Träger noch zu stützen oder schon gefährlich?



Träger noch zu stützen oder schon gefährlich?

Hallo Zusammen,
wir planen das Haus zu kaufen, in dem wir schon seit 13 Jahren wohnen. Die Träger im feuchten Keller habe ich mir früher nie genau angeschaut - der Keller war aufgrund der Feuchtigkeit gar nicht nutzbar.
Jetzt hatte ich einen Maurer um eine Kostenabschätzung gebeten - der hat tief durchgeatmet und gesagt, das sieht schlimm aus.
Es handelt sich um je zwei Träger der Längen von ca. 3m, 4m und 4,7m.
Ist das noch mit überschaubaren Kosten zu stützen?
Ich habe viel über rostige Träger gelesen, aber hier habe ich den Eindruck, dass von einigen Teilstücken fast nichts mehr übrig ist. Ein schmaler Träger ist auch schon verbogen.
Ich habe den Tipp bekommen mittels Baustützen frische Eichenbalken unter die Träger zu drücken, da die Träger ja weiterhin zerbröseln, dann regelmäßig über Monate vorsichtig nachdrehen. Der Keller wird damit zwar zur Säulenlandschaft, das würde mich aber nicht stören, Hauptsache das Haus wird gesichert. Zusätzlich würde ich die Lichtschächte unverzüglich wieder öffnen (wurden zugemauert - halte ich für den größten Fehler!) und über den Winter sanft trocknen, ggf. auch mit Hilfe eines kleinen Bautrockners.
Kann mir hierzu jemand etwas sagen, gerne auch einen Kontakt im Westerwald Nähe Koblenz, wer Erfahrung damit hat.

Vielen Dank schon einmal für Eure Unterstützung.
Schönen Gruß aus dem Westerwald
Nina



wie immer aus der Ferne



ist eine Diagnose nicht wirklich sinnvoll.
Ihr Plan erscheint mir aber auf keinen Fall für eine Dauerlösung sinnvoll.
Das Austrocknen des Kellers wird, wenn es überhaupt funktioniert (da es früher gewünscht war Feuchte Keller zu haben) Jahre dauern. Das Holz wird also wieder faulen oder aber doch anders als der Stahlträger nachgeben, da es weicher ist.
Mein Statiker hat mir nach Begutachtung der Träger die Resttragfähigkeit berechnet und Lösungsvorschläge gemacht. Der eine waren gemauerte Stützen unter dem vorhandenen Träger. Der andere war Stahlträger unter den vorhanden Träger zu setzen und entsprechende Auflager herzustellen. Die dritte und für micht sinnvollste Lösung war die, die Decken darüber auszukoffern, die Träger optional zu konservieren und das Gewölbe als Schalung für eine Ortbetondecke zu nutzen. Im Zeifelsfall kann ich das Gewölbe, sollte es zu schlecht werden entfernen und die Decke darüber bleibt unberührt. Das alles kann dir aber nur ein Statiker ausrechnen.

Viele Erfolg



in Auflösung



... aus der Ferne schwer zu sagen ob das schon gefährlich ist. Der Träger ist jedenfalls durch. Wie zuvor schon beschrieben werden auch Holzunterstützungen nicht von Dauer sein. Schädigungen die nur im Randbereich stattgefunden haben können schon einmal mit Abmauerungen entschärft werden. Wenn ein Träger sich jedoch im mittleren Bereich oder durchgängig in Auflösung befindet kann nur noch ersetzt werden. Entweder Felderweise oder komplett. Muss man sich ansehen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer