Treppe, Last, Balken, Schüttung, Spindeltreppe

16.02.2007


Hallo...
ich möchte auf meinem Dachboden eine Spindeltreppe einbauen.Die Decke besteht aus massiven Holzbalken 25x25 im Abstand von 80cm...darauf Dielung,ca 2cm Schüttung und darauf ein 2cm Trockenestrichelement. Nun will ich eine große Spindeltreppe (ca 400kg)darauf befestigen.Aber wie...???
Halten diese Trockenestrichelemente bzw die Schüttung dem druck stand?



Moin



also, wenn Sie es richtig machen wollen muss sie Treppe auf dem tragfähigen Balken befestigt werden. Schüttung und Trockenelemente geben nach. Desweiteren ist es unumgänglich jemanden sich die Sache ansehen zu lassen und einen rechnerischen Nachweis zu führen, denn das eigengewicht der Treppe ist ja nur der geringere Teil, die Treppe muss rechnerisch mit einer Verkehrslast von 3,5kN/m2 nachgewiesen werden, diese Kraft muss auch durch den Fusspunkt, bzw. da wo Sie die Last einleiten wollen (wenns die Treppenkonstruktion erlaubt lässt sie sich ja auch hängen), aufgenommen werden um das ganze dann irgendwann in die Fundamente zu bringen.

Man baut nicht eben schnell mal eine Treppe ein.





Hallo, die Treppe muss m.E. nicht auf dem Balken sondern seitlich an den Balken im Treppenloch befestigt werden. Selbstverständlich muss die Last nach unten abgesichert werden. Wenn das Treppenloch erstellt wird muss auch die Trockenschüttung und der Trockenestrich geöffnet, bzw. erweitert werden. 2 cm Schüttung, die mit 10 % Überhöhe einmgebaut werden soll, dürfte für die punktuelle Belastung beim Besteigen der Treppe ausreichend sein ohne dass der Estrich nachgibt.
Gruß aus der Wetterau.



Hallo,



zum einen kann man natürlich seine Treppe dort befestigen wo man will, konstruktiv ist "auf" aber einfacher als "seitlich dran". Entfällt hier aber da eine Spindeltreppe über die mittlere Säule getragen wird, da wirds mit "seitlich dran" schon echt schwierig



Spindeltreppe



Druck definiert sich aus Kraft geteilt durch Fläche.
Die Kraft können Sie aus der Verkehrslast (3,5 kN/ m²) und dem Eigengewicht (4 kN) ermitteln. Ihre Decken sind für eine Verkehrslast von min. 1,5 kN/ m² ausgelegt. Jetzt können Sie ausrechnen, auf wieviel Fläche Sie die Last aus Ihrer Spindetreppe verteilen müssen. Tip: Eine Holzbalkendecke wird nicht als einheitliches Bauteil gerechnet, sondern die Balken als Einzelbauteile!
Das Nächste ist dann der Nachweis der gewählten Bauteile auf Tragfähigkeit, z. B. der Druck unter dem Spindelfuß (Nachweis gegen Durchstanzung). Dieser Druck berechnet sich aus Kraft aus Last geteilt durch Fläche des Spindelfußes.
Dann brauchen Sie nur noch die Befestigungselemente zu bemessen...
Wäre es nicht besser, jemanden zu fragen, der das kann?
Aus der Ferne mal eine Statik rechnen, geht eben nicht!

Viele Grüße

Georg Böttcher



Kleine Zwischenfrage



Herr Bernhardt hat mit"wenns die Treppenkonstruktion erlaubt lässt sie sich ja auch hängen" angedeutet das es so etwas gibt oder geben könnte. Macht so etwas eigentlich Sinn?
Also mein Unsachverstand sagt mir eigentlich, das 2 Holzdecken oben und unten immer unterschiedlich schwingen und sich auch je nach Belastung unterschiedlich durchsenken.
Wenn man nun eine Treppe oben und unten befestigt muss doch dann die Treppe die Last der einen Decke mit in die andere Decke übertragen oder?
Ich dachte immer, dass eine Spindeltreppe unten steht und oben nur seitlich "geführt" wird. Oder liege ich da falsch?

nachdenkliche Grüße

Marko



Neue Treppe



Hallo...
Danke für die vielen Antworten,Gedanken und Ideen!
Ich möchte in den nächsten Tagen die Treppe aufstellen...
bin noch am überlegen,wie ich das Spindelrohr am Boden befestigen werde.Die Spideltreppe hat einen Durchmesser von
1600mm...das Rohr in der Mitte ist 130mm,hier werden dann die einzelnen Stufen drauf geschoben.Habe eine Geschosshöhe von 3200mm...die oberste Stufe will ich am Deckbalken befestigen...unten dann das Rohr auf dem Boden verschrauben.
Wie schon erwähnt komme ich am Boden genau zwischen beiden Balken. Nun dachte ich an eine größere Metallplatte,die ich auf den Trockenestrich lege und verschraube,darauf dann das Spindelrohr befestige.
Eine größere Platte müßte doch den Drück(die Last)verteilen?
Oder?????Die Platte würde ja dann auch über beide Balken gehen...
Vielleicht hat jemand noch eine andere Idee???
Mein Bedenken ist nur...das sich das Trockenestrichelement und die Schüttung darunter zusammenpressen.
Aber eigentlich sollte die Schüttung doch stand halten?