Hoftor Sanierung

09.06.2003



Ich stehe im Moment vor einer etwas drastischen Entscheidung. Mein Haus (hessische Hofreite, gebaut um 1700, leider verputztes Fachwerk) liegt direkt an der Hauptverkehrsstaße des Ortes. Das zugehörige Hoftor, 2-flügelig, ca. 4x5 meter ist in einem erbarmungswürdigen Zustand und muß komplett saniert bzw. ausgetauscht werden. Die jetzige Konstruktion ist aus billiger Fichte, die Rahmen aus Eiche. Mein Problem ist der Rahmen. Dioe Balken sind in sehr gutem Zustand, nur mache ich mir Sorgen um die Verankerung. Derzeit stehen sie auf einem Kalksandstein Sockel und sind dort auf einen Eisenkern aufgespießt und mit Holznägeln verzapft. Abgesehen davon, das die Holzdübel de facto weg sind, macht mir der Eisenkern Sorgen. Selbst wenn der noch gut wäre, was ich bezweifle, dann glaube ich einfach nicht daran, das diese Konstruktion das neue Tor halten wird. Die neuen Flügel werden aus massiver Eiche sein und die Träger fallen natürlich auch entsprechend massiver aus. Ich rechne mit einer Gewichtszunahme von mindestens 300%. Außerdem würde ich gerne das Tor der Mauerhöhe anpassen, was einen zusätzlichen Meter bringt.
Ein befreundeter Statiker empfiehlt mir den Verbau eines Stahlträger, der in ein Fundament vergossen wird. Das wird zwar halten, aber ich verliere den schönen Charakter. Auch wenn ich den Träger mit Holz umkleide. Kann mir jemand sagen, ob ich statt Eisenträger nicht auch Holz in ein Betonfundament giessen kann? Ich mache mir Sorgen um Fäulnis und Säure. Habe schon an andere Holzarten wie Bongossi, Bangkirai oder Greenheart gedacht. Damit kennt sich hier aber kaum jemand aus. Wer sich also berufen fühlt, mir einen Tipp zu geben, der sei herzlich dazu aufgefordert.
Danke schon vorab.





Hallo Herr Durotin, wo in Hessen wohnen Sie denn genau? - Wir haben einen genialen Zimmermann (am Rande des Vogelsbergs), der könnte Ihnen vielleicht weiterhelfen. Eichennägel könnte man ja ersetzen. Ich würde auf keinen Fall Holz in Beton eingießen, das gammelt. Wie wärs vielleicht mit Bodeneinschlaghülsen oder Winkeln? Grüße Annette