Traumhaus

20.01.2014 Wolf95


Hallo und zwar haben wir letztes Jahr ein Haus besichtigt. Es ist das was ich mir vorgestellt habe einfach Einzigartig.. allerdings sehr Sanierungsbedürftigt so gesehen eine Ruine doch trozdem lässt es mich nicht los. Das Haus selber ist "Geschenkt" wir würden Monatlich Erbpachtsteuer bezahlen und natürlich noch die provision für die Maklerin Notarkosten usw.
Das Problem ist die Finanzierung der Sanierung im Gutachten würden Kosten von 400.000 Euro anfallen (allerdings sind ja auch Malerarbeiten und andere Sachen die man selber erledigen könnte mit enthalten) sagen wir mit Abzug dieser dinge wären es noch 250.000- 300.000 Euro.

Problem ist wir verdienen nicht sehr viel Geld(und mein Freund steht leider noch in der Schufa) bekämen also sowieso keinen Kredit dieser Höhe von der Bank. Habt ihr Ideen wo man finanzielle Förderungen in dieser Höhe bekommt?

Liebe Grüße Pia



liebe



Pia - eine Föderung für 300. T€ für lau ?? Das würde mich auch interessieren. Ich denke mal, das wird Dein Traumhaus bleiben. Das Problem beschreibts Du ja selber: "Problem ist wir verdienen nicht sehr viel Geld(und mein Freund steht leider noch in der Schufa)" ........



Traumhaus



Außerdem gibt es da noch einen potentiellen Haken:
Die Erbpacht. Hast Du mal in den Vertrag geguckt?





Nein! Wir haben uns bisher nur den Gutachten angenommen und seit dem sind wir auf der Suche nach einer Lösung für das finanzielle Problem. Ich weis nur das dieser 99 Jahre anhält kann aber Verlängert werden. Ich weis das es dort Nachteile gibt allerdings könnte ich damit leben.



Hallo Pia,



Grundsätzlich gibt es hier schon ein paar Möglichkeiten... Zum Beispiel könnte dein Freund als Mieter mit einziehen, dazu muss allerdings das Haus sinnvoll in zwei Parteien geteilt werden. Das hätte auch den Vorteil, dass von ihm keine Schufa-Auskunft benötigt würde.

Wenig verdienen kann alles sein... Pauschal wird hier keiner eine Antwort geben können. Vielleicht schaut ihr euch einfach mal nach einem Bank-unabhängigen Finanzierungsberater um, die können oft viel freier beraten und für Euch eine passende Lösung finden.

Auf der anderen Seite solltet ihr Euch darüber im Klaren sein, dass eine Finanzierung in einer solchen Höhe euch sicher 1000,- Euro Zins + Tilgung kostet (gaaaanz grob geschätzt) und ihr dann aber noch keinen Strom, keine Heizung, kein Wasser usw. bezahlt hättet.

Lasst euch einfach mal unabhängig beraten und seht dann weiter.

Gruß,
Daniela



Traumhaus



So wie es aussieht sollte das Haus ein Traum bleiben sonst wird das schnell ein Alptraum.
Vergesst es und träumt von etwas realisierbarem, dann kann so etwas einmal auch Wirklichkeit werden.
Zu den 99 Jahren:
Wenn! man einen neuen! Erbpachtvertrag abschließt kann! der 99 Jahre Laufzeit haben.
Was ist wenn der Vertrag 1919 oder 1920 abgeschlossen wurde? Dann kann er zwar verlängert werden aaber die Konditionen sehen dann sicher anders aus. Ohne Klarheit in diesem Punkt macht ohnehin keine Bank mit.
Dann sollte man sich klar darüber sein das bei Auslaufen des Vertrages grundsätzlich der Grundeigentümer automatisch auch Eigentümer des Gebäudes wird, dem Pächter steht dann nur eine Entschädigung dafür zu.



Liebe Pia,



eine Finanzierung für ca. 250,0 TEUR kostet: 250000 x 5 % ( Zins-und Tilgungsleistung ) : 12 Monate = grob 1000,00 Euro im Monat. Die Bank, ich würde Eure Sparkasse vor Ort empfehlen... ( die Mitarbeiter bekommen keine Provision )oder als erstes die eigene Hausbank, machte eine Einnahmen- Ausgaben -Rechnung. Es wird geguckt, was Ihr verdient, davon werden Lebenshaltungskosten ( pauschal )und Eure bestehenden Verbindlichkeiten abgezogen und dann muss noch genug Geld für die Rate übrig bleiben, also mindestens 1000 Euro.
Förderungen gibt es teilweise, wenn das Haus unter Denkmalschutz steht, aber das ist vergleichsweise wenig, wenn man die Sanierungskosten betrachtet....Und es kommt darauf an, ob die stadt Geld dafür übrig hat.... Ich glaube das ist eher selten der Fall.

Aber viel Glück



Traumhaus



Zu dem vielen Glück solltet Ihr noch die Miete für Eure jetzige Wohnung rechnen, es wird sicher mehr wie ein Jahr dauern bis Ihr einziehen könntet. Dazu kommen die laufenden Kosten für das neue Grundstück. Mit dem neuen Erbpachtvertrag (falls es ihn geben sollte kommen da schnell noch mal ein paar hundert Euro pro Monat dazu. Mindestens 1 Jahr lang zu den Ausgaben die Ihr jetzt habt noch 1.000,- € (rechnet seriöserweise lieber mit 2.000,- €) dazurechnen. Das ist wie jeden Monat 2.000,- € sparen wollen. 1.000,- Lebenshaltung, ca. 500,- € für mindestens ein Auto, min. 500,- € Miete, ca. 500,- € Grundstückskosten, das wären min. 4.000,- € netto die pro Monat da in die Kasse kommen müssen.
Schafft Ihr das?
Was ist wenn Dein Freund die Nase voll vom wursteln auf einer ewigen Baustelle hat? Viele Jahre keinen Urlaub statt dessen arbeiten?
Wie wollt Ihr Euch finanziell überhaupt einigen- Ihr seid (noch) nicht verheiratet. Wem gehört was im Fall einer Trennung?
5% Zins und Tilgung sind nach meiner Meinung sehr blauäugig gerechnet. Ihr zahlt immer noch am Kredit wenn schon wieder die ersten Reparaturen anstehen und Ihr schon Rentner seid.



Abstand nehmen!



aus der näheren Umgebung kann ich berichten, dass die ortsansässige Klosterkammer zahlreiche Erbpachtverträge, die ausgelaufen sind, um bescheidene 270% angehoben hat,
auch wenn die Kirchenoberen für bezahlbaren Wohnraum predigen.

Wenn man nicht mitzieht, siehe Kommentar von G.Böttcher.

Da dürfte die Entschädigung für eine halbfertige Ruine eher unbefriedigend ausfallen.

Das Problem liegt eigentlich auch woanders.
Die Bank beleiht ja eine Immobilie, die schlimmstenfalls, wenn der Kreditnehmer nicht mehr zahlen kann, versteigert werden muss.
Da wird der Immobilienonkel der Bank sich zur Kreditvergabe genau überlegen, was er da eigentlich als Sicherheit hat.

Er hat kein Grundstück, er hat lediglich ein Gebäude, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Ruine ist und hoffentlich für die aufgerufenen 400.000€ in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen ist. Dabei muss aber vieles in Eigenleistungen erfolgen und das Haus ist zudem offiziell teilweise vermietet.

Das sind sehr schlechte Voraussetzungen für eine Kreditvergabe wenn das Risiko besteht, dass das ganze vielleicht mal den Bach runtergeht.

Das Haus ist nichts wert, das Grundstück gehört dem Kreditnehmer nicht und den Mieter wird man nicht los.

Und es sind sehr fragwürdige Konditionen sich als Kreditnehmer weit aus dem Fenster zu lehnen.

Auch wenn jetzt manche widersprechen: das mit der Eigenleistung können Leute, die Sachkenntnis und sehr viel Zeit haben. Und auch dann wird ein solches Bauvorhaben mit großer Wahrscheinlichkeit noch viele tausend Euro teurer, als geplant. Man kann und darf eben vieles nicht selbst machen, wenn eines von diesen Gewerken nicht korrekt arbeitet, ist man bis in's Rentenalter klamm.

Ich hoffe, ihr überlegt es euch anders, und denke, dass ein solcher Kredit auch nicht vergeben werden sollte.

Sorry

GE


p.s.
Eigenleistungen im Gegenwert von 150000€ dürften mind. 2000 Handwerkerstunden betragen (das Material muss man ja trotzdem kaufen).
Da man als Laie sicher weniger efektiv arbeiten kann, würdich mal vorschlagen 3000 Stunden Eigenleistungen mindetens einzurechnen. Das sind etwa 1 1/2 Jahre Vollzeit.

Wie das jemand leisten, der einen Job hat (oder dringend braucht)?



Das Gutachten...



hat vermutlich nicht viel mit dem zu tun, was Ihr bauen würdet bzw. müsst. Vom Fach seid Ihr wohl auch nicht. Ein fettes Polster für Unvorhergesehenes ist nicht da.

Alles in Alllem sieht das wie ein völliger Blindflug in den Nebel aus. Wenn alle Altbausanierungen eines gemeinsam haben, dann wohl dieses: Es wird immer teuerer, als geplant.

Ich kann also nur abraten.

Grüße

Thomas





Danke für die hilfreichen Antworten, leider verstehe ich nicht wie man über uns Urteilen kann ohne uns zu kennen.
Wie gesagt haben wir schon ausrechnet was es alles kosten wird und in dem Betrag den ich genannt habe ist das sogannte "Polster" vorhanden. Schließlich kann ich Malerarbeiten, Türen Schleifen und Lackieren usw. selber machen. Wir haben auch einige Bekannte die im Handwerklichen Bereich berufstätig sind und Unterstüzung bekommen würden. Familie hätten wir auch die uns Unterstüzen. Und was ist gemeint mit " das Haus ist vermiete" ? Vom Fach sind wir wirklich nicht allerdings sind manche Sachen (auch wenn es im ersten Augenblick naiv scheint) selber zu bewerkstelligen.



Traumhaus



Ich habe die von Ihnen genannte Summe nicht angezweifelt.
Ich bezweifle das Sie:
1. Eine Finanzierung bekommen und
2. selbst wenn Sie eine bekommen würden in der Lage sind die finanzielle Gesamtbelastung zu tragen.



Ich kann nur...



...von dem ausgehen, was ich hier von Ihnen lese. Und von dem, wie Bauherren in ähnlicher Situation, und da kenne ich viele, möglicherweise ähnliche Vorhaben angehen.

Allen ist ausnahmslos derselbe Fehler unterlaufen: Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Manchmal wurde es einfach nur teurer. Manchmal mit katastrophalen Folgen, weil man sich zum Beispiel mit Enthusiasmus, Selbstüberschätzung und Ignoranz einen fetten Echten Hausschwamm eingebaut hat.

Ferner wird dem Faktor "Zeit" zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Zwischen dem Zeitpunkt des vermuteten Einzuges und dem tatsächlichen Einzug kann viel Zeit liegen. Das kostet zusätzliches Geld.

Damit will ich keinesfalls behaupten, daß Sie sowas keinesfalls tun sollten oder könnten. Nur eben lässt mich alles, was Sie geschrieben haben, zur Vorsicht raten. Und, auch bei knapper Baukasse: Sie sollten unbedingt einen altbauerfahrenen Planer beauftragen. Der spart Ihnen mit Sicherheit mehr, als er kostet.

Grüße

Thomas



Ich kann nicht glauben, dass der Thread ernst gemeint ist



250.000+ Euro für eine Ruine mit Erbpacht, dazu knapp bei Kasse und Schufa-Eintrag?

Liebe Pia, reden Sie mal kurz mit Ihrer Bank und der Thread wird sich erledigt haben.
Danach schauen Sie sich mal um, ob Sie eine kleine Ruine auf einem normalen Grundstück für 100.000 Euro bekommen. Auch dann ist nicht klar, ob Sie das finanziell schaffen und Ihre Bank mitspielt, aber es ist immer eine Chance da.





es liegt mir fern hier über jemanden zu urteilen. Ich hatte mich zu Eurem Projekt geäußert, nicht zu eurer Person.

Jeder, der so ein Projekt mal in Angriff genommen hat, kennt aber die Gedankengänge der Bauherren und der Geldgeber, und auch das Gefühl wenn man bei der Bank sitzt weil das Geld trotz aller sorgfältiger Planung eben doch nicht gereicht hat.
Auf mich trifft das jedenfalls zu!

Das mit dem Nachteil wegen Vermietung ist einfach zu erklären:

Wie schon berichtet fragt sich jede Bank:

wie kann ich die Immobilie zu Geld machen, wenn der Bauherr den Kredit nicht mehr bedienen kann.
Da ist es einfach Realität, das sich ein Haus entweder dann gut verkaufen lässt, wenn es vollständig an langjährige solvente Mieter vermietet ist, dann würde es manche Bank auch gar nicht verkaufen, oder wenn das Haus an einen neuen Besitzer verkauft wird, der frei darüber entscheiden kann, was er damit macht.
Wenn ein Teil aber vermietet ist, und dann noch für kleines Geld an jemand, dessen Zahlungsfähigkeit vielleicht nicht die beste ist, wird jeder potentelle Käufer denken: kriege ich den da jemals wieder raus?
Der pot. Käufer will ja das Haus gerne selbst nutzen.

Da ist die Gefahr groß, dass das Haus, obwohl es euer Traumhaus ist, in so einem Falle veschleudert wird weil es kenen Käufer findet.
Diese Problem kennt die Bank und wird bei der Besicherung der 400000€ nicht mitziehen.

Dann kommt noch die Sache mit der Eigenleistung:
Wie schon geschrieben, man kann nur am Arbeitslohn sparen, das Material muss man kaufen.

Bei unserem Haus haben die Malerkosten gerade mal 4% am Gesamtaufwand ausgemacht (incl. Mat.), da kann man bei 400000 lediglich 16000€ sparen. Was könnt Ihr noch?

wie schon vorgerechnet, für 150000€ muss jemand etwa 1,5 Jahre Vollzeit arbeiten, um die Kohle inzusparen.

es muss aber jeder selber wissen, wie er sich ruiniert.



Der Eigenleistungsanteil



wird immer zu Anfang grandios überschätzt, jedenfalls, wenn man einer geregelten Arbeit nachgeht. Freunde und Bekannte bleiben auch nach dem 4. Wochenende gerne eher & lieber weg oder sind verhindert.

Maler+ Lackierarbeiten machen gerade mal ca. 2,5%-3,5% der Sanierungskosten aus. Wenn Sie dann noch den Abriss übernehmen, sparen Sie vielleicht nochmals 5%-7%. Zusammen also ca. 10% = € 40.000,- und das sehr optimistisch.

€ 150.000,- können Sie vielleicht bei mehrjährigem, permanentem Einsatz auf der Baustelle sparen. Aber auch hierbei geht die Zeit in´s Geld für Leihmaschinen, Baustelleneinrichtung, Gerüstkosten, Entsorgungskosten, Material etc.

Nehmen Sie Abstand von dem Projekt. Oder machen Sie eine sehr intensive und teure Lernerfahrung mit sehr ungewissem Ausgang.



Grundsätzlich:



1. nur um zu wissen, über was man redet - stell doch bitte mal ein Foto von der Traum(noch)ruine hier ein.#
2. Deine Frage war nach einer Förderung (kein Kredit!!) in der Höhe von 250-300 T€ - weil Ihr nicht sehr viel Geld verdient - was erwartest Du da an Zuspruch für dieses Objekt.

Kein Kredit, nicht genug Geld und auf 300 T€ Geschenk hoffen, fremdes Eigentum vermehren - da urteilt keiner über Euch, sondern alle raten nur ab !!

Ich kenne Leute, die Bauruinen mit Land verschenken, nur um die jährliche Belastung loszuwerden.



Nichts ist unmöglich



Ich möchte mich der Haltung von Daniela anschließen u nd sehe das auch nicht ganz so schwarz, auch wenn ich mich mit Erbbaurecht nicht so auskenne.

Ein Beispiel ist mir bekannt, da sind die Nutzer = Bewohner auch nicht kreditwürdig. Ein enger Freund, Beamter auf Lebenszeit, "kaufte" für sie offiziell das Haus. Und die beiden Parteien, die darin wohnen werden, zahlten Miete, die dann fast komplett wieder in die Sanierung + den eigenen Materialkauf zurück fließt.

Das geht freilich nur bei hohem gegenseitigen Vertrauen und allseitig gutem Willen. Und Ihr müßt bereit sein, lange auf einer Baustelle und mit zahlreichen Provisorien zu wohnen. Ein Abenteuer ist das allemal.
Ich kenne auch Leute, die stellten sich erst einmal einen beheizbaren Wohnwagen aufs Grundstück, damit saniert werden konnte. Wie haben diejenigen Menschen, unsere Vorfahren überlebt, die plötzlich ALLES im Krieg verloren hatten? Sie mußten sich auch "einrichten". Wenn Pia & Anhang das wollen, dann finden sich auch Möglichkeiten. Das Leben funktioniert nicht nur nach Zahlen.



Naja,



da würden mir die Trauben denn doch zu sauer sein, wenn ich mich für viel Geld auf das Nachkriegslevel beamen soll.

Ein Haus ist kein Selbstzweck, sollte Geborgenheit und Gemütlichkeit bieten, und das nicht nach gefühlten 15 Jahren Baustelle. Jeder hier kennt mit Sicherheit Beziehungen im näheren Umfeld, die am "Traumhaus" auf Grund gelaufen sind. Ich auch.

Und dann sollte das Ganze auch noch finanziell irgendeinen Sinn ergeben. Wer nicht viel hat, muß viel Kredit aufnehmen, wenn er ihn denn bekommt. 1% Tilgung...Und in den nächsten Lebensjahrzehnten zieht die Bank jeden freien Cent für Zinsen ein. Bevor alles abgezahlt ist, saniert man schon wieder...

Grüße

Thomas



@ Thomas



Natürlich hast Du in allem recht. Wir können eine "Katze im Sack" nicht einschätzen, denn das entscheiden wir nicht, sondern Pia & Co. allen..

Ein Foto vom TraumHaus interessiert mich auch.

Grüße ringsum
D.





ich will ja nicht miesepeterig daherkommen, aber:

dass Nichts unmöglich ist, ist ein schöner Euphemismus, wohingegen der Vergleich mit den unfreiwilligen Kriegsopfern nach meiner Auffassung weniger schön ist.
Die hatten nämlich keine Wahl und waren gezwungen, jahrelang unter erbärmlichen Umständen zu leben, ohne großzügigen Bank-Kredit.

Hier gings eben nicht um die Frage wie man aus der Traum-Ruine mit minimalistischem finanziellen Aufwand und viel Improvisation und Phantasie ein bewohnbares Heim schafft, sondern die Frage war, woher man 400.000€ bekommt, um das ganze möglichst glatt und nach modernen Ansprüchen -so wie der Gutachter das vorgeschlagen hat- über die Bühne zu bringen.

Meine Menung ist nach wie vor: so wie es geplant ist ist's unrealistisch und Geld von einer seriösen Bank wird's unter diesen Umständen nicht geben.

...und wenn's einen reichen, großzügigen Onkel geben würde, gäb's diesen Thread nicht.

Ich verstehe in dem Gönner - Beispiel auch nicht, wie das gehen soll.
Wenn alles Geld in die Sanierung gesteckt wird, wie bekommt der Gönner diese Summe wieder?
In unserem Falle müssen 400000€ Sanierungskosten 'per Miete' wieder erwirtschaftet werden. Wenn man nun großzügig rechnet, dass das über 20 Jahre laufen darf, fallen im Monat 1700€ an (+ Erbpacht!). Der generöse Onkel geht also ordentlich in die Miesen.

Szenario 1:
der Onkel hat wirklich Knete, und kann 20 Jahre auf die Rückzahlung warten. Wieso dann die ganze Diskussion?

Szenario 2:
der Onkel hat ein wenig zurückgelegt für die Rente. Das will er eigentlich noch verfrühstücken bevor das Leben keinen Spaß mehr macht. Er will irgendwann seine Knete für sich zurück und eben nicht für die Erben!

Szenario 3:
Der Onkel ist in einem Alter, in dem man bald nicht mehr so viel Geld braucht. Nun muss er ins Heim und das Sozi-Amt prüft die Vermögenslage: Da findet sich ein Haus, in dem er selbst nicht wohnt: Treffer!

oder auch beliebt:

Der Onkel hat Erben, die von der Sache Wind bekommen.
Jetzt vererbt er einfach das Haus an die Sanierer (Erbschaftsteuer!). Die haben aber immer noch die Restschulden für die Sanierungskosten, nämlich den anderen Erben gegenüber. Muss jetzt das Haus verkauft werden?

Aber am schönsten ist:

die tiefe Freundschaft bekommt wegen nicht ganz so regelmäßiger Mietzahlungen ein paar Risse.
der generöse Onkel wandelt sich in einen weniger netten Onkel und schmeisst die ganze Bagage raus, just dann wenn die Sanierung fertig ist.
Dumm gelaufen!

Alles viele 'wenns' und 'abers':

Was ich sagen will ist:
Pia hat, wie viele andere von uns auch, wohl nur einmal im Leben die Chance so ein Vorhaben umzusetzen. Sie will nicht pleite gehen, sie will kein Geld unnötig einem Makler oder Notar in den Rachen schmeißen, sie will vor allem ein schönes Heim und nicht über 15 Jahre eine Bruchbude, die vielleich einmal ein schönes Heim hätte werden können.

Was aber m.E. am wichtigsten ist: Auf diese Weise wird Sie mit einiger Wahrscheinlichkeit einen Finanzonkel finden, der das ganze in einer Weise finanziert, die am Ende die Immobilie in die Hände der Geldgeber befördert.
Eine seriöse Bank wid das Geld nicht bereitstellen.

Alte Häuser in Kleinodien zu verwandeln und dann auch noch ohne Denkmalschutz ist eben so ungefähr das teuerste, was man im Immobiliensektor machen kann.

Wenn euch die Campinganhänger Nummer von Dietmar Fröhlich gefällt, sucht euch wenigstens etwas ohne Erbpacht, dafür kann man sich eine ganze Menge Sandpapier und Farbe kaufen.


GE





Ich werde die nächsten Tage mal ein Bild hochladen. Wie gesagt will ich das Geld nicht geschenkt haben wir würden und könnten es auch zurück zahlen wenn jemand uns die Chance dazu geben würde. Das Haus ist Denkmalgeschützt aber wie schon gesagt wäre das eher ein tropfen auf dem heißen Stein. Wie sieht es mit der KFW- Förderung aus?



Die KfW-



Förderung kostet schnell mal mehr, als sie bringt. Ihr müsst dann bestimmte energetische Standards einhalten. Deren Umsetzung kostet richtig viel Geld. Steuerliche Sonderabschreibungen für denkmalschutzgerechte Sanierung werden nur für den MEHRAUFWAND, der durch denkmalschutzmäßig erforderliche Arbeiten entsteht, anerkannt. Aber Fördergelder dafür? Lasst Euch die Illusionen gleich hier nehmen, oder von der zuständigen Denkmalbehörde.

Zur Entwicklung des ländlichen Raumes gibt es die ILE - Förderungen, vermutlich auch in Kiel. Aber: Solltet Ihr wirklich mit diesem Projekt förderfähig sein, ist keinesfalls gesagt, daß Ihr wirklich auch in dieses Förderprogramm aufgenommen werdet. Vorallem aber: Fördermittel werden vorab mit unglaublichem Aufwand beantragt, sie gibt es erst nach Abschluß der Maßnahme. Ihr müßt also dennoch eine komplette Finanzierung durch eine Bank hinbekommen. Eigenleistungen von mehr als 10% dürfte die Bank als unrealistisch einstufen. Gelingt das nicht, vergesst es.

Es ist sicher zynisch und ungerecht, aber nahe an der Wahrheit: Wer nichts hat, kriegt auch nichts. Soviel zum Thema Fördergelder.

Habt Ihr wenigstens 20% Eigenkapital, könnt Ihr Zinsen + Tilgung (vermutlich um 1500 per Monat) zahlen? Die Doppelbelastung bis zum Einzug tragen? Bleibt Geld für Betriebskosten und Lebenshaltung übrig? Bitte lasst Euch 'mal bei einer Bank beraten... Hier wird wohl nix bei rauskommen.

Grüße

Thomas



Klasse was man so liest.



Es ist erschreckend was hier so verbreitet wird. Sorry wenn ich das so schreiben muss.
Erbpachtverträge unterliegen Grundregeln, die notariell festgehalten werden.
1. Erbpachtzins ist in der Regel abhängig vom Grundstückswert und liegt bei ca. bei 4% Jährlich dessen
2. Ist er noch verhandelbar
3.Kann dieser nur im 10-Jahresraster in Abhängigkeit der Inflationsrate erhöht oder gesenkt werden.
4.Bei auslaufen des Vertrages nach 99Jahren(Urenkel),ist der Grundstückseigentümer verpflichtet 2/3 der Differenz des dann erzielten Grundstückswertes zu Übernahmewert auszubezahlen. Kann er dies nicht verlängert sich der Vertrag automatisch um die Summe.

Bsp. 4 Seit Fachwerkhof
Bei Übernahme Grundstückswert 20.000,-
nach Sanierung 820.000,-
Differenz 800.000,-
2/3 = 533.333,- Zahlbetrag

5. Bei Heimfall, so ist die Regelung, wenn Gründe wie Insolvenzen Vorliegen.
Bei Heimfallregel hat der Grundstückseigner das Recht dieses Zurückzufordern. Auch dort zählt die 2/3 Regelung.
6. Warum sollten Banken keinen Kredit nur der Erbpacht wegen geben? Einen größeren Quatsch habe ich noch nicht gehört. Es gibt ein Gesondertes Erbbaurechtsgrundbuch in den alle Grundschulten eingetragen werden können. Diese können auch erhöht werden, brauchen aber die Zustimmung des Verpächters.
7. Durch die Heimfallregel hat die Bank noch bessere Sicherheit.

Wenn das Haus ein sehr altes Schätzchen ist und die Erbpacht erschwinglich, kann man auch mit anderen Mitteln sanieren.

- Lehmputz aus der Grube
- Altholz fürs Fachwerk
- Dielen aus Abrisshäusern
usw.

Weiter!
Sollte bei euch in Kiel das Förderprojekt ILEG geben. Dan hat jeder der Förderfähig ist das Recht diese zu beantragen.
Entscheident sind die Richtlinien. Bei ILEG ist eine, das Neuzuzieher auf´s Land förderfähig sind. Die alte ILEG ist zum 31.12.2013 ausgelaufen. 2014 wird wahrscheinlich neu aufgelegt.
Die ILEG fördert mit 45%, bei Leadergebieten sogar mit 50% und bei Gemeinnützigen Anliegen sogar bis zu 80%.

Bis dann euer Helfer



Halbwahrheiten!



"Dan hat jeder der Förderfähig ist das Recht diese zu beantragen."

Richtig. Aber vergeben wird nach Mittelverfügbarkeit und Plausibilität des Projektes, es gibt kein Recht auf diese Fördermittel.

Ferner nur, wenn die komplette Finanzierung ohne Berücksichtigung von hinterher erstatteten Fördermitteln durch eine Bank bestätigt ist.

Gleichzeitig haben die ILE-Fördermittel mindestens einen Pferdefuß: die geforderten Mindeststandards in der Ausführung sind weitaus höher, als manches mit knapper Baukasse ausgeführt würde.

Ich weiß in dieser Frage genau, wovon ich rede. Habe 2 ILE-Beantragungen aus nächster Nähe verfolgen können. Eine ging mit Hängen und Würgen durch, die andere nicht. Trotz guter Zahlen.

Für Fördermittel sollte immer gelten: Nur bauen, wenn man es auch ohne hinbekäme, und hinterher über den Zuschuss freuen. Eine Finanzierung, die nicht ohne maßgebliche Fördermittel auskommt, ist sehr verwundbar...

Grüße

Thomas



Da hast du zum Teil Recht!



Mittel gehen nicht nach Status sondern nach Antragsstelldatum.
Ich habe selber mit ILEG gebaut und 3 Bauherren betreut.
Natürlich brauch man den Finanzierungsnachweiß.
BZW. eine Kreditzusagebescheinigung.
Wenn das pos. Votum vom Koordinierungsausschuss gegeben ist läufts in der Regel. Die Vorgaben halten sich in Grenzen und sind Argumentationsabhängig.



Ich schrieb nichts...



...von "Status".

Unabhängig vom Antagstelldatum wird aber, da wohl immer mehr Hände als Taler da sind, vorallem das gefördert, was am sichersten umsetzbar scheint.

Und da wird es die Antagstellerin mit der beschriebenen Konstellation sehr schwer haben.

Grüße

Thomas





so recht kann ich in diesem Falle keinen Vorteil des Erbbaurechts für einen Kreditgeber erkennen.
Bei einem schmucken Nebau auf einem Erbpachtgrundstück mag das anders sein.

In Heimfall-Beispiel würde das Grundstück an den Grundstückseigentümer zurückfallen und er müsste das Gebäude zu 2/3 des Zeit-Wertes übernehmen.

Wenn tatsächlich die investierten 400000€ als Wert angnommen würden, bleiben der Bank 133000€ Verlust, die sie sich beim Kreditnehmer wiederholen möchte.
Wenn die Bank dieses als wahrscheinlich aussichtslos ansieht, wird sie den Kredit nicht vergben.

Nun gehen doch die meisten Projekte dieser Art den Bach runter, wenn das BV eben noch nicht abgeschlossen werden konnte wegen Geldmangels (das ist eben ganz anders als im Neubau). Das dürfte für die Wertermittlung im Zweifelsfall nicht förderlich sein und der Verlust noch höher.

Wenn der Hälfte der Kreditsumme ein Grundstück gegenüber stehen würde, wäre zumindest dieser Teil verlustlos zu verkaufen.

Genau auf diese Art und Weise haben die Amerikaner ihre Immobilienblase zum Platzen gebracht.
Die Kredite wurden in Erwartungen von hohen Zinseinnahmen vergeben, ihnen standen aber keine realen Werte gegenüber.
Als die Rezession den Anteil zahlungsunfähiger Kreditnehmer hat ansteigen lassen, wurde das Missverhältnis klar.
Da standen plötzlichlich gar keinen Traumvillen auf der Wiese, die man zu Kreditabsicherung leicht hätte zu Geld machen können.

noch ein Kommentar zu diesem Punkt:

Wenn das Haus ein sehr altes Schätzchen ist und die
Erbpacht erschwinglich, kann man auch mit anderen Mitteln
sanieren.

- Lehmputz aus der Grube
- Altholz fürs Fachwerk
- Dielen aus Abrisshäusern

Klar, wenn man das kann, geht das.

Was dann aber immer noch fehlt ist Gas, Wasser, Strom, Sanitär, Heizung, Dach, die doofe EnEV, die berücksichtigt werden möchte, der Bauantrag incl. Planungs- und Statiker-leistung, und die ganzen Gerätschaften, die man benötigt um die vielen Tonnen Baumaterial zu bewegen und zu bearbeiten. Eben alles Dinge, die man kaufen muss.
Und wenn man nicht so auf Campingwagen steht, auch die verbleibende Miete für das alte Heim.

vor ein paar Tagen gab es hier jemand, der Hilfe gesucht hat bei der Aufstellung eines detaillierten Maßnahmenkataloges incl. Kostenplan für die Bank. Ohne den bewilligt die Bank den Kredit nicht und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Bank auch hinterher genau nachsieht wofür man jeden Euro ausgegeben hat.

Das sind keine Menschen, die unsere Vorliebe für alte Häuser teilen, ganz im Gegenteil. Die denken an Gewinnmaximierung und Risikominimierung und haben sicher Ordnerweise Anfragen von weniger risikoreichen Projekten.

Es bleibt dabei: man kann so ein Projekt als Enthusiast mit sehr viel Energie, Geduld und Fachkenntnis vielleicht stemmen, eine Bank wird man hierfür in größerem Umfang eher nicht in's Boot holen können.

G



Eben das...



stimmt leider: "Das sind keine Menschen, die unsere Vorliebe für alte Häuser teilen, ganz im Gegenteil. "

Eine Altbausanierung wird, umso aufwändiger auch umso mißtrauischer beäugt. Wenn die Lage dann auch noch etwas für die raren Individualisten, statt für die breite Masse tauglich scheint, verdunstet die Finanzierungsbereitschaft zu großen Teilen.

Der Liebling der Banken ist ein Bauherr, der wenigstens 30% Eigenkapital mitbringt, und auf 500 m² Grund in begehrter Lage 150m² Wohnfläche in konventioneller Bauweise errichtet. Hier haben wir so ziemlich das Gegenteil.

Grüße

Thomas



Traumhaus



Noch eine Bemerkung von mir zur Kreditsumme:
Banken gewähren Immobilienfinanzierungen nur bis zur Höhe von etwa 3/5 des aktuellen (oder zukünftigen) Beleihungswertes. Der ist in der Regel niedriger als der Verkehrswert. Die anderen 2/5 sind entweder durch Eigenkapital, Eigenleistung oder eine andere Finanzierungsart aufzubringen.
Die 400.000,- gibt es also ohnehin nicht.



Eure Aussagen



haben alle etwas wahres! Nur eins fehlt! Wenn wir alle so negativ an unsere Höfe herangegangen wären. Dan wär nicht eine Hofstelle erhalten geblieben, denn wir sind alle keine Millionäre. Die kompletten Projekte vieler IGB´ler wären nie realisiert worden mit so einer Einstellung.



die



Frage von PIA wird aber keiner wirklich beantworten können, auch kein Helfer:

--- Habt ihr Ideen wo man finanzielle Förderungen in dieser Höhe (250-300 T€) bekommt? ---.



Das sehe ich auch so,



@ helfer, vielen Dank für dieses jüngste Statement. Ich sehe das ebenfalls so. Und weil eben das jetzige System, einschl. Banken, nicht auf der Seite der Idealisten steht, müssen eben andere Wege gesucht und gegangen werden. Dies zu unterstützen ist hier eine der wichtigen Aufgaben von Fachwerk.de



Naja,



Projekte werden nicht mit "Einstellungen" und Idealismus verwirklicht. Letzterer hilft sicherlich, ohne daß sich aber Geld, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie Eigenleistungen zu insgesamt ausreichend viel gut geplantem Bau verdichten, bleibt der Idealismus verlorene Liebesmüh. Bitte stellt Euch hier nicht so hin, als hättet Ihr allein mit gutem Willen ein Haus saniert, oder das wäre anderen möglich gewesen. Und preist 'mal die viele eigne Zeit mit ein...

Fachwerk.de ist für vieles gut, den Kitt für's Wolkenkuckucksheim allerdings muß man anderswo suchen.

Grüße

Thomas



Danke lieber Dietmar,



das du als Mitstreiter und langjähriger IGB Weggefährte diese Eistellung teilst.

Ich kann nicht für andere sprechen, aber als wir angefangen haben hatten wir nichts, außer die Liebe (Verliebtheit) zu einer alten Hofstelle, en paar gesparte Kröten und ne riesen große rosa Brille.
Und genauso ging es vielen Freunden und Leidensgenossen.
Dazu gehört nun mal das Leben auf der Baustelle. 6 Jahre Baustellenhaft:-), na und!!! Wenn´s ne gute EHE ist verträgt die das.
Und heute neun Jahre später sieht schon alles anders aus!

Ich habe mittlerweile einen Denkmalpflegebetrieb mit heuer 6 Mitarbeitern.
Zwei unser drei Gebäuden sind fertiggestellt, das dritte wird diesen Frühjahr begonnen.
Nebenher betreiben wir eine kleine teils selbstversorgende Landwirtschaft mit nem Bauerngarten, einem Kartoffelfeld, 1 ha Streuobstwiese mit gesundem Bestand (48 Bäume) ne Hobbymosterei, Imkerei (meiner Frau), Schafe, Schwein, Hund. Wir Schlachten selber machen eigene Marmeladen, Saft, Honig und Met.
-Wir kaufen keine Küchen, wir bauen sie selber
-Wir heizen nicht mit Öl u Gas wir haben Öfen
-Wir haben keine neuen Baumarkttüren wir haben die alten barocken
-Wir haben keine Tapeten wir haben Kalkfarben
und trotzdem leben wir zufrieden mit Biokläranlage, Hauswasserwerk, warmen Wasser aus der Wand, Wandschablonierungen, Stuckdecken, Renaissance-Bohlendecke, Bohlenstube, Holzbadewanne, Parkett und Dielenböden.
Das alles ist aber eine Einstellungssache und davon abhängig ob man den richtigen Blick auf die Dinge hat.
Wir haben bei Null angefangen und sind heute soweit, dass wir ne Hofstelle haben die in jede Landlustzeitschrift passt, welche sich romantische Großstädter anschauen und denken das können sie mit Geld auch. Man braucht für vieles Geld, aber man kann sich das auch über die Zeit verdienen und nach und nach ins Haus investieren.
So ein Haus bzw. Hof ist für mich nicht nur ein Wohnobjekt, sondern eine Lebensaufgabe. Wenn man so ne Sicht auf die Sache hat dann klappt`s meist auch. Diese Einstellung haben auch viele IGB´ler vorgemacht und nicht viele von denen sind gelernte Handwerker.



Und ich dachte schon,



ICH sei verrückt. Danke für diesen Beitrag, jetzt geht's mir besser :-)





eben, wenn man mit der Lebenseinstellung vom Helfer an die Sache geht, braucht man gar kein Geld nur einen stabile Ehe, ganz einfach!

Dann beginnt man schon nach 15 Jahren damit, das letzte Drittel der Immobilie in Angriff zu nehmen, obwohl man ausgewiesene Fachkenntnisse und einen Fachbetrieb für solche Aufgaben besitzt.

liebe Pia: so musst Du es auch machen, dann klappt's schon.



Lieber GEhlerding



tut mir sehr leid das ich missverst?ndlich schrieb. Mit 9J meinte ich seit Beginn. Ja so ist das. Und n?chstes Jahr ist das letzte drittel auch geschafft und dann gibt?s ne neue Aufgabe.
Aber das k?nnen sie sicher besser und schneller! Kredit gehabt,oder!!;-)



@ Lieber GEhlerding,



daß mensch für ein solches Projekt "gar kein Geld" braucht, hat Helfer nun auch wiederum nicht behauptet. Für viele Menschen gilt: Der Weg ist das Ziel. Und so lange wie man an seinen Tätigkeiten Freude und in einer solden Partnerschaft eine gute Kraftquelle besitzt ist eben vieles möglich.
Manche möchten in ein Eigenheim einziehen und dann für alle zeiten Ruhe haben, vielleicht weil das Fernsehprogramm so schön ist, andere haben Freude am ständigen Tun und noch mehr Freude, weil sie echt etwas schaffen im Laufe von Jahren - und dann auch zufrieden zurück schauen können. - Welch ein Glück, daß wir Menschen verschieden sind.

Nein @Thomas, Dich hält hier niemand für verrückt, sondern für sehr weise, vorausschauend und sachkundig.
Danke Dir, @Helfer für Deine Zeilen, die vielen Idealisten richtig Kraft geben.

Und ich denke, wenn Pia & Partner einen starken Willen und eine Vision haben wird das auch gehen. Und auch das benötigte Geld wird eines Tages da sein. Wie oben schon gesagt: Es ist und bleibt ein Abenteuer.



"Und auch das benötigte Geld wird eines Tages da sein."



Wo kommt das her? Die Quelle würde ich auch gerne mal anzapfen :-) Bei mir ist trotz viel Liebe und Engangement immernoch kein Geld da. Seit ich das Haus habe, hab ich sogar weniger Geld denn je. Komisch, oder? :-)





Vieles hat mit dem persönlichen Karma zu tun, @ Ramona. Warum "schaffe" ich mir so ein Haus an? Warum haben und bekommen andere Geld und ich nicht??
Aber diese Diskussion führt hier zu weit. Und hierher paßt auch keine geisteswissenschaftliche Diskussion, wenn es um handfeste "materielle" Güter geht.



Karma



Das ist die Erklärung,warum wir unsere Ruine haben,warum wir eine Scheune aus Eiche,kubikmeterweise Lehm,hunderte Klinkersteine,Stakenhölzer,Eichendielung geschenkt bekommen haben.
Warum es mir möglich war sämtliche Werkzeuge und Zimmereimaschinen für ganz kleines Geld zu bekommen.

Warum es mir möglich war mich in alle Gewerke einzuarbeiten und völlig in Eigenleistung das Haus wieder aufzubauen.

Warum ich so eine großartige Frau an meiner Seite habe.

Das alles habe ich ,weil ich es haben wollte ,ohne daran zu zweifeln es zu bekommen.

Karma für Alle;-)

Grüße Martin





Ich bestreite doch gar nicht, dass es wahrscheinlich für viele die Möglichkeit gibt, zu einem Traumhaus zu kommen, jeder eben auf seine Weise.

Bei mir war's eben der Kredit (obwohl ich auch eine stabile Ehe führe). Für den Kredit muss ich auch viele Jahre arbeiten, aber eben in meinem Beruf und nicht auf der Baustelle, sicher länger als 9 Jahre, ich habe auch vorher eine ganze Weile Geld auf die Kante gelegt.

Ich kann in meinem Beruf einfach effektiver arbeiten, als mit der Putzkelle, und über Jahre eine Doppelbelastung mit einem halbfertigen Haus. Definitiv nein!

Deswegen ist die eine Bude aber auch nicht besser als die andere.

Bei dieser ganzen Diskussion wäre es vielleicht sinnvoll, den Eingangsthread noch einmal zu lesen.
Hier ging es um ein Konzept, bei dem es einen hohen Finanzbedarf und gleichzeitig sehr viel Arbeit ging.
Ich halte dieses Konzept eben nicht für sinnvoll.

Auch bei aller Bewunderung für Jemand, der über viele Jahre eine Ruine in sein Traumhaus fachgerecht verwandeln kann und dabei den Gleichmut nicht verliert:

Menschen die diese Fähigkeit tatsächlich besitzen, dürften sehr viel seltener sein, als Häuslebauer mit Kredit.
Menschen, die aber weder Kredit noch Erfahrung oder einen einschägigen Beruf haben, die könnten ihre Entscheidung möglicherweise später bereuen.

Und wenn dann noch die Banken in's Spiel kommen, dann könnte es echt ungemütlich werden.

Jedem das seine

mit besten Grüßen

G



Da sind wir wieder...



...beim Schutzheiligen des Fachwerks, Arthur Schopenhauer ("Die Welt als Wille und Vorstellung") oder für die Mädels halt Pippi Langstrumpf ("Ich mal mir die Welt, wie Sie mir gefällt").

Sowas ist aber kein Sanierungskonzept und auch keine Finanzierung. Vielmehr ein relativ sicherer Weg in die Privatinsolvenz (nach ein paar Jahren ist's ja vorbei (-: Mancher verfehlt erfreulicherweise diesen Pfad und schafft es, Verallgemeinerungswert hat das aber nicht. Vom Tellerwäscher zum Millionär hat's der gute Henry geschafft, aber wie viele noch?

Das Karma ist denn auch kein Finanzierungsbaustein.

Grüße

Thomas

P.S. Echt witzig, gerade tauchte unten ein Werbefeld auf: "Sofortkredit in 2 Minuten" Da brodelt das Karma ja in fetten Blasen!



Na, gut,



- und freilich unabhängig von Sanierungskonzepten und Finanzierbarkeiten:
Unter Karma verstehe ich etwas anderes: Warum müssen manche (Mit)-Menschen genau diesen, ihren Weg gehen und genau dieses und jenes erdulden oder abarbeiten? Warum lernen sie genau diese oder jene Menschen kennen und warum zu diesem Zeitpunkt.?? - Die Frage nach dem Sinn.

Okay. Das führt aber jetzt wirklich zu weit.





Also nochmal ich will gar keine 400.000 Euro haben das wäre der Preis was das Bauunternehmen für alles verlangen würde sogar Sachen die man locker selbst in die Hand nehmen kann und wenn ich alles Abziehe was ich zu 100% selber stämmen kann fehlen für die wirklich "gefährlichen" Aufgaben(Kellerdecke usw.) so um 250.000-300.000 T (um das nochmal zu sagen).

So hier nochmal ein Link zu den Bildern.

http://home.immobilienscout24.de/26hf9DPH/expose/70392900/pictures



Für die Bude



bräuchte ich keine 50000,-. da ist ja alles noch original.
Kann das sein, dass sie hier einer übern Rettich ziehen will?





Sie wohl eher nicht wenn dann das Baunternehmen? Allerdings sieht man da ja nicht alles. Z.B ist drinne der Boden eingeknickt weil die Kellerdecke nicht ok ist, auch einer der Schronsteine muss raus weil der ir.was mit der Feuchtigkeit hat. Aber das Dach selber ist trocken und vor die Fenster müssen ja auch Isolierverglasungen vorgesetzt werden usw.

Oder wie war das gemeint?



Nach der obigen Beschreibung...



...hätte ich Schlimmeres erwartet.

Aber 400€ monatlicher Erbbauzins ist völlig überzogen für ein winziges Grundstück mit grundzusanierendem Haus "Janz weit Draußen".

Zu den lebenslang 400€ kommen noch geschätzte 250€ monatliche Betriebskosten, Zins+Tilgung.

Da ist mieten billiger und immer dann deutlich besser, wenn Ihr auch noch andere Interessen und Ansprüche als Hausbau habt.

Grüße

Thomas





Wegen dem Grunstück meinte er( also der Besitzer) können wir wenn wir wollen noch ein ganzens Stück dazu nehmen zum selben Preis und evt kann man es ja noch verhandeln.( Weil so leicht wird er das ja auch nicht los)





Ich verstehe das auch nicht, weshalb solche Sanierung 400 T€ kosten soll.
Ein schönes Anwesen ist es allemal.



eine Ruine ??



das macht auf den Fotos jedenfalls nicht den Eindruck, dass man in aller nächster Zeit unbedingt 1600€ / qm aufwenden muss (das ist vergleichsweise viel) um darin zu wohnen.

Es hat auch ausreichend Zimmer, dass man Zug um Zug vorgehen kann.
Entscheidend wäre, wieviel muss ich jetzt reinstecken, dass ich wohnen, schlafen, essen, heizen und aufs Klo gehen kann.

Was man aber genau wissen muss ist, warum die Kellerdecke eingebrochen ist (Schwamm ?) und warum der Feuchte Schornstein unbedingt raus soll.
War das Haus zuletzt bewohnt?

Und dann noch die etwas nebulöse Formulierung mit dem Denkmalschutz:

"Das Nebenhaus des Gut Rastorf mit seinen denkmalgeschützen Grundmauern , läßt ihnen bei der Gestaltung der Innenräume alle Freiheit und Leidenschaft "

Heisst das, dass das Gut R. denkmalgeschützte Grundmauern hat, oder dass das Nebenhaus vom Gut R. denkmalgeschützte Grundmauern hat, oder dass man die Innenräume frei gestalten kann, die Fassade aber nicht, weil denkmalgeschützt?

DS-geeignet Fenster sind manchmal keine Schnäppchen - die Fenster auf den Bildern sehen aber gauch gewiss nicht so aus, dass man sie sofort austauschen müsste.

Gibt's dafür echte Fördergelder (das wäre eine Seltenheit) oder nur die Steuerersparnis?

ich hatte mir unter einer Ruine ehrlich gesagt etwas anderes vorgestellt.
Wenn man so gestrickt ist wie die Herren Fröhlich und Helfer, wird man sicher mit sehr viel weniger Geld ein ansehnliches Haus daraus machen können, wenns auch etwas dauert.

Was das Grundstück betrifft:
das ist klein und teuer.
(bei einem Zinssatz von 3% kann man mit 550€ im Monat so ein Grundstück für 100000€ kaufen, d.h. in diesem Falle dass der qm 200 kosten würde. Das erscheint für ein Grundstück jwd das auch anderweitig gar nicht genutzt werden darf sehr teuer.)
Wenn man mehr dazu nimmt, hat man aber wahrscheinlich auch nicht mehr davon, außer Rasenmähen.

Auf so einem historischen Gutshof kann auch mal die Außenanlage denkmalgeschützt sein, da darf man dann auch nicht nach eigenem Gusto einen Garten anlegen.

Gruß
G





Also die Kellerdecke, da muss ich nochmal im Gutachten Nachgucken ansonsten habe ich auch Bilder davon müsste diese dann nochmal einscannen.
Wegen dem Denkmalschutz, da dürfen mir die Grundmauern nicht verändern die Türen und Fenster müssen erhalten bleiben und die Treppe auch.Beim Gestalen und Einrichten (z.b das Badezimmer woanders hinsetzten usw)dürfen wir unserer Fantasie freien lauf lassen.

Zuletzt bewohnt wurde es bis 1995. Oben ir.wo hängt auch noch eine Satellietenschüssel.





Achso ich weis nicht ob diese Info wichtig ist. Das ganze "Anwesen" gehört einem Grafen.Und er hat bisher alle Häuser die dazu gehören wohl auf die gleiche Weise Interessenten angeboten und auf dem Weg dahin sind da wirklich einige die es sich da schön gemacht haben. Achja und so weit weg von der zivilisation ist es nicht 5 Automin hat man reichlich an Einkaufmöglichkeiten etc.

Achso und wie bekomme ich herus wieviel ich eigendlich reinstecken müsste? Nochmal einen Gutachter?



Kein Gutachter,



sondern ein altbauerfahrener Architekt. Der plant so, wie Ihr das wollt. Begleitet den Bau da, wo Ihr unsicher seit. Und spart Euch viel mehr Lehrgeld, als er kostet. Dieses Forum kann ihn nicht ersetzen.

Jetzt werden wir zwar gleich wieder hören, das jener und dieser wunderbar ohne Architekt gebaut hat, aber hört da einfach nicht hin. Selbstkritik ist hier kein besonders gut gefülltes Schubfach. Und über sinnlos verballertes Geld, Rückbauten von Dreiviertelfertigem und selbstproduzierte Bauschäden schreibt hier auch kaum Einer.

Ich würde bei der monatlichen Erbpacht UND bei der Grundstücksfläche verhandeln. Das Haus steht 19 Jahre leer, das spricht nicht gerade dafür, daß es alle wollen. Die Fassade gefällt mir im Übrigen.

Grüße

Thomas



Die Kunst ist



einen wirklich guten Zitronenfalter zu finden.
Da gibt es einen von hundert!



Träume



Ich staune ob der Fähigkeiten mancher, ohne Kenntnis des Objekts die veranschlagten Sanierungskosten mal eben knapp zu zehnteln. Allein die Käuferprovision beträgt satte 9.600 Euronen... Da sie an den Erbauzins gekoppelt ist (ist das überhaupt rechtens?), wird hier auch schwer nachzuverhandeln sein, obwohl der Betrag ein Witz ist, ein schlechter wohlgemerkt.
Heizung, Sanitär, Elektrik, energetische Verbesserung, Bäder, Küche, beschädigter Fußboden, Schornstein, Dach, Gartengestaltung... wenn schon der Makler freiwillig "von Grund auf sanieren" erwähnt, dann ist da wahrscheinlich in der Tat ALLES fällig...
... und es bleibt immer noch die Ausgangsfrage: Wo bekommt man das benötigte Geld her, wenn nicht von der Bank?...

Wofür, um alles in der Welt, schielt Ihr auf 250m² Wohnfläche?
Träumt ruhig weiter, aber von einem anderen Objekt... das ist kein Geunke, das ist Realismus...

MfG,
Sebastian Hausleithner



Ähmmm,



das versteht jetzt keiner. Zitronenfalter sind ästhetisierende Theoretiker mit Abschluss als Architekt. So ziemlich das Gegenteil von dem, was der Pia zu wünschen wäre.

Praktische Grüße

Thomas



Wieviel richtig Gute.....



...kennst du Thomas? Ich habe im laufe der Zeit nur 2 kennengelernt.
Deswegen 1 v. 100 der Rest Zitronenfalter;-)



Traumhaus



Schön, 400,- € Erbbaupacht.
Wie lange läuft der Pachtvertrag mit dieser Kondition?

Der Eindruck der bei mir anhand der Fragestellung entstanden ist ist völlig unterschiedlich zu den Bildern des Hauses.
Ich habe eine verfallende Ruine erwartet. Das sieht aus wie ein bewohnbares Objekt und keinesfalls wertlos. Wo da 400,- T€ Sanierung hinfließen sollen kann ich mir nicht vorstellen.
Heißt das Ihr wollt das Haus pachten und aufwändig sanieren? Was passiert bei Ablauf der Pachtzeit?
Diese Fragen würde auch jede finanzierende Bank stellen.

Ich habe eine Frage an Pia und bitte um eine ehrliche Antwort:
Würdet Ihr eine 250m² große Wohnung mit den entsprechenden Mietzins und Nebenkosten, sagen wir 2.000,- €/Mo, mieten auch wenn Sie Euch doll gefällt?





400 Euro monatlich?
Und nochmal 9.600 Euro Maklerprovision (ich habe Makler schon für sehr viel weniger Unverschämtheit rausgeschmissen).
Das heisst, das Haus kostet Euch nur für obige zwei Position in den ersten 5 Jahren schonmal 560 Euro monatlich.
Kalt. Ohne Betriebskosen.

Guck mal, dafür könnt Ihr das hier 5 Jahre lang mieten:
http://www.immobilienscout24.de/expose/72463569?referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3FsearchUrl%3D%2FSuche%2FS-8T%2FWohnung-Miete%2FUmkreissuche%2FRastorf%2F24211%2F19273%2F2700636%2F-%2F-%2F4%26exposeId%3D72463569&navigationHasPrev=false&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST

und die Zeit dafür nutzen, was gescheites zu finden.
Vielleicht irgendein schönes Wasserschloss in Meck-Pomm für einen Euro Kaufpreis mit ein paar Hektar Land dabei, wo dann die Sanierung auch 400.000€ kostet.

PS:
Wenn ich das nochmal so überdenke, komme ich fast zum Schluss, dass uns hier jemand versucht zu veralbern.
An so ein Objekt (Pachtwucher und Maklerprovisionswucher bei einem noch zu sanierenden Objekt) geht doch kein Mensch ran.
Ist das vielleicht ein Marketingversuch?



PS



Zumal es in dem Landkreis für 150.000 nette, renovierte Häuser zu kaufen gibt. Ok, nicht ganz so verwunschen, aber durchaus schön