Träger von Kappendecke völlig durchgerostet. Meine Idee ist...

14.09.2009



Hallo Zusammen,

mein Problem: der Doppel T-Eisenträger von meiner Kappendecke (ca. 100 Jahre alt) ist völlig vermodert und wird nur noch vom Rost zusammengehalten. Wundert mich, dass die Decke überhaupt noch hält!

Meine Idee wäre jetzt, den Kellerraum (4*4m), mittels Mauer genau unter dem Träger, zu halbieren. Falls der Träger nun endgültig nachgibt, würden sich die beiden Felder in der Mitte auf die Mauer stützen. So meine Therorie.

Geht das, ober bin ich auf dem Holzweg?

Danke und Gruß

Markus



wirklich weggerostet?



kann ich mir kaum vorstellen, hast Du schon mal die grobe Bürste und die Flex angesetzt und dann gemerkt, daß noch viel "Fleisch im Bau" ist?

Gruß...J.





Kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Oft wurden in dem Zeitraum Eisenbahnschienen verwendet und da dauert es mehr als 100 Jahre bis die durch sind.
Bei mir war auch nur oberflächlicher Rost drauf. Abschleifen und fertig ist.



Kappendecke



Hallo,

20% Verlust gelten im Allgemeinen als Grenze, jenseits der man handeln muß. Im Allgemeinen rosten die Wandauflager stärker als das Feld, dann kann man Ersatzauflager schaffen, im Feld versäubern und Rostschutz streichen.

Wenn aber ein Träger hin ist, dann sichert man durch angeschweißte Flacheisen die Nachbarfelder gegen Ausbeulen, entfernt zwei Felder und den defekten Träger und setzt einen neuen ein.

Mit freundlichen Grüßen





Hallo Markus,

wo ist er denn völlig durchgerostet? Wie sehen die Auflager in den Wänden aus und wie steht es über die Länge um das unten liegende Zugband. Fotos - auch von den Endfeldern wären gut.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Träger ist wirklich verfault



Hallo Leute,

danke für die aufbauenden Worte, aber der Träger ist durch und die Decke hält nur noch aus Gewohnheit. Die Decke hat nur einen Träger und entsprechend auch nur zwei Felder. Schaut euch bitte die Fotos an.

Gruß

Markus





und hier: habe schon etwas gepickelt und geschliffen, aber nur Rost und kein Metall:(



und hier



...sieht schlimm aus



bin schon mal angefangen, das Fundament für die Stützmauer einzuschalen



...soll eine zweischalige Mauer aus 11,5er Kalksandsteinen werden...Was meint ihr?



Träger im Profil



...ist aufgegangen wie ein Hefeteilchen...



Extremer Rostbefall



...



vielleicht Sachverstand abfragen



Guten Tag !

Vor großen Aktionen würde ich einen Statiker meines Vertrauens befragen. Vielleicht gibt es ja bei Euch in der Nähe einen solchen Experten, der sich das verrostete Etwas anschaut und ggfs. in seinem Büro nachrechnet. Dann gibt's ein handfestes Ergebnis und er übernimmt die Verantwortung. Ein guter Statiker kann das Gewissen entlasten...

Liebe Grüße
Rheinpilot



Würde ich nicht einfach so machen



Um meine Kellerdecke (ebenfalls mit verrosteten Trägern, allerdings nicht so schlimm) finden gerade Diskussionen zwischen Architekt, Statiker und erfahrenem Maurermeister um die beste Methode der Wahl statt. Gerade der Maurer hat grundsätzliche Einwände gegen gemauerte Stützen. In so einem Fall gibt es einfach mehr Faktoren, als man als Laie überblicken kann. Ich würde daher auch nicht ohne Expertenrat tätig werden.

Viele Grüße





So ist es. Ein einfaches Untermauern schließt auch ein späteres Nachsacken einfach nicht aus, wenn der Träger letztlich nicht mehr kann ...
Fundamentschalung auf Kellerboden ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Ist denn bisher ergründet worden, weshalb der/die Träger so hinüber sind? Ist die auf dem Bild sichtbare Wand nass/feucht?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Der Keller war jahrelang feucht...



...und hat vor 5 Jahren einen Betonboden erhalten. Der Keller macht jetzt einen trockenen Eindruck und auch die Wände sind nicht besonders feucht.
Da die Schalung auf einer dicken Betonschicht zu trägen kommt, sollte der neue Betonsockel eigentlich das Gewicht tragen können. (Das Streifenfundament soll auch nur zur Nivellierung dienen, da der Betonboden zwei unterschiedliche Höhen hat (1-2cm Unterschied).

Ich habe so gedacht: Wenn der marode Träger das Gewicht trägt, dann bestimmt auch eine lotrechte und gut gemauerte Mauer. Die Mauer soll quasi als Brückenpfeiler dienen.

Die Wand soll 24cm stark werden. Ich bin mir nur noch nicht ganz schlüssig, wie ich die entstehende Lücke zwischen Mauer und Träger überbrücken soll.

Könnte als Auflagefläche Holz dienen oder doch lieber Zement?
Mann könnte dann auch gleich die Lücke zwischen Mauer und Träger komplettzuschmieren, damit keine Luft mehr zum Rosten dran kommt.

Danke und Gruß

Markus





Meistens hält es nicht aus Gewohnheit, sondern weil das Mauerwerk dem Druck standhält, den die Decke nach aussen ausübt, um Platz zum Einknicken zu haben.
Warum klopfst Du die Decke nicht einfach raus und lässt eine Betondecke einziehen? Das geht mit einer Betonpumpe relativ einfach und Ruhe ist.



kg mit stahlträger



wir haben schon reltiv viele Keller mit diversen Stahlträger mit saniert aber in Ihrem Falle kommt wohl nur ein Wechsel in Frage. Für kompetente Hochbau- bzw. Maurerunternehmen sollte das auch schnell und preiswert realisiert sein.

Oder 30 cm Spritzbeton drauf



Hier meine Lösung...



das sollte halten...

24er Vollstein-Kalksandsteinmauer auf Betonfundament.
Oberdrauf zwei bügelbewährte Stahlbetonträger über der 76cm Maueröffnung. Der kleine
Luftspalt zum Träger (0 - 3mm) ist mit Unterstopfmörtel unterfüttert.

Die Mauer steht direkt "in Flucht" unter dem maroden Träger.

Kosten: 326 Euro. Bauzeit: 3 Wochen in Eigenleistung am Abend nach der Arbeit.

Gruß

Markus



Deine Erfahrung...



Hi Markus,

hab leider beim Hauskauf, da das Haus beim Besichtigung noch bewohnt war, ich nur 1 mal im Keller drinnen war,
die fast durchgefaulte Kappenträger im Dunkele Kellerecke übersehen, und jetzt hab ich den Salat...

Ich bin eigentlich auf das gleiche Idee gekommen...

Wie ist deine Erfahrung nach 2 Jahre mit diese Lösung ?

Gruß,

Frank
der Morgen noch ein Statiker herbei holt.



Die Decke ist noch nicht herunter gekommen :-)



Hallo, noch alles bestens. Keine Probleme bis jetzt...

Die Mauer hat sich auch noch nicht bewegt und auch keinelei Rissbildung.

Gruß und viel Glück

Markus