Treppensanierung bei abgesägten Trittkanten

14.01.2007



Hallo,

in unserem Haus befindet sich diese zu DDR-Zeiten sanierte
Treppe (vermutlich in den 60ern).
Nachdem ich das Lenolium mit viel Muehe entfernt habe,
musste ich feststellen, dass man die Trittkante damals
abgesägt hat und eine neue Leiste dagegengenagelte.
Dann wurde eine Ausgleichsmasse aufgetragen und das Lenolium
verklebt.
Welche Methoden gibt es, das wieder halbwegs in
den Originalzustand zu bringen?

Meine Idee geht dahin, wieder eine Leiste gegenzusetzen
und dann ein Brett anstatt Lenolium zu verwendet. In
das Brett kann dann die Trittschiene eingelassen werden.
Kann ich dazu sperrholz verwenden, da es nicht so viel
auftraegt?
Wo bekomme ich Trittschienen?

siehe dazu auch meine Antworten mit weiteren Bildern.



Treppensanierung bei abgesägten Trittkanten (2. Bild)



Hier sieht man, wie die Treppe vor 40 Jahren
behandelt worden ist.
auf der unteren Stufe ist die Leiste schon weg, auf der
darueber ist sie noch vorhanden.



Treppensanierung bei abgesägten Trittkanten (3 Bild)



Drei Stufen der Eingangstreppe sind weitgehend
erhalten. Die Trittschienen aus Messing sind gut
zu erkennen.

In diesen Zustand wollte ich die anderen 17 Stufen auch
bringen. Gibt es heute noch Trittschienen aus Messing?

Viele Dank
gerald



Vorderkanten der Auftritte aufarbeiten,



sind immer ausführbar!
Sollte wieder ein Belag(Sisal/Linoleum) wieder aufgebracht werden, wäre eine Leistenaufnagelung evtl. durchführbar.
Bei sichtbaren Auftritten ist eine Übefälzung des Auftrittes mit der neuen Profilkante aber vorzuziehen!Zwecks Auge und der Haltbarkeit!
Auftrittsschienen in Messing sind heut auch noch zu bekommen:-)Zu beziehen über den Großhandel...



trittfestigkeit von sperrholz



Als Belag wollte ich 8-10mm Sperrholz nehmen in das
die Trittschiene eingelassen wird.

Wie trittfest ist sperrholz. bei den heutigen schuhen
sollte das doch einige zeit halten.

Ueber welchen Grosshandel bekomme ich die Schienen?

danke fuer die antwort

gerald



Wenn...



...auf die Stufen wirklich Sperrholz soll, und die Treppe nicht nur durch Ergänzen der Vorderkanten überarbeitet werden soll (meine Empfehlung, zzgl. Farben entfernen und mehrfach ölen), gibt es auch eine optisch ansprechende Lösung aus 2 fertgparkettartigen Teilen, die winklig zueinander auf die Stufe geklebt werden und damit Vorderkante und Trittstufe verkleiden. Der Höhenausgleich wird durch den aufschäumenden Kleber auf PU-Basis übernommen. Nicht das ich PU-Kleber sonderlich mag, funtionieren tut es aber offenbar.

Geölte Stufen sind weniger glatt als lackierte; vielleicht kommst Du dann ohne Trittschienen hin? Ich fand die Dinger eher hässlich.

Ein Anbieter für solche Teile wäre: r-system Treppenrenovierungselemente.

Grüße

Thomas



r-system



danke fuer den tip.
ich habe mir das angesehen
http://www.r-systeme.de/Echtholz/echtholz.html
wahrscheinlich sprengt das ganze den finanziellen rahmen.
Problematisch scheint auch, dass es nur breiten bis 150mm
gibt (anderes auch anfrage), da die letzten Stufen
gewendelt sind, brauch ich da mehr als 150.

Ich wollte die bretter auch oelen, da ich die anderen dielen
auch geoelt habe.
Morgen gehe ich zu unserem Restaurator und zeige eine
von den alten trittschienen. Die neumodischen Trittschienen
mag ich allerdings auch nicht.

Vielleicht mache ich mal mit einer Stufe einen Versuch.

gerald



Hallo Gerald,



die Breite von 150mm bezieht sich auf die Stellstufen, die Trittstufen gibt es in 330, 500, 690 mm Tiefe.

Geölt ist natürlich schöner. Das Sytem ist auch nicht so originell, daß nicht auch ein Tischler vor Ort aus 16 oder 20mm starkem Massivholz ähnliches fertigbringt.

Vielleicht arbeitest Du ja doch die alte Oberfläche auf? Wenn die vorderen Trittkanten gut ergänzt werden, ist der Rest doch mit Schleifen und ölen aufarbeitbar, oder?

Grüße

Thomas



komplett aufarbeiten



Moin Thomas,

meine erste und liebste Idee ist, alles komplett aufzuarbeiten und
einzuölen. ich habe das schon mit 120 m² Dielung gemacht.
Bei der Treppe ist die Ölfarbe (Made in GDR) so fest
drauf, dass nach dem abbrennen mit der Heissluft noch
soviel Zeug drauf ist. Mit der Schleifmaschine habe ich
es auch schon versucht, aber nach drei Stufen habe ich ersteinmal aufgegeben. Man kommt so schlecht in die Ecken
und richtig sauber wird es auch nicht.

Welchen Schleifer wuerdest du empfehlen?



Trotzdem erst Heißluft,



vielleicht etwas wärmer als vorher? Ich arbeite mit Heißluftgebläsen von Steinel, die sind stufenlos regelbar.

In die Ecken kommt man ganz gut mit einem Deltaschleifer. Grundsätzlich immer mit Absaugung - der Schliff wird sauberer und die Standzeit des Schleifpapiers besser.

Grüße

Thomas