Trittschall und Akustik verbessern - Holzdecke mit Altbauschüttung

12.02.2021 jugu

Trittschall und Akustik verbessern - Holzdecke mit Altbauschüttung

Hallo zusammen,

meine Name ist Jürgen und ich habe das tolle Forum hier bei einer Google Suche nach "Altbauschüttung" entdeckt. Wir sanieren gerade unser Haus in Bochum, welches Bj. 1956 ist (Anbau 1967). Es handelt sich um ein Zweifamilienhaus: Wohnung 1 ist im EG und hat 65 qm. Wohnung 2 ist im OG + DG und hat in Summe etwa 120 qm. Wir wollen nach abgeschlossener Sanierung in die obere Wohnung ziehen und die kleine Wohnung unten vermieten.

Im EG hört man nahezu alles was im OG passiert: Schritte, Stimmen, usw. Aus diesem Grund wollen wir die Akustik, den Schall/Trittschall und auch die Wärmedämmung stark verbessern - unseren zukünftigen Mietern zuliebe. Soll die Altbauschüttung (Lehm und Schutt) raus und etwas anderes rein, wie z.B. Dämmplatten? Habe gehört dass dann die Masse fehlen kann, sodass es zu Schwingungen kommen kann.
Also stattdessen Altbauschüttung drinlassen und stattdessen die gebildeten Fugen zumachen, und noch etwas anderes reinschütten/legen?
Wir überlegen eine Fußbodenheizung zu verbauen - ist das bei einem solchen Holzdeckenboden überhaupt gut möglich? Zwei Heizungsbauer die da waren, trauen sich das nicht zu.

Über Tipps würde ich mich sehr freuen. Bisher konnte ich kein Unternehmen finden, welches sich gut mit solchen Altbau-Themen auskennt.

Viele Grüße
Jürgen



Zweites Bild


Zweites Bild

Bild 2



Drittes Bild


Drittes Bild

Bild 3:
Der Aufbau: Holzbalken, im Gefache Lehmschuttfüllung, darunter lose Holzlatten. Unter den Holzlatten ist eine Sauerkrautplatte. Darunter ist eine Rigipsdecke.

Der Bodenaufbau der vorher drauf war: Holzlatten, darauf altes Linoleum oder Teppich. Darauf eine 18 mm Spannholzplatte, darauf Laminat.



Holzdecke



die alte Schüttung sollte drin bleiben. Bei Raumschall sind die Nebenübertragungswege zu überprüfen, z.B. Rohrschächte, Spalten im Fußbodenaufbau.
Bbei uns wurden die Balken durch seitliches Anlaschen von 40mm starken trockenen Bohlen verstärkt und nivelliert, darauf dann OSB-Platten verschraubt und das Variotherm FBH-system verlegt, als Endbelag Eiche-Parkett. Mit dem Trittschall sind wir nicht so zufrieden, der Raumschallübertrag ist marginal.
Die Decke im EG scheint schon fertig zu sein? Da gibt es auch Abhängersysteme für eine Schallschutzdecke. Die Wärmedämmung ist zwischen 2 beheizten Wohneinheiten zu vernachlässigen, allerdings sind die örtlichen Brandschutzvorschriften zu beachten.



Decke mit Schallschutz



Du müßtest erst einmal alle Türöffnungen verschließen-
zB mit schweren Holzfaserdämmplatten- und anschließend die Schallübertragungung durch die Decke beurteilen.
Schlitze im Boden verschließen, ggf Rieselschutzpapier unterlegen, bis Oberkante Balken mit trockenem Sand auffüllen. Evt ganz oben eine dünne Lage flexible Holzfaserdämmplatten auflegen um Hohlräume als Resonanzboden zu vermeiden.

Bei unseren Holzbalkendecken im vermieteten Gebäude habe ich direkt unter die alte Decke 40 mm dicke, schwere Holzfaserdämmplatten zwischen 40 mm Holzlatten befestigt und darunter 10 mm Fermacellplatten geschraubt.
Das hat für völlig ausreichende Verhältnisse gesorgt.

Bei noch höheren Anforderungen Schallschutz-Abhänger verwenden-
siehe techn. Infos der Plattenhersteller.

Ohnehin Ebenheit des Bodens überprüfen- bei FB-Heizungen sind die Anforderungen höher als bei verschraubten Dielen.




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