Neue Treppe nur mit Bienenwachs behandeln?




Und noch einmal Hallo!
Mir ist gerad enoch etwas eingefallen: Wir kriegen demnächst die neue Treppe geliefert (Buche natur). Eigentlich wollte ich sie genauso wie die Dielenböden seifen, aber bei den Geländerstäben wird das wohl eine Strafarbeit...
Hat jemand von Euch Erfahrungen, die Treppe nur mit Bienenwachs oder etwas anderem Natürlichem zu behandeln? Ich mache mir nicht die Arbeit, Böden zu seifen, über 7 Tonnen Lehmputz zu verarbeiten, usw. um dann die Holztreppe mit Acryl zu versiegeln.

Danke schon mal im Voraus!



Moin Holger!



ich bin gerade ein wenig überfordert, aber ich kann ja auch nicht alles wissen. Warum Seifen? Neu! Ich Seife eigentlich zum Reinigen mit Olivenölseife. Aber zum Versiegeln? Nimm doch Hartwachsöl.

Gruß Ronny



Das wahllose Experimentieren...



...mit dem bunten Biobaukasten kann auch die schönste Treppe verderben. Ob Sie mit Ihren geseiften Böden auf Dauer zufrieden sein werden? Ich wünsche es Ihnen natürlich. Für die Treppe fällt das Verfahren jedenfalls flach.

Wachse aller Art sind Schmutzbinder und dringen kaum in das Holz ein, so daß die Schutzfunktion gering ist. Das gilt, mit Abstrichen, auch für Wachsöle.

Das Mittel der Wahl wäre tatsächlich ein Hartöl in für Holzböden tauglicher Konsistenz. Ich empfehle dazu ein wachsfreies und harzarmes "Parkett- und Fußbodenöl" von "Natural" und informiere Sie bei Interesse gern näher (Anwendung, Sicherheitsdatenblatt, Preise). Das Öl ist ein Naturprudukt, spielzeugtauglich.

Grüße

Thomas



@ thomas



interessiert mich jetzt auch! beim seifen geht es ja auch darum, das Holz nicht anzufeuern. wie kann man das mit öl erreichen (ohne pigmente)?
danke für alternative vorschläge, und viele grüße,
carmen



An und für sich...



geht es beim Seifen nicht primär um anfeuern oder nicht anfeuern. Historisch gesehen ist es nichts als ein Reinigungsverfahren für rohe Böden. Ästhetische Erwägungen standen jedenfalls ursprünglich nicht dahinter. Nun hat sich mancher die recht monochrom hellgrauen geseiften Böden (die ich als historischen Bestand natürlich schätze) schöngeguckt.

Ich persönlich finde, das das Anfeuern eine herausragende und wunderschöne Eigenschaft der Öle ist, weil sie die Eigenarten des Holzes hervorhebt. Gleichzeitig sind natürlich und pigmentfrei geölte Böden in Sachen Werthaltigkeit unerreicht (preiswerteste Pflege über die Jahre, kein Schleifen).

Es gibt Öle, die weniger anfeuern, wie z.B. Mohnöl. Ich habe aber noch kein brauchbares und wachsfreies Bodenöl in diesem Segment gefunden.

Ferner ist der leicht weiß pigmentierte Ölauftrag möglich, ohne eine Schichtbildung zu erzielen. Auf rötlichen Hölzern sieht das aber möglicherweise nicht ganz so toll aus Probe machen).

Zum Ölen der Buche noch: Besonders wichtig ist bei dieser Holzart der gleichmäßige und zügige Ölauftrag. Buche saugt stark, und längere Zeit stehengebliebene Kleckse oder gar Dosenringe könnten sich markieren. Ich stelle meine Öldosen beim Auftrag immer auf ein kleines, unten sauberes Blechtablett.

Grüße

Thomas



Also die Treppe mit Bienenwachs zu behandeln,



funktioniert hervorragend. Dazu nehmen Sie ein gebrauchtes Bügeleisen und bügeln das Wachs sauber ein, aber das Bügeleisen nicht zu lange an einer Stelle lassen, ein Bügeleisenabdruck in der Treppe sieht nicht so Schmuck aus.
schwierig wird nur am Geländer ist aber mit viel Geduld und Spucke machbar. Nur nicht entmutigen lassen.
Seifen ist nicht so gut, das es beim feuchten wischen zu Seifenblasenbildung kommt und die Treppe schmierig wird :-))

Oder die einfachere und bessere Variante wäre Tripp Trapp Öl

Grüsse

Zollstock



Dann mal...



viel Spaß mit dem Bügeleisen an (ggf. ja gedehten) Geländerstäben.

Bienenwachs ist im übrigen zu weich für Holzböden, es wird immer mit Hartwachsen kombiniert.

Zudem gilt: Gewachse Flächen sind deutlich weniger wasserfest als geölte.

Grüße

Thomas



Nu Nu Meister



Das mit dem Bügeleisen ist in der Fläche kein Problem und für die gedrehten Holzteile nimmt man ein Lockeneisen, am besten eines, das man in offener Flamme erhitzt, eben so wie früher.
Ist allerdings etwas Pflegebedürftig grins :-))

Grüsse

Zollstock



Treppe wachsen



Ich bitte um Unterweisung, wie ich mit einem Lockenstab die Geländerstäbe heißwachse.
Wird der Lockenstab um das Geländer gewickelt?
Oder die Geländerstangen um den Lockenstab?
Oder die Geländerstangen über die offene Flamme?
Wie kriege ich dabei das heiße Wachs an das (hoffentlich heißen) Geländerstäbe


Viele Grüße



Bin auch gespannt ---



-- auf die Antwort vom " Gliedermaßstab " A.M.



ich sach immer: erst ölen, dann wachsen.



ist zwar etwas aus der Mode geraten aber auf Dauer gut.

Da kann man auch mal mit der rauhen Seite des Glitzischwamms den Dreck aus den Ecken rüpeln...das Möbel erstrahlt weiterhin in edelem Glanz.

Gruß...J.



Sie



müssen erst den Klöppel durch die Tasche ziehen und an der kleinen Kurbel ganz nach oben drehn und da erscheint dann so ein Pfeil und da drücken Sie dann drauf und schon geht die Bedienungsanleitung auf.
Noch fragen???
Ich würde trozdem Tripp Trappöl nehmen, das geht wesentlich schneller und einfacher.
Vorallem ist das besser für andere verständlich :-))

Grüsse

Zollstock



Was für ein Heimwerkerpfriem hier :-(



Im übrigen stinkt das bewusste Öl nach Verdünnung, ist keine Naturfarbe im engeren Sinne, keine Volldeklaration...

Dann doch besser ein Produkt heimischer Naturfarbenhersteller.

Grüße

Thomas



Kein Heimwerkerpfriem



sondern Tatsachen, tut mir Leid, wenn's Ihnen nicht mundet, aber ich glaube, der Fragesteller tut sich mit diesem öl Leichter. Aber ich kann mich auch irren, aber lassen wir das.



Lockeneisen, Bügeleisen,



eben so wie früher.

Es wirkt halt etwas lustig, wenn Frisöre aus dem Nähkistchen plaudern.

Welche Tatsachen? Da stand doch gar nichts. Nur Behauptungen.

Warum genau sollte der Fragesteller mit einem übelriechendem Produkt "von der Tankstelle" besser zurecht kommen, als mit einem Hartöl nach Naturfarbenstandard?

Des würde mich schon 'mal interessieren.

Grüße

Thomas



Danke für die vielen neuen Informationen...



Also, da die Geländerstäbe rechteckig sind, komme ich wohl besser mit einem Glätteisen weiter - ich glaube, dass meine besere Hälfte irgendwo noch eins hatte...
Aber jetzt mal wieder im Ernst: Also, ein Öl möchte ich eigentlich nicht nehmen, da dadurch das Holz dunkler und kräftiger wird. Deswegen war ich ich halt zu "Marseiller Seife" gewechselt - die bisherigen Erfahrungen waren auch okay (genaueres weiss ich, wenn der Dielenboden mal zwei Jahre Bewohnt wurde). Warum Seife für die Treppe rausfällt, hatte ich ja schon geschrieben. Und irgendwelche Produktzusätze aus Erdöl etc. möchte ich halt auch nicht. Bleibt eigentlich nur noch Wachs... Nur anscheinend gibt es da auch wieder Unterschiede mit "Vorwachs" und "Hauptwachs" (ich nenne das jetzt mal so) oder "Universal" Hat da jemand von Euch Erfahrungen oder noch ein anderes Produkt in seinem Wissensschatz?



Ich hab's hintangestellt,



weil ich auch Öl-Wachs-Gemische nicht sonderlich mag (Schichtbildung und Schmutzbindung durch Wachse):

Ein Produkt von Zweihorn (Projektöl NPO) behauptet von sich, kaum anfeuernd zu sein. Die haben es noch nicht hinbekommen, mir eine Probe zukommen zu lassen, desterwegen ich hier nur über das schreibe, was ich gelesen habe.

Eine vorherige Behandlung mit Wasserstoffperoxid (und feinstes Nachschleifen) macht's zusätzlich heller. Ich verstehe aber noch immer nicht, weshalb das Holz nicht wie Holz aussehen darf. Eine schnieke Betontreppe in Alltagsgrau wäre da vielleicht die bessere Wahl gewesen.

Grüße

Thomas



Lieber Holger73



Falls Sie ein bißchen mehr über Bienenwachs und seine Anwendungsmöglichkeiten lesen möchten, schauen Sie bitte in den Forumeintrag 93454 aus Juni 2008.

Herr Böhme und ich hatten da schon mal eine etwas ausgiebigere Diskussion, aus der Sie vielleicht noch brauchbare Informationen ziehen können.

Ich möchte damit auch nicht die Qualitäten diverser Öle in Frage stellen, die sind unbestritten.

Aber diese gänzliche Wachsabneigung ist aus meiner Sicht ungerechtfertigt.
Auch wenn Herr Böhme jetzt vermutlich wieder seine unvermeidlichen "Laufstraßen" auf gewachsten Böden anführt (er nennt es hier auch "Schmutzfänger"), möchte ich Ihnen raten, sich ruhig auf Bienenwachs einzulassen. Allerdings nicht auf Reines, daß ist tatsächlich zu weich für eine Treppe. Ach ja und die wasserabweisende Eigenschaft ist völlig ausreichend. Es sei denn, Sie möchten Ihre Treppe regelmäßig fluten (da wird allerdings auch ein Öl früher oder später schlapp machen). Ach ja und die Laufstraßen finden sich übrigens auch auf geölten Böden. Was nu!?

@ Herrn Böhme: Warum eigentlich hat unsere Diskussion auf Sie keinerlei Einfluß gehabt? Ich dachte wir hätten das Märchen von der Schmutzfängerei ad absurdum geführt? Übrigens sind Sie von damals immer noch eine Antwort schuldig. Also ich meine keine Nachricht aus Takatukaland, wo drei Bienenvölker ein anderes Wachs produzieren (was ja sicher richtig ist, hier nur keine Relevanz hat, weil das Wachs nicht mal ansatzweise wirtschaftlich genutzt wird)

Zu der Aktion mit dem Bügeleisen, würde ich mir gerne mal einen "Wie wirds gemacht-Film" anschauen *schmunzel*

Viele Grüße
Achim Hecke



@ Achim Hecke



" Ich dachte wir hätten das Märchen von der Schmutzfängerei ad absurdum geführt?"

Wir? Das mag stimmen, wenn Sie sich den Plural der Majestät verleihen, oder der Achim das mit dem Hecke klargemacht hat. Sie und ich hatten in der bewussten Frage keinen Konsens gefunden - es widerspräche meiner liebgewonnenen beruflichen Erfahrung zum Thema.

Eine Laufstraße ist etwas anderes als das Binden von Schmutz. Ersteres bildet sich, wenn Schichten abgerieben werden, letzteres passiert an weniger begangenen Stellen, wenn sich in Wachsschichten Schmutz einlagert. Gewachste Böden sind unter anderem deshalb pflegeaufwendiger, weil die Verschleißschicht AUF dem Holz liegt und regelmäßig erneuert werden muß. An Rändern bilden sich mit der Zeit dickere, schmutzhaltige Schichten. Das dann erforderliche "Abwachsen" ist eine nicht unaufwendige Reinigung. Zudem ist der Schutz durch das imprägnierend eindringende Öl, was allgemein fachlich anerkannt ist, halt eben höher, mit oder ohne Ihre Zustimmung.

Über Probleme mit Öl/Wachsgemischen nicht unbekannter Hersteller findet sich Einiges auch hier im Forum.

Grüße

Thomas



@ Achim - wenn nicht reiner Bienenwachs...



... was dann? Ich möchte zsowieso bezweifeln, dass ein käuflich erworbenes "Wachsprodukt" aus 100% Bienenwachs besteht. Aber was sollte dann denn noch drin sein.

Der angebotenen Forumsbeitrag werde ich mir mal raussuchen...



Ich unterstelle mal, dass die Dielen nicht aus Buche sind ...



... sonst würde die Idee mit dem Seifen gar nicht aufkommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das mit Buche vernünftig funktionieren kann. Aber Seife ist ja im Haus und ein Buchenrest sicherlich auch: Test the best!
Ich vermute sehr, dass die Oberfläche zu rauh und schmutzanfällig wird. Dazu kommt, dass Holz Buche hell besonders "lebendig" ist, wenn es Wasserkontakt bekommt.

Der Wunsch, die Treppe hell zu halten, ist ja das Problem. Bei Buche hell sehe ich eine noch vernünftige Verwirklichung nur in einem Öl mit Weißpigment. Wachs ist schichtbildend, schließt die Poren und macht die Treppe neben der Anschmutzung auch unnötig glatt.

Ich frage mich, warum man die langjährige Erfahrung von Thomas nicht beherzigt. Seinen Ratschlag würde ich bedenken: Die Eigenart des Holzes durch farbloses Öl hervorheben. Ein wenig dunkler schadet einer Treppe nicht. Künstlich auf hell getrimmt wird auch mal dunkler - sieht dann aber unschöner aus.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



@ Achim Hecke



Glatt übersehen:

" Ach ja und die Laufstraßen finden sich übrigens auch auf geölten Böden. Was nu!?"

Unsinn. Auf Wachs- und Pigmentfrei geölten Böden, fachgerechte Ausführung und ein geeignetes Bodenöl vorausgesetzt, finden sich keine Laufstraßen. Ist mir noch nicht 'mal im stark frequentiertem öffentlichen Raum vorgekommen. Pflegt und reinigt man dann noch mit dem richtigen Mittel, wird erst nach vielen Jahren ein Nachölen erforderlich sein.

Grüße

Thomas



Stimmt, Herr Böhme,



es gab tatsächlich keinen Konsens in der damaligen Sache. Das hab ich falsch in Erinnerung gehabt. Sie sehen mir das sicher nach.

Dann möchte ich nochmals folgendes klar stellen:

Weder habe ich die liebgewonnen Erfahrungen unseres werten Herrn Böhme in Zweifel gezogen, noch verneint, daß geölte Holzflächen in Strapazierfähigkeit und Langlebigkeit denen von gewachsten Holzoberflächen unter Umständen überlegen sind.

Mir ist lediglich wichtig gewesen, die wiedereinmal geschwungene Pauschalkeule von ihm zu relativieren und zu verdeutlichen, daß man auch auf einem geölten Boden nicht jahrzehntelang mit dem Panzer herumfahren kann. Ein gewachster Boden wird durchaus nicht grundsätzlich zum Ärgernis, was er ja nun im letzten Beitrag auch ansatzweise selber beschrieben hat: Das richtige, unpimentierte Öl soll es sein, der richtige Fachmann fürs Aufbringen, die richtige Pflege. - Mit so einer Aussage kann der geneigte Leser (in diesem Fall Holger73) auch etwas anfangen, nicht mit der Phrasendrescherei in den Artikeln davor. Diese Voraussetzungen gelten wohl im Prinzip auch für einen gewachsten Boden. Ferner soll es Leute geben, (das wiederum ist ebenso von Ihrer Zustimmung unabhängig, Herr Böhme) die mit einem gewachsten Boden viele Jahre völlig zufrieden oder gar welche, die mit Öl unzufrieden sind. Lassen Sie mal die Jahre über einen geölten Boden ziehen oder nehmen wir einmal an, der Filius von Holger 73 bastelt gerne am Moped und kommt mit Fettverschmierter Patsche an das geölte Holz. Dann ist doch wohl abschleifen angesagt. Was für ein fulminanter Unterschied zum Abwachsen.

Dann mag es wohl auch Leute geben, die ein Heißöl, alleine deshalb nicht wollen, weil es im Gegensatz zum Bienenwachs etc. eben synthetisch ist (wenn ich mich nicht irre).

@ Herrn Böhme im Speziellen:
Ob Sie es nun schon mal gesehen haben wollen oder nicht. Auch geölte Holzböden unterliegen einer Abnutzung (warum sonst wird wohl irgendwann ein nachölen erforderlich?) und weisen an stark frequentierten Bereichen Trampelpfade (nennen wir es mal so) auf die oft als ergraute Bereiche in Erscheinung treten. Die Schutzschicht liegt zwar im Gegensatz zum Wachs IM Holz, aber deshalb wird das Holz weder härter noch ist die Schicht so dick, daß jahrelanger Abrieb und Einlagerungen spurlos vorüber gehen.

Man kann es meiner Meinung nach also drehen und wenden, wie man will. Letztlich bleibt es ein Holzboden, der immer einer gewissenhaften und regelmäßigen Pflege bedarf. Ob nun Öl oder Wachs.

Viele Grüße
Achim Hecke



Herr Hecke,



haben Sie nichts besseres zu tun, als sich hier als Oberbaupolemiker zu versuchen? Hört Ihnen kein Bienchen zu?

Sie legen mir Unsinn in den Mund (Panzer, fettige Patsche), widerlegen diesen Unsinn dann und haben schlagend bewiesen, daß ich unrecht habe. Schopenhauer kennt noch 37 weitere Kunstgriffe in der Kunst, Recht zu behalten. Da können Sie besser werden:

http://www.rhetorik-netz.de/rhetorik/kunstgriff/index.html

Ich vermute 'mal, daß sie von der Behandlung von Holzböden mehr Kenntnisse vom Hörensagen her haben. Das von mir empfohlene und angewandte Heißöl von Natural hat z. B. bis auf die unvermeidlichen, in kleinen Mengen vorkommenden Sikkative keine synthetischen Beimengungen, es ist ein somit eine echte Naturfarbe.

Graue "Trampelpfade" gibt es bei geölten Böden nicht, auch wenn Ihnen das nicht passt: Das Öl dringt zehntelmillimeter- bis millimetertief ein. Somit müsste die imprägnierte Holzschicht abgenutzt sein, bevor es grau werden kann. Setzt man nun eine Pflege mit emulgierten Ölen voraus und ein Nachölen nach Jahren, kann der Boden mit geringen Aufwand schön bleiben.

Ich habe nie behauptet, geölte Böden bedürften keiner Pflege. Aus den im Forum wiederholt dargelegten Gründen halte ich sie jedoch für dauerhafter und leichter und preiswerter pflegbar als mit Ölwachs, Wachs, Seife oder Lack behandelte Flächen.

Grüße

Thomas



Wir wollen uns hier...



... doch nicht streiten!
Also, noch mal in komprimierter Form:
1. die Treppe ist Buche unbehandelt
2. ich möchte keine Synthetik und kein Erdölprodukt,
sondern ein Naturprodukt
3. eine Veränderund der Farbe (Anfeuern) sollte so gering
wie möglich ausfallen
4. das Aufbringen sollte möglichst einfach sein -also
bitte ohne Bügeleisen ;0)
Es muss doch ein Produkt geben, was diese Bedingungen erfüllt - und da bin ich bisher eigentlich nur auf Wachs gestoßen. Wenn das mit einem Öl machbar ist (@ Herrn Böhme: was hat es mit dem Projektöl NPO von Zweihorn auf sich?), habe ich da kein Problem mit!
Wie haben denn unsere Urgroßeltern so eine Treppe behandelt?



Die Großväter...



...haben sich nicht mit holzsichtigem Purismus belastet, da wurde die (Weicholz) Treppe mit deckendem Öllack oder Lack auf Kolophonium/Schelllackbasis (später Kunstharzlack) gestrichen. Wenn der Lack durchgelatscht war, wurde wieder gestrichen, Schicht für Schicht, auch unterschiedliche Materialien querbeet. Das hat recht gut geschützt und war pflegeaufwendig.

Aus dem Leipziger Raum kenne ich zu Gründerzeiten viele Treppen aus Eiche. Die wurden geölt (oft mit ölhaltigen Spänen gekehrt), oder mit Bohnerwachs behandelt (ein auf Treppen besonders mühseliges Verfahren).

Zu Ihren Anforderungen sollte 5. angefügt werden (falls Sie sich nicht als hauptberuflicher Hausmeister sehen): Die Treppe sollte pflegeleicht sein. Dann fällt Wachs aber 'raus.

Gegen das Produkt von Zweihorn habe ich den schon bekannten Einwand, daß es wachshaltig ist. Immerhin ist Zweihorn eine rennomierte Firma, und ich verwende viele Produkte. Probieren Sie es einfach aus.

Ich halte freilich die Auffassung, eine Oberflächenbehandlung sollte nicht anfeuern, für einen Spleen. Aber das ist nichts als die persönliche Meinung eines Holzliebhabers.

Grüße

Thomas



@ Thomas Böhme



Friede sei mit Ihnen.

Viele Grüße
Achim Hecke