Fußbodenschwingungen kompensieren

24.07.2006



Hallo liebe Hand- und Heimwerker,

wie sollte es auch anders sein, ich habe ein Problem:
ich möchte gerne eine Raumspartreppe einbauen, nur leider schwingt der Boden, ich denke aber das er sehr wohl tragfähig genug sein wird, da wir
erst vor einen Monat 10m³ an Kleidungsstücken usw. aus dem betreffenden Raum entsorgt haben.
Welche Möglichkeit habe ich nun um die Schwingungen der Decke zu kompensieren/ reduzieren, da die Treppe relativ mittig im Raum positionieren werden muss und sie an einer tragenden Wand auslaufen wird.
Vom Fußbodenaufbau her wird die Decke nicht viel anders wie sein wie im Dachgeschoss. (Balken+ Fehlboden+ Schlackeschüttung+ Dielen)
Über die Balken dicke könnte ich aber erst etwas sagen, wenn ich die Dielung aufnehmen würde.
Das wäre eh ein weiteres Thema, da sich dort recht große Spalten gebildet haben über die zig Jahre und ich mir gedacht habe vielleicht die
alte Dielung zu Verlegen und abzuschleifen.
Ich scheue mich nicht vor Arbeit und gehe lieber einen schwierigeren Weg als mich zum Schluss ärgern zu müssen auch
wenn’s dauert und schweiß kostet.

Vielen Dank schon mal für euer Antworten!

Mit freundlichen Grüßen
S. Fuchs





Was 10 m³ „Kleidungsstücke usw“ für ein Gewicht darstellen, sei dahin gestellt, jedoch ist es eher als Flächenlast zu betrachten. Somit ist eine punktuelle Belastung in der Zone des höchsten Moments, je nach Material der Treppe u.U. sogar als höher anzunehmen. Die Statik betreffend, rate ich daher, unabhängig Ihrer eigenen Einschätzung, zu einem Vor-Ort-Termin mit einem Sachverständigen.

Die Schwingung selbst entsteht durch elastische Tragwerksverformung *g. Um sie, neben einer neuen zusätzlichen Lasteinwirkung (Treppe) zu reduzieren, böte sich als eine Möglichkeit an, das Tragwerk (hier die Deckenbalken) zu verstärken. Ob das wirklich notwendig ist, und wenn ja, wie es zu konstruieren und dimensionieren geht, könnte man bei empfohlenem Vor-Ort-Treffen ja dann auch gleich absprechen.

MfG





hallo sascha,
wo in sachsen ist es denn, falls dresden oder umgebung, schaue ich gern mal vorbei. von der ferne schwer zu entscheiden, wie man vorgeht...



beweglich bauen



Deckenverstärkung reduziert die Schwingung - weg sind sie nicht.
Stützen von unten an den Balken, zum Fußpunkt der Treppe - die stehn bestimmt genau im Wege.
Vorschlag 1: Oberes Auflager der Treppe als Gleitlager ausbilden, unteres als Gelenk und dem Haus die Bewegung erlauben.
Vorschlag 2: Die Treppe von der darüberliegenden Decke elegant abhängen und nicht mit dem darunterliegenden Boden verbinden.
Vorschlag 3: Die Treppe als Abhängung für die schwingende Decke ausbilden.
Müsste man sich ansehen.
Statische Betrachtung JA, Zimmermännische Erfahrung JA.
Statische Berechnung hilft nur wenig; viele Häuser dürften danach gar nicht stehen.
Meine Treppen dürfen knarren und sich bewegen.



???



Wir haben auch eine s.g. Raumspartreppe ins OG. Die Decke/Balken schwingen, die Treppe beim Begehen auch.

Aber diese Treppe ist schon sehr lange an Ort und Stelle und hat auch die seit einem guten halben Jahr bestehende außerordentliche Belastung von zig Handwerkerfüßen und noch mehr Material ausgehalten. Der Treppenfuß ist morsch (wird repariert), der Austritt liegt auf einem kurzen Wechsel, momentan ist sie nur noch am Austritt befestigt. Unten steht sie allerdings auf Stein, unbefestigt.

Treppenbau ist Zimmerersache.
Einmal einen im Treppenbau versierten Zimmerer befragen was der zu dem Vorhaben sagt.

Grüße