Rostumwandler für Stahlträger in Kappendecken?

02.01.2006



Die Stahlträger in den Kappendeckendecken unseres Hauses (ca. 1905) sind angerostet, mitunter recht stark. Wir werden die Statik durch Stützsäulen entschärfen, aber ich würde gerne den Rost stoppen.

Kann ich dazu Rostumwandler aus dem Automobilbedarf (z.B. Fertan) verwenden? Gibt es bessere Produkte? Ich stelle mir vor, nach dem Entfernen der Oberböden einige Liter auf/neben die Träger zu schütten und auf die Kapillarwirkung zu vertrauen...

Blödsinn oder erfolgversprechend?



Kellerdecke



Lieber Herr Dellen
es gibt sicher in Deutschland millionen von Häusern uas dieser Zeit mit diesem Problem, ich habe auch eines davon.Ich glaube nicht, dass der Rostumwandler hilft.Je nach Salzgehalt und Feuchte des Gewölbes werden die Träger auch innen angegriffen ( habe schon ausgebaute gesehen die durchgerostet waren ). Ich habe beidseits an den Wänden unter den Trägern Schafte hochgemauert ( 24 x 75 )und da einen Breitflanschträger aufgelegt. Zum alten Rostträger habe ich etwa 2 cm Luft gelassen und diesen Zwischenraum dann mit Sandzement ausgeworfen.
Falls Sie das Gewölbe Freilegen und Sie der neue Träger im Keller stört, können Sie auch ein starkes Stahlblech unter den alten Träger ziehen, es muss breiter sein als der Träger, dann Rundeisen durch das Blech nach oben durchstecken ( bohren ) und die Rundeisen oben in einen Ortbetonsturz einbetonieren. ( Eine Firma aus Frankenberg/Sa bietet dazu ein komplettes System ). Das alles ist etwas aufwendig, ohne rechnen würde ich das nicht machen.
Es ist auch wichtig, das Kellerklima durch Lüften und evtl. andere Massnahmen so gestalten dass kein Schwitzwasser an den Trägern sich niederschlägt.
Beste Grüsse
Gotthard Senf



Träger in Kappendecken



Guten Tag,

in den meisten Fällen, die ich kenne, kann man Entwarnung geben: die Rostentwicklung ist nur oberflächig, darunter liegt blanker Stahl. Sie können dies durch Kratzen und Schleifen leicht selber feststellen: bleibt nur noch Rost übrig, ist der Träger hin. In diesen seltenen Fällen sollte man sich eher mit der Deckensanierung in neuen Trägern befassen als mit dem Unterbauen. Das heißt: Beton raus, Träger raus, neue Decke rein.
Bisher hatte ich aber erst einen Fall (von mehr als 100), bei dem dies (teilweise) nötig wurde.
In leichten Rostfällen hilft es, lose Teile zu schleifen und den Rest mit Rostumwandler/Primer zu Streichen und anschließend mit Rostschutzgrund zu grundieren. Schichtstärke: > 200 my.

Gutes Gelingen



mmhmm...



Hallo Dietmar, für die außen sichtbaren Flansche der Träger magst Du recht haben, meine Erfahrung jedoch ist eher: Sollte der Flansch angegriffen sein, sieht der Steg meist noch viel schlimmer aus (wenn er noch da ist). Um auf Nummer sicher zu gehen lasse ich an stark angegriffenen Stellen des Flansches mittlerweile immer mal Steine der Kappe herausnehmen um den Steg kontrollieren zu können.
Grüße aus Leipzig von
Martin Malangeri



Dankeschön...



...für Ihre Antworten!

Ich habe jetzt teilweise abgeschliffen, teilweise Steine aus der Decke genommen und bin zu dem Ergebnis gekommen, Daß ein Anstrich wohl reicht...