muß ein man eine Abwassergrube haben?

06.12.2006



haben uns ein kleines Häuschen nördlich von Berlin gekauft das bis vor knapp einem Jahr von einer alten Frau bewohnt wurde. Diese hatte an ihrem Haus kaum irgendwelche modernisierungen vornehmen lassen. Sprich, das Haus besitzt kein Bad/Toilette, Heizung . Jediglich in der Küche gibt es Wasser welches in eine Sickergrube im Garten fließt. Im Stall hatte sie eine Komposttoilette zu stehen die, ich muß gestehen, sehr gut funktioniert. Nun wissen wir noch nicht inwieweit wir dieses Häuschen umbauen und sanieren wollen. Kann es sein dass man gezwungen wird eine Klärgrube einzubuddeln (das Dorf ist nicht an Kanalisation angeschlossen) und eine Toilette einzubauen? Könnte das Wasser in der Küche, oder besser gesagt die Sickergrube, ein Problem sein? Ich hab keine Ahnung ob das wann immer das war mit Genehmigung gebuddelt wurde oder nicht.

liebe Grüße und herzlichen Dank
j.



Abwasserbehandlung



Hallo,
wie es sich anhört, hatte Ihre Vorgängering ziemlich alles im Griff, im Stil der goldenen Zwanziger. Den selben Zustand haben wir auch in unserem Haus.
Sie hingegen sind im Vorteil: wenn das Dorf nicht am Abwassersystem hängt, kann Ihnen kein Zweckverband das Geld aus der Tasche leiern, um um überdimensionierte Ringleitungen zu finanzieren.
Vorgeschrieben sind (länderrabhängig) sicherlich Kleinkläranlagen, also mindestens 3-Kammersysteme.
Aber im Hinblick auf den Schadstoffeintrag im Garten sollte man eventuell den Einbau einer biologischen Minikläranlage in Betracht ziehen. Das ist bei einem kleinen Haushalt lediglich eine 3m tiefe Kiste, 1m Durchmesser und vollautomatisch. Die wird eingegraben und kann auch mit Solarstrom und Pufferbatterie betrieben werden. Wenn sie nicht zu Hause sind, kann Sparmodus gefahren werden, dann dreht der Quirl nur alle paar Stunden. Bakterien gibts im Laden und sind jederzeit nachfüllbar. Abwässer aus normalem Haushalt werden so geklärt. Was hinten rauskommt, ist klar und sauber, lediglich Phosphate sind erhöht, aber das ist bei öffentlichen Anlagen auch nicht besser.
Das Kompostklo im Stall würde ich trotzdem nicht verschrotten, ist eine hundertprozentige Biolösung und immer bereit...

Alles Gute



Abwasser



Bevor man sich hier in Spekulationen versteigt, müsste man wissen, für was das Haus genutzt wird (Wochenendhaus oder ständiger Wohnsitz)!
Auch ist es wichtig zu wissen, als was die Gegend im Wasserschutz ausgewiesen ist.
Die Auflagen dafür kann man beim Umweltamt der Gemeinde erfahren. Ich würde mich auch erkundigen, ob nicht etwa der Anschluss an die Kanalisation geplant ist.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik





Das Haus wird als Wochenend/Ferienhaus genutzt. Haben schon bei der Gemeinde nachgefragt wegen Anschluss an die Kanalisation. ist nicht vorgesehen. Wasserschutz weiß ich nicht wie das dort ist. Unter Bestandschutz könnte das Fehlen einer Toilette nicht evtl. fallen? Schließlich gibts dieses Haus in dem Zustand schon länger als ein paar Jahrzehnte. Nun, dank erstmal.
Jean