Wir sind`s

03.10.2007



Hallo,

wir wollten uns kurz vorstellen. Wir sind ein gelernter Schreiner und eine Träumerin und tragen uns mit dem Gedanken ein Fachwerkhaus zu kaufen. Zur Zeit haben wir ein Gebäude von 1850 im Auge, dass uns ausgesprochen gut gefällt. Das Haus ist auf den ersten Blick nicht in einem schlechten Zustand. Heute vormittag haben wir das Objekt einer genaueren - allerdings laienhaften - Inspektion unterzogen. Dabei sind uns einige Dinge aufgefallen, wie feuchter Bruchsteinkeller, teilweise Feuchte Wände im Erdgeschoss, gefaulter Querbalken im Keller, Schimmel an Dachbalken. Die größte Sorge macht uns allerdings, dass die Strasse oberhalb vom Fundament verläuft. Wird man hier der Feuchtigkeit überhaupt Herr? An zwei Seiten könnte theoretisch aufgebaggert werden (zwecks Trockenlegung), an den beiden anderen Seiten schliesst eine Hauswand an bzw. grenzt die neugemachte Strasse direkt an die Aussenwand. Unsere Frage besteht nun darin: Ist ein solches Haus ein Fass ohne Boden? Oder lohnt es sich den Kauf weiter in Erwägung zu ziehen?
Wir möchten gerne so viel wie möglich selbst machen sind uns allerdings im Klaren, dass man Fundament- bzw. Dachgeschichten besser einem Fachmann überlässt. Stürzt man sich mit so etwas in den Ruin?

Über erste Kontakte würden wir uns freuen.
Einen schönen Feiertag wünschen Stephanie und Thomas



Golden Age



Hallo Träumer

ich hab mir vor zwei Jahren auch so ein altes Haus gekauft (Baujahr 1853), und bis jetzt sind weder die Kosten aus dem Ruder gelaufen, noch ist das Haus eingestürzt - im Gegenteil, es ist super, dort zu leben, und viel billiger als vorher zur Miete. Empfehlen würde ich aber doch, mit einem Gutachter das Haus zu besichtigen (Kosten ca. 200 - 1000 €, je nach Dauer und Leistung, Gutachten mündlich oder ausführlich schriftlich), mir war's das Wert.

Nur Mut
stt



Gutachter



Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Einen Gutachter wollen wir auf jeden Fall zu Rate ziehen. Wir warten allerdings noch auf ein paar Angaben von den Eigentümern. Bis dahin würden wir gerne so viel wie möglich über die Schäden an dem Haus in Erfahrung bringen.

Aus diesem Grund habe ich einige Bilder eingestellt. Freue mich über jede Schätzung möglicher Schadensursachen und evtl. Tipps zur Beseitung bzw. Schätzungen zum Finanzierungsaufwand.

Grüsse Stephanie und Thomas



Auch mein Rat...



...beginnt zu sparen, indem Ihr Geld ausgebt - für einen fachwerkerfahrenen Architekten und einen Bautenschutzfachmann. Laßt Euch unbedingt Referenzobjekte benennen und sprecht mit den zugehörigen Bauherren. Architekten machen nicht weniger falsch als andere Berufsgruppen - diese erste Entscheidung könnte die wichtigste für das Baugeschehen sein.

Grüße

Thomas



Träumer



Träumer - ich bin auch einer - haben oft im Leben die Wahl zwischen finanziellem und geistigem Ruin.
Für mich wäre letzteres der Einzug in eine Etagenwohnung. Darum haben wir ein 200-jähriges Fachwerkhaus renoviert.
Das Geld ist weg, aber das Haus ist da - und wir fühlen uns wohl drin!

Bei den (vielen) Tiefpunkten die kommen werden darf man das Ziel nicht aus den Augen verlieren und muss sich immer wieder sagen: Ich habe es so gewollt - und ich will es immer noch!

Viel Spaß,
Frank



Vielen Dank



Lieber Frank,

vielen Dank für die aufmunternden Worte. Das Projekt nimmt immer mehr Formen an und wir haben morgen einen Termin mit dem Architekten. Euch auch noch viel Spass.

Seid ihr schon ganz fertig mit renovieren/sanieren? Was habt ihr reingesteckt?

Viele Grüsse
Stephanie und Thomas



Fachmann



Hallo Thomas,

morgen haben wir einen Termin mit einem Architekten aus dem Raum Bonn, der sich auf Fachwerkhäuser spezialisiert hat und selbst in einem sanierten Fachwerkhof wohnt. Von ihm wollte ich eine erste Einschätzung machen lassen (Wert des Hauses, grobe Schätzung des Sanierungsaufwandes für ca. 150 €). Nach den Referenzen werde ich ihn morgen fragen. Das ist eine gute Idee.
Hast Du vielleicht auch noch einen Bautenschutzfachmann im Raum Bonn - Koblenz parat? Um ein Gutachten kommen wir ohnehin nicht herum und wir würden gerne ein Gutachten zum Sanierungsaufwand in Auftrag geben. Dazu möchte ich allerdings nicht den Architekten nehmen, sondern eine unabhängige Person.

Vielen Dank schon mal
Stephanie und Thomas



Wendet Euch doch



an:

Planungs-/Gutachterbüro Arnold
Ulrich Arnold
Frohlinder Straße 50
44577 Castrop-Rauxel
Tel.: 02305-690304
Fax : 02305-690305
eMail: DiplIngFHArnold@gmx.de

Das ist zwar nicht so ganz der Raum Bonn, aber sollte es dem Ulrich Arnold zu weit sein, nennt er Euch mit Sicherheit einen guten Kollegen.

Viel Erfolg wünscht

Thomas



fertig mit dem renovieren ??



Hallo

wir haben unser Haus recht günstig gekauft (< 100 000 €) und bislang etwa 40 000 € reingesteckt (Badezimmer, Küche, Geschossdecke dämmen, Elektrik, Dach, Fassade, Dachrinnen, Fussböden, Wände u.a. - teuer war das insgesamt eigentlich nicht). Gottseidank hat uns das die Bank mitfinanziert. Aber fertig mit dem renovieren ??? Das ist man bei so einem alten Haus wahrscheinlich nie.

Good luck
stt




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