Trasskalk Mörtel ... wie lange muss ich warten bis ich die Mauer belasten kann.

11.10.2014 McGyver



erstmal ein Hallo in die Runde.

Bevor ich meine Frage erläutere möchte ich darauf hinweisen, dass Frage kein beginn der epischen Frage pro / contra Trasskalk Mörtel werden soll (sorry falls sich jemand auf den Schlips getreten fühlt).

Frage:
Wir sind gerade dabei einen Teil unserer Scheune, insb. den Schweller zu erneuern. Dazu haben wir die Scheune abgestützt um den "alten" Schweller zu entlasten und diesen samt der untersten Gefache (Ziegelmauerwerk) entfernen zu können. Unser Plan war es dieses in kleinen Schritten zu machen und zwar Balken pro Balken (je ca. 3m) Da in den letzten ca. 300 Jahren die nahe gelegene Straße ca. 50 cm höher gekommen ist haben wir uns dazu entschieden den Schweller höher zu legen (konstruktiver Holzschutz) und dementsprechend den dadurch entstandenen Raum mit Ziegelsteinen und Trasskalk-Mörtel ausgemauert.
Da ich leider im nahe gelegenen Werkzeugverleih, trotz Vorbestellung nicht genügend Schwerlaststützen bekommen habe, möchte ich Euch an dieser stelle fragen ab wann der Mörtel soweit abgebunden seien müsste, sodass dieser Tragfähig ist (mir geht es um Erfahrungswerte und nicht zwingend um empirisch bewiesene Fakten).
Ich würde mich auch über Quellen zu weiterem Wissen freuen.

Also im Voraus schonmal meinen besten Dank für Eure Antworten

Gruß
McGyver





Hallo,

das hängt im Detail vom verwendeten Mörtel ab, sowie von der während des Abbindeprozesses herrschenden Temperatur. Je wärmer, umso schneller geht es, wenn der Mörtel dabei nicht "verbrennt".
Aber ich gehe davon aus, dass Sie an Feinheiten nicht interessiert sind. Also: Nomfestigkeit hat der Mörtel nach 4 Wochen; da er im späteren Verlauf langsamer abbindet, können Sie auch nach 3 Wochen belasten. Es gibt allerdings Kalkmörtel, die nach 50 Jahren noch nicht vollständig abgebunden sind. (Feinheiten, wie gesagt)

Grüße
Dietmar Beckmann





Hallo Herr Beckmann,

danke für Ihre schnelle Antwort,
Ergänzend möchte ich noch sagen, dass ich durchaus an "Feinheiten" interessiert bin, es mir jedoch tatsächlich um einen Schätzwert geht.

Zusätzliche Informationen:
Verwendeter Mörtel ist Tubag Trass-Kalk HL5 (Hydraulischer Kalk HL 5 nach EN 459-1) im Verhältnis 1 : 3 mit Sand gemischt (MG II), anschließend wurde die Mauer feucht gehalten damit der Mörtel nicht austrocknet, sowie vor Sonneneinstrahlung und Wind geschützt.

Gruß McGyver



Mauermörtel



Warum nehmen Sie nicht einen werkgemischten Trockenmörtel M 5, besser M 10 als Sackware? Da sind die die Abbindezeiten und die Festigkeiten definiert.
Wenn Sie es noch schneller haben wollen:
Besorgen Sie sich Zement 32,5 R oder 42,5 R und mischen Sie 2 : 1 : 8 Raumteile Kalk, Zement und Sand. Da können Sie nach etwa einer Woche weiter bauen. Noch schneller geht es mit
1 : 4 Zement und Sand, da reichen ein paar Tage.
Denken Sie an eine Dachrinne!



ist DAS das Mäuerchen?



Hallo

Wenn das Mäuerchen SO hoch ist … 3 oder 4 Steinreihen können Sie am nächsten Tag belasten … kommt auch darauf an wie dick die Fugen sind … 

Fuge zwischen der letzten Steinreihe und dem Holz würde ICH nicht mit Trass machen … dann könne nSie gleich einen Baumarktmörtel nehmen

Florian Kurz



Ja das ist das Mäuerchen ....



Nochmals Danke für die Antworten...
Und ja Die "Mauer" ist wirklich nicht hoch, aber wie schon geschrieben und wie es ggf. auch aus den Bildern meines Profils zu erkennen ist, ist halt das Erdreich samt angrenzender Strasse deutlich höher als der ursprüngliche Schweller und daher halt das "anheben" um zwei Steinreihen.

Wie gesagt DANKE an alle die sich Gedanken gemacht haben, bin weiterhin an Ideen und Info´s zum o. a. Thema interessiert. Ggf. hilft es auch anderen die ähnliche Informationen suchen.