Dachdämmung ergänzen im Treppenhaus




Hallo zusammen,
ich habe einen Dachaufbau im Treppenhaus der aus 12cm Holzbalken besteht, die Zwischenräume sind mit Strohlehm gefüllt. Zum Treppenhaus hin sind dann 2cm Latten aufgenagelt im 2cm Abstand und dann Verputzt mit? (Kalk, Kalkzement, nicht sehr bindungsstark aber innen glatt, von 1932). Nun möchte ich eine zusätzliche Dämmung innen aufbringen, man hat mir beinem Bekannten gesagt, nimm am besten Holzfaserplatten, so 6cm, die dann innen Verputzen mit Lehmputz und du kannst die positiven Eigenschaften deines Dachaufbaus in Sachen Klima behalten, Dampfbremse etc. nicht nötig, die Holzfaserplatte passt sich super ins bestehende System ein.
Dies hat mir auf Anhieb eingeläuchtet, klang viel besser als Folien und sonstiges und ist im preislichen Rahmen. Ein Händler sagte dann, dass man dies erst berechnen müsse, er aber erst Mitte Januar wieder da ist. Bei u-wert.net ist auch eine Berechnung online, ich also los und da kommen nur rote Balken raus, der Taupunkt scheint direkt am Übergang Verutz/ Holzfaserplatte zu liegen.
Frage nun, der Lehm ist zur Dachhaut hin offen (Bieberschwanz Ziegel), ist das kritisch bei dem Baustoff, oder ist genau das der Vorteil von Lehm, das dies in diesem Fall keine Rolle spielt? Ich habe keinen Bedarf, dass mir die Balken durchfaulen oder sonstige Bauschäden auftreten. Laut der Berechnung würde der K Wert von 2,02W/m²K auf 0,55W/m²K sinken, das sind fast 3/4 der Energie, die man da einsparen könnte und im Treppenhaus ziehts immer, deshalb soll die Maßnahme sein.

Danke schon mal.

Rudolf



Aus dem Bauch heraus...



...sehe ich das Vorhaben grundsätzlich unkritisch (NICHT nachgerechnet). Die Schwächen einer Feuchteberechnung mit statischen Parametern ala z.B. u-wert.net sind hinreichend bekannt. Insbesondere sollten die Randparameter mal gecheckt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass 20° und 50% rel. Feuchte im Treppenhaus realistische Annahmen sind.

Wenn das Treppenhaus nur eingeschränkt geheizt wird relativiert sich logischerweise die Energieeinsparung. Weiter bleibt festzustellen, dass Zugerscheinungen eher etwas mit Undichtigkeiten in der Raumhülle als mit ungenügender Wärmedämmung zu tun haben; in einer verschlossen Tupperdose zieht es schließlich auch nicht.

MfG,
sh