Steintreppe hat Risse und klappert. Was nun?




Hallo,
Ich bin neu hier und komme gleich mit der ersten Frage.

Ich habe eine Steintreppe(Beton?) in einem ca. 100 Jahre alten Haus und die Treppe ist vermutlich genau so alt.
Diese Treppe hat an beiden Seiten (Stufenseite und Rückseite) Risse an manchen Stufen. Desweiteren "Klappert" die Treppe beim betreten der ersten Stufe. Auch eine leichte Bewegung der Risse beim Betreten der ersten Stufe haben wir festgestellt.

Was kann man dagegen tun?

Kann es sein das die Treppe gebrochen oder angebrochen ist?

mfg
Hoomer



diese



Risse müssen nichts mit dem Klappern zu tun haben, hier könnte sich nur im Laufe der Zeit der Verlegemörtel aus der Fuge verabschiedet haben, Versuche, die Fuge mit Fliesenkleber auszubessern, Stufe babei etwas hochkeilen und vorher säubern, 2 Tage nicht betreten (meist das schwierigste Problem).



Die Risse



haben mit Sicherheit mit dem Klappern zu tun. Und Verlegemörtel war damals auch nicht vorhanden.
Solche Treppen wurden damals in mehreren Arbeitsschritten vor Ort gefertigt, mehrere unterschiedliche Betonqualitäten wurden verbaut. Magerer Beton für den Unterbau, an den Stirnseiten mit Zement vergütet abgerieben, dann ein hochwertiger Estrich, gepudert und geglättet. Durch jahrelange Belastung, Setzungen am Gebäude sind diese Risse entstanden, insbesondere an den Übergängen der unterschiedlichen Betonqualitäten.
Oder ganz kurz gesagt: diese Treppe ist am Ende ihrer Tage angelangt. Hier ist Ersatz angesagt, wobei die Herstellung in optisch adäquater Weise einen ziemlichen Arbeitsaufwand verlangt. Ein Ersatz durch einen Stahlbetonunterbau und den Belag durch eine Natursteinplatte wird wohl wesentlich günstiger kommen.
MfG
dasMaurer



.



Das hört sich nicht wirklich gut an. Selbst die Aktion mit dem Fliesenkleber ist schwierig zu realisieren da 2 Familien diese Treppe brauchen um in ihre Wohnung zu kommen.

@dasMaurer
Ist die Treppe an sich nun gebrochen? Was denkst du? Und wieviel Zeit bleibt mir um das zu richten bzw. ist es gefärlich sie noch zu Benutzen?

Vielen Dank für eure Antworten.
MFG
Hoomer



leider



sind auf deinen Bilder die Risse nicht zu erkennen, Das Problem mit der zweitweisen nicht begehbarkeit bleibt auch beim Neubau, dort kann es sogar noch länger dauern, bis jemand wieder drüber kann - je nach Materialwahl.
Prognosen über Haltbarkeit sind nur vor Ort möglich, stell Dir mal vor, es sagt jamand - 2 JAhre und nach eine Woche würde was passieren. Als jemand vor Ort holen !

@ Ulrich: soche Stufen wurden zu dieser Zeit durchaus in kleinen Betonwerksteinstätten angfertigt und mit Mörtel versetzt, andernfalls hätte zu dieser zeit der wachsenden Wohnungsbedarf nicht gedeckt werden können. Wie es im konkreten Fall ist, kann ich anhand der Fotos aber nicht mit Gewissheit feststellen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es Betonfertigteile sind.



Ob das



Naturstein oder Beton ist wird man von dem Foto wohl so nicht eruieren können. Vor 80 Jahren dürfte Naturstein aber wohl schon nicht mehr so häufig gewesen sein.

Erneuern würde ich wenn überhaupt erst nach Konsultation mit mehreren örtlichen Fachleuten. Prinzipiell können diese Dinger 150 und mehr Jahre alt werden, sieht man in Wien oft genug (Holztreppen waren in Mehrfamilienhäusern bis weit ins 20. Jahrhundert laut Bauordnung verboten, es gab nur Stein und Kunstein).

Nachtrag: Terrazzostufen wurden natürlich in Werkstätten oder industriell gefertigt, wir haben z.B. 3 Ersatzstufen im Keller stehen (Haus Bj. 1913/14). Eine Stufe wiegt bis zu 150kg.





Rausreisen nur weil sie klappert würde ich dieses Teil nicht gleich.
Ich würde das mal von einem sachkundigen für Betoninstandsetzung begutachten lassen.

Grüße aus Schönebeck



.



Könnt ihr mir einen Sachverständigen im Harzkreis(Thale) empfehlen?

MFG



Die Welt ist schlecht...



... ich bin ausführender und somit befangen.
Ich sehe mal nach Sachverständigen im Umkreis nach



Grüße aus Schönebeck



Sieh mal hier:



http://www.dhbv.de/firmen-plz.php?menuid=151&pca=06&fType=SV_Bautenschutz


Grüße aus Schönebck





Vielen Dank euch allen.
Ich werde mich mal umhören.
mfg



Nun,



mit Sicherheit lässt sich erst bei der Besichtigung vor Ort etwas genaues sagen. Wenn der Unterbau noch tragfähig ist, wäre eine Natursteinplatte meine Empfehlung. Mit schnellbindendem Verlegemörtel kann die Treppe dann nach wenigen Stunden wieder begangen werden.
MfG
dasMaurer



Wenn



ich mir die Bilder so betrachte, könnte es sich um einseitig eingemauerte Blockstufen handeln. Sowas wurde sowohl aus Naturstein als auch aus Betonteilen gebaut. Da ist es völlig normal, dass im Lauf der Zeit Risse entstehen. Einsturzgefahr dürfte nicht gegeben sein. Aber genaues lässt sich nur vor Ort sagen.
MfG
dasMaurer