Frage: Wenn du noch völlig unschlüssig bist, wäre eine Isofloc-Schüttung auch eine Option?
Damit kann man wirklich fugenlos dämmen.