Ausführung von Sandsteinmauer - Überträgt sich Salpeter ?

09.05.2008



Hallo,
ich möchte aus Sandsteinen eine größere Mauer zur Hangebefestigung bauen. Ca. 10 Grad Neigung im Mörtelbett.
Die Sandsteine selbst sind aus 2 verschiedenen Quellen. Bei der einen Sorte hat sich jetzt leider herausgestellt, dass diese nach 3 Jahre Lagerung schon zerfallen bzw. zerbröseln - mit Salpeter belastet? (stammen aus Abbruch von einem Viehstall - ich denke es ist Salpeter). Um diese Steine jetzt nicht wegwerfen zu müssen wollte ich diese als Art 2. Mauer hinter den sichtbaren guten Steinen einbauen und den Zwischenraum mit Mörtel verfüllen und teilweise verzahnen. Damit hätte ich zum einen auch eine stabilere Mauer und zum anderen die schlechten Steine noch sinnvoll genutzt und muss diese nicht entsorgen.
Jetzt die Frage:
Überträgt sich dadurch der Salpeter und greift den "gesunden" Stein auch an, so dass dieser weich und brüchig wird? Wenn ja, ist eine Art Sperre (Folie) zwischen beiden wirkungsvoll?

Welche Mörtelart sollte man bei Sandstein verwenden.
Trass? - habe auch schon was von Luftkalkmörtel gehört?

Danke für die Hilfe





Salpeter ist eine Bezeichnung für Salze, und die gehen mit Wasser in Lösung. So ist Salpeter zwar nicht "ansteckend", die Salze werden aber transportiert und schädigen dann die anderen Steine.

Bei der Mörtelrezeptur kommt es auf den Einbauort an. Beim Mauerbau ist zu beachten, daß diese Trockenmauern nicht als Staumauern gebaut werden dürfen (kippen dann um), vielmehr ist dafür zu sorgen, daß dahinter Wasser ausreichend versickern kann und daß immer wieder Ausgleichsschichten eingebaut werden.
Den Mörtel sollte man dann nur zum "Fixieren" gebrauchen, aber nicht alles damit dichten. Ich würde Traßkalk nehmen.

Grüße



Ausführung von Sandsteinmauer - Überträgt sich Salpeter ?



Hallo,
das heißt also ich muss die eine Sorte der Sandsteine komplett entsorgen um sicher zu gehen. Was ist von der Variante mit der vertikalen Sperre mit Folie od. Bitumenbahn zu halten (Ich weiß sonst wirklich nicht wohin mit den befallenen Steinen)?
Zum Maueraufbau: Ich hatte eigentlich schon vor die Steine satt in Mörtel zu setzen, also keine Trockenmauer. Für das Versickern sorge ich mit einer Drainage. Der Boden hat keine wasserführenden Schichten, obwohl es ein Hang zu einem Bachlauf hin ist. Die einzelenen Mauern werden max. 1,20m hoch - Terrassenformig angelegt, mit 3 Mauern -> ca 3,50 Höhe des Hanges, der abgefangen werden soll.
Ich wollte die Sache schon richtig Dicht machen, da bei der momentanen "Trockenmauer" (wenig professionelles Übereinanderschichten von Steinen) das Unkraut ohne Ende wuchert, dass man mit dem Wegmachen nicht mehr nachkommt.
Was ist mit Ausgleichsschichten gemeint?
Wie ist die Mischung von Trasskalk - gibt es das als Fertigware?
Ist Trasskalk auch geeignet beim satten vermörteln?

Gruß und Dank!





Hallo,

Trasskalk gibt es als Fertigware.
3 mal 1,20 Höhe ist in Ordnung.
"Un"kraut kenne ich nicht nicht, wohl aber eine botanisch interessante Vegetation in Trockenmauern mit Zimbelkraut, Streifenfarn, Veilchen etc....

Ausgleichsschichten: Die mauer sollte nicht ganz im Verbund angelegt werden, höchstens hin und wieder einen hohen Stein einsetzen, der so hoch ist wie zwei normale Schichten. Dann wieder auf einer Ebene anfangen.

Grüße