Trittschall bei Einschüben

17.08.2016 vetmad



Was ist aus Gründen des Trittschallschutzes in einer alten Holzbalkendecke mit potentiell Tragfähigen Einschuben zu bevorzugen.
A) Die Einschübe tragend auszuführen in folgendem Aufbau:
-Einschub aus OSB/Brettern etc.
-Rieselschutz
-gebundene Schüttung aus Liapor (Blähton) mit Zement bis höhe Balken (ca. 6-10 cm)
-Holzweichfaserplatte Floor 220 von Schneider (Dichte 220 kg/m3) 40 mm
-Trockenestrichelement (Fermacell 20 mm oder Silencium gold 30 mm)
-Bodenbelag

oder

B)Einschübe nicht tragend in folgendem Aufbau:
-Einschub aus OSB/Brettern etc.
-Rieselschutz
-gebundene Schüttung aus Liapor (Blähton) mit Zement bis ca. 1 cm unter Höhe Balken (ca. 5-8 cm)
-OSB Platte in 22 mm Stärke
-Holzweichfaserplatte Floor 220 (Dichte 220 kg/m3) 40 mm
-Trockenestrichelement (Fermacell 20 mm oder Silencium gold 30 mm)
-Bodenbelag

NB: von unten ist die Decke über Lattung und Gipskarton abgehängt mit Glaswolle mehr oder weniger als Füllung. In diesem Bereich kann nichts verändert werden.



Masse - Feder - Masse



Um Trittschall zu dämmen, muss man Schwingungen dämpfen.

Das funktioniert am besten wenn der obere Estrichaufbau und die untere Decke genug Masse haben, und dazwischen eine dämpfende elastische Schicht (Feder) ist.

Statt der Holzweichfaser würde ich also eher geeignete Trittschallmatten aus Steinwolle ansehen. Beim Trockenestrich statt 20 lieber 25 mm.

Bei Fermacell gibt es Daten zu verschiedenen Aufbauten, und auch welche Trittschalldämmungen überhaupt mit dem Trockenestrich vereinbar sind.



Einschübe tragfähig?



Eigentlich sind Einschübe nur zur Masseaufnahme konzepiert gewesen.
Die Tragfähigkeit erfolgte über die Dielung auf den Deckenbalken.
Was ist bei Ihnen anders?
Bzw. warum?
Sind sie an Aufbauhöhen gebunden?
deckenfüllung stets in Masse und zur Minimierung Tritzzschall trittfeste Holzweichfaserpaltten.
Z. B. Doser
Das festeste was es derzeitig auf dem Markt dazu gibt.