Stahlträger vor und unter Holzbalken

04.01.2006



Um einen grösseren Flurdurchgang zu schaffen soll eine Holzkonstruktion durch ein umgekehrtes Stahl-U ersetzt werden. Das würde bedeuten, daß sich der Stahlträger (Doppel-U, 10cm breit und hoch) DIREKT unter bzw. vor Holzträgern bzw. - ständern befände. Ist das bedenklich für die Holzteile oder sollte man das lieber hinterlüften ?



????



Können Sie eine Skizze einstellen ?
Das ist leider völlig unverständlich.

Gruß





Was ist denn daran unverständlich ???
Die Frage ist: Stahlträger auf/unter/neben/vor Holzträger - mit oder ohne was dazwischen ? Wird das Holz evtl geschädigt, wenn sich in direkter Nähe ein Stahlträger befindet? Kondensiert vielleicht in Aussenwandnähe die Feuchtigkeit eines Raumes an einem eher kühlen Stahlträger und schädigt so den in unmittelbarem Kontakt befindlichen Holzständer ?
Ich kann nicht zeichnen - selbst wenn ich es könnte, ich kann es dann nicht einstellen ... Tut mir leid.



Verständnisfrage



Bindet der Stahlträger in die Außenwand ein?
Wenn das ganze im Innenraum eingebaut wird können Sie Holz und Stahl miteinander verbinden, bzw. kann das Holz auf Stahl aufliegen.





Der Träger steht im Innenraum (Flur, schwach geheizt), grenzt aber mit einer Seite an die Aussenwand. Er soll dann später mal verschalt werden, aus optischen Gründen, evtl verputzt - dann wäre er ja in die Aussenwand mit eingebunden ...



Die Bedenken sind berechtigt...



...daß sich dieses Detail immer als Schlüsselstelle entwickeln kann.

Der Gedanke mit der Hinterlüftung ist im Ansatz richtig; nur wie garantiert man, daß die Hinterlüftung 2 - 20(0) Jahre funktioniert?? Das wird wohl nicht machbar sein!

Wie Herr Stasch richtig schreibt, stellt die Verbindung der unterschiedlichen Materialien im Innenbereich kein Problem dar. Im verputzten Zustand und Außenwandbereich ist dies natürlich kritisch. Hier sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, daß eventuell auftretende Feuchtigkeit, die sich an den kalten Metalloberflächen niederschlagen wird, auch wieder abtransportiert werden kann. Hier hilft dann nur eine konsequente Ausführung bis ins Detail; ich würde dies genauso wie bei einer Fachwerkschwelle mit einer Kalk- oder Lehmmörtelfuge lösen.

Ein Einpacken mit Dachpappmaterial steht dem Ziel, Feuchte abzuleiten, entgegen. Natürlich schreibe ich das hier ohne Kenntnis der Einzelheiten, so auch ohne zu wissen, ob kraftschlüssige Verbindungen der unterschiedlichen Materialien statisch notwendig werden...

Mit Grüßen
Uwe Berghammer



Zwischenlage



Wir würden trotzdem eine statisch feste Entkoppelungsauflage auf den Stahlträger legen (als Trennschicht zwischen Altholz und Stahlträger). Hartholzlage oder einige Streifen Rollkork, aber keine Dachpappe oder gar folienartige Materialien.
Hat folgende Bewandnis, da die beiden Bauteile unterschiedliche Temperatur im raum aufnehmen und besitzen, kommt es an den Kontaktebenen zu leichten Feuchteentwicklungen, die sofort in das Weichholz übertreten und aufgesogen werden. Als Erscheinungsbild für viele bestimmt bekannt, wenn sich an solchen Stellen rostbraune Holzeinschnürungen mit leichten Längsrissen sich zeigen oder ersichtlich sind.

Grüße nach Orfgen
Udo





Danke - damit komme ich dann zurecht: Hartholzauflage ...Hinterlüften ...KM/LM-Fuge ...
Kriege ich hin.

Lehmmörtel brauche ich auch noch, Herr Mühle ...;-)
Gruss, Joe