Tischplatte aus massiven 100 jährigen Kiefernbalken

12.08.2014 dr.-hasenbein



Hallo ich bin der neue =)

Ich möchte nach Tips fragen zum Bau einer massiven Tischplatte.

Ich habe aus einem 100Jährigen Gebäude 6 Kehlbalken aus dem Dachstuhl getrennt (wird jetzt abgerissen) Es handelt sich vermutlich Kiefer.

Abgerichtet ergibt sich ein Maß von etwa 13cm x 9cm und 2,50m Länge.

Ich gehe nicht davon aus, dass vor 100 Jahren, die Balken frisch aus dem Wald in den Dachstuhl kamen (?) die Balken also vorher schon (ab)gelagert waren ?

Ich würde gerne die Balken nach dem Abrichten, alle nebeneinander verleimen, und an den Kopfenden je ein Abschlußstück welche zusammen mit den aussenliegenden Balken mit 90°Gehrung die Platte wie ein Bilderrahmen einfassen.

Habt Ihr spontan Tipps für mich was ich beachten könnte/sollte um ein Verwerfen einer so großen Platte zu verhindern ? Besonders mit Hinblick auf so altes, trockenes Holz ?

Würde mich sehr über eure Meinungen freuen. =)



Wird



der Tisch im Freien aufgestellt?

Wenn Ja, das Abschlußstück nicht anbringen.

Grüße
Gerhard





Hallo,

Wegen dem Quellen-Schwinden ?

Nein, es soll ein Küchentisch für 8 Personen werden. ~80x240m also im Innenbereich aufgestellt werden. Aktuell ist das Holz wirklich sehr trocken. Die Kopfenden sollten wohl mit Flachdübeln verleimt werden weil quer zur Faser ?



Tischplatte



Hallo,

das Abschlußstück am Kopfende würde ich mit einer Fremdfeder anleimen, d.h. in das Hirnholz eine Nut, ca. 1,5 cm breit und 2 cm tief, sowie die gleiche Nut in das Abschlußstück einfräsen, und eine Hartholzleiste als Feder einleimen.

Grüße
Gerhard



Holz wird...



nicht trockener, wenn es älter wird. Mehr als die Ausgleichsfeuchte stellt sich nicht ein. Nahezu unabhängig vom Alter wird das Holz also weiter arbeiten. Und was genau bedeutet hier "sehr trocken"? Haben Sie das mit einem besseren Gerät gemessen? Stimmen die aüßere Feuchte und die Kernfeuchte überein?

Zudem entspricht die Qualität von Balkenholz nicht der von Tischlerware. Für Ihre Platte wird ein Tischler feinjährige Mittelbretter wählen. Ihr Holz ist weder feinjährig, noch aureichend Mittelbrett.

Ich rate also von einer Konstruktion ab, die viele Tischler mittlerweile leider überfordern würde UND für die Sie kein geeignetes Holz haben. Auch wenn's sehr schön aussähe.

Einfacher (aber nicht leicht) wäre, die Hirnleisten wegzulassen und 4 Gratleisten (ca. 60 x 40mm hochkant) in die Plattenunterseite einzugraten. Während nämlich die angedachten Hirnleisten das Arbeiten der Platte bis zu dem Punkt verhindern, wo sie sich lösen oder die Platte reisst, ermöglichen richtig und straff eingearbeitete Gratleisten das arbeiten der Platte und halten sie eben.

Grüße
Thomas





Die Balken stammen aus einem Haus dem ich persönlich sehr verbunden bin. Ich möchte versuchen diese Verbindung für mich persönlich zu erhalten in dem ich einen Teil davon als Tisch in meinen Alltag integriere. Anderes Holz fällt also (leider?) aus.

Das mit der Hartholz Fremdfeder ist doch schon mal eine Idee.

Ist die große Dicke von 9cm eher ein Vorteil für eine ebene Platte, oder eher ein Nachteil ?

Weitere Ideen wären an der Unterseite der Platte längs oder quer (?) Entspannungfugen einzusägen oder z.B. einen Rahmen aus z.B. 20x40mm Stahl Vierkantrohren von unten aufzuschrauben. (Evtl. Auch um dort die Beine anzubringen)

Hierzu evtl. noch Meinungen ?

Für gute (!) Gradleisten glaube ich reicht meine Erfahrung und technische Mittel nicht. :(





Wahrscheinlich müßen die Balken eh noch gehobelt und abgerichtet werden,laß dir doch die Leisten vom Tischler machen.
Der könnte auch die Holzfeuchte bestimmen,evtl. sogar trocknen.
Ich habe schon Tischplatten gesehn die 12cm dick waren und auch aus Balken gefertigt wurden.



Also:



Das mit der Hartholz Fremdfeder ist doch schon mal eine Idee.

Funktioniert hier aber nicht

Ist die große Dicke von 9cm eher ein Vorteil für eine ebene Platte, oder eher ein Nachteil ?

Eher vorteilig, aber auch nur bei korrekten Tischlerverbindungen

Weitere Ideen wären an der Unterseite der Platte längs oder quer (?) Entspannungfugen einzusägen oder z.B. einen Rahmen aus z.B. 20x40mm Stahl Vierkantrohren von unten aufzuschrauben. (Evtl. Auch um dort die Beine anzubringen)

Vergiss das besser. Da kombinierst Du hohen Aufwand mit verlohrener Liebesmüh.

Das Getriebe Deines Autos hast Du auch nicht aus dem Ganzen gefeilt. Die Gratleisten wären also eine kleine Aufgabe für einen Tischler. Verdirb das Material nicht aus falsch verstandener Verbundenheit.

Grüße

Thomas





Hey, danke schoneinmal für die Antworten und Teilnahme :) viele Meinungen sind immer gut, um sich eine gute Eigene bilden zu können :)

Zu:
"Das mit der Hartholz Fremdfeder ist doch schon mal eine Idee."

Funktioniert hier aber nicht

-> Warum genau nicht ? Was ist dabei zu erwarten ?

Zu den Gradleisten: werden die Balken alle zusammengeleimt und dann kommt die Gradleiste rein ? Oder ist die Gradleiste die einzige Verbindung die die Einzelteile zusammenhalten ?

Zur Trockenheit:
Der Dachboden ist recht schlecht belüftet und nicht isoliert... Da herscht aktuell ne Temperatur von 25Grad Nachts bis 40-50 am Tag. Mit max 20% Luftfeuchtigkeit.

In die Platte von unten längs Entspannungsfugen einzusägen wäre nicht viel Aufwand... Ist trotzdem davon abzuraten ?

Vielleicht auch interessant, ein: "Wie genau würdet Ihr das Vorheben angehen" ? :)

Vielen Dank für eure Teilnahme !!!!



z.B



https://www.youtube.com/watch?v=lo6TvCqbh-c

Grüße Martin



Die...



"Verbindung" einer breiten und dicken Massivholzplatte mit einer Querleiste per zierlicher Fremdfeder sperrt das Arbeiten der Platte ab und versagt deshalb alsbald. Das Querstück fällt also bald ab. Vielleicht reisst die Platte aber vorher noch, je nach Qualität der Ausführung.

Die Platte wird üblicherweise komplett verleimt, abgerichtet (falls erforderlich) und dann werden die Gratnuten eingearbeitet und die Gratleisten angefertigt und eingeschlagen.

"Enstspannungs"fugen (korrekter: -nuten)verhindern das Quellen und Schwinden des Holzes nicht, dienen allenfalls als Sollrisstellen und sind bei einer abgesperrten Konstruktion nicht hilfreich.

Grüße
Thomas





Der Tisch auf dem zuletzt geposteten Video hat von unten auch solche eingeschlitzten nuten... Also überflüssig ?

Ich seh schon, das es hierfür wohl keine eindeutige Lösung gibt. Dafür vielleicht mehrere richtige oder mehrere falsche =)



Es hat keinen Sinn, Dottore,



wahllos etwas herauszupicken. Wichtig ist an dem geposteten Video: Der Tisch hat Gratleisten! Die garantieren das Arbeiten des Holzes und Formstabilität.

Auf die Nuten würde ich verzichten, sie Schaden aber nicht, WENN Gratleisten vorhanden sind. Sie nutzen gar nichts und schaden eher, fehlen die Gratleisten.

Warum glauben so viele, eine qualifizierte Tischlerarbeit macht man kraft Promotion halt so mit?

Ich empfehle nochmal, einen Tischler hinzuzuziehen. Der würde das Holz vor allem erst eimal in Sachen Holzfeuchte messen, ggf. trocknen, und hat das Maschinarium für diese Sache schon warmgelaufen zur Hand. Und sollte es an der See keinen geben (unvorstellbar), packs in die Tüte und schick es nach Dresden :-)

Grüße

Thomas



In



der Tüte aber nur mit Hermes ,DHL nimmt keine Tüten an....;-)





=)^^

also, das Holz ist TROCKEN ! Dieses Holz zu trocknen bringt nix ;)

ABER ich bin inzwischen wohl schon selbst der Meinung (auch durch euch) die beiden Anschlußstücken wegzulassen. mir nutzt ja kein Tisch der toll aussieht aber sich ständig verholt.

komisch ist nur das ich schon einen solchen Tisch gesehen hab ? Handarbeit vom Tischler, so 70er Jahre... dunkles hartes Holz...

VIELEN DANK NOCHMAL FÜR EURE TEXTE !!!



Hi Doc



Ich hab auf m Hof dreihundert Jahre altes und trockenes Eichenholz liegen,prima zum Fachwerkbau geeignet ,aber für ne Tischplatte wäre es viel zu nass.
Ich hab so ein bisschen das Gefühl du willst unbedingt mit dem Kopf durch die Wand.

Ich würde da schon auf den Thomas hören,der mit Sicherheit ganz andere Ansprüche an sein Tischlerarbeit hat wie du,aber du wirst den Tischplattenbau nicht neu erfinden.

Grüße Martin





Oh, nein. Ich will nicht mit dem Kopf durch die Wand ! Deshalb bin ich ja hier ;) Aber wie auch Ihr seht sind selbst hier die ansichten nicht die selben... siehe Fremdfeder an dem Kopfstück...

Meiner Meinung befand/befindet sich das Holz die letzten Monate in einer tollen "Trockenkammer", siehe:

"Der Dachboden ist recht schlecht belüftet und nicht isoliert... Da herscht aktuell ne Temperatur von 25Grad Nachts bis 40-50 am Tag. Mit max 20% Luftfeuchtigkeit."

...selbst die Späne beim raussägen waren eher staubig als alles andere...

Aaaaber ich werde gerne versuchen so ein Messgerät zu leihen und dann zu messen. ;)

Was ich aber eben toll finde, ist Sie Tatsache dass es sich hier um ein Gewerk handelt welches Erfahrung benötigt und damit entgegen der schnellebigen Zeit steht...

Und da ich das Holz nicht verderben will, sondern wirklich erhalten bin ich eben schon so weit die Kopfstücken wegzulassen, weil das eben nicht funktionieren wird...

Ich habe auch schonmal eine (alte) Seetruhe nachgebaut, mit Runddeckel und nur Leim und Dübelverbindungen, Schwalbenschwanz etz. diese hat sich auch nicht verformt oder Risse bekommen.





hab ich gerade gefunden:

http://www.tischfabrik24.de/index.php?cat=TISCHPLATTEN_UNIKATE&lang=DEU&product=SP-KIEFER-PLATTE-M

Ist also auch nicht das gelbe vom Ei ? trotz dem Preis ^^



Nö...



solcher Brennholzcharme von einem "Tischler", der nicht mal Beine aus Holz hinbekommt, dafür aber Preise jenseits von Eden aufruft...stimmt eher traurig. Aber offenbar ist jeder irgendwie ältlich ausschauende Mist in unserer sich ständig verändernden Umwelt verkäuflich. Nostalgizismus? Selbst eine Werkbank sollte eine bessere Fläche bieten.

Das Thema Trockenheit ist nicht nach dem Hoffnungsprinzip zu klären. Ferner eine gleichmäßige Trockenheit von Balken, die erst noch aufzutrennen sind, unwahrscheinlich. Letztlich sei auf die eingangs erwähnte notwendige Holzqualität noch einmal hingewiesen.

Es mag ja sein, daß Sie meine Argumente mangels Fachwissen nicht verstehen, aber das wäre ein weiterer Grund, das Ganze einem Massivholztischler in Ihrem Umkreis anzuzvertrauen.

Grüße

Thomas



Hey Leute,



lasst Ihn doch seinen Tisch bauen.
Wenn es schiefgeht - na und.

Ich persönlich habe mal auf Grund einer Wette, zusammen mit Freunden, einen Stammtisch für unsere Kneipe innerhalb von 5 Stunden gebaut (1,00 m breit, 3,00 m lang).

Aus Eichenbohlen 60 mm stark, bestimmt mit einer Holzfeuchte von 18 oder 20 Prozent.

Die Tischplatte, Gestell und Beine waren von einem anderen Tisch, steht nunmehr 20 Jahre in der Kneipe und hat sich nicht verzogen - Gratleisten sind nicht zum Einsatz gekommen.

Grüße
Gerhard



Spaßvogel:



"Die Tischplatte, Gestell und Beine waren von einem anderen Tisch, steht nunmehr 20 Jahre in der Kneipe und hat sich nicht verzogen - Gratleisten sind nicht zum Einsatz gekommen."

Wenn alles, was einen Tisch ausmacht, von einem anderen Tisch stammt, hast Du gar nix gemacht, sondern 5 Stunden Bier getrunken...

Außerdem hast Du Deine (herbeigeträumte???) Bohlenplatte nicht verleimt, das ist also ein ganz anderes Thema.

Prost

Thomas



Hallo ???



mir wurde (von jemand Bekanntem) nun erklärt, dass die Tischplatte in Ihrer Breite (80cm) 1% quellen/schwinden wird. Also ~8mm
Die Kopfhölzer in gleicher ausrichtung nur 0,1% weshalb es irgendwann Rissen kommen wird.
Man darf Holz nicht in arbeitsrichtung komplett sperren.

So erklärt habe ich das verstanden und eingesehen, dass ich die Kopfhölzer weglassen sollte.

Das scheint hier aber leider noch niemand gelesen zu haben...

Das das Holz trocken ist scheint hier auch erst dann geglaubt zu werden wenn ich Fotos vom Messen zeige, warscheinlich sogar erst wenn das Gerät aus der top Profi-Liga stammt... schade.

hier wird immer nur geschrieben: "das geht nicht" und leider nicht: "das geht nicht, WEIL:"

Deshalb hab ich mich hier angemeldet, um zu lernen was passiert WENN ich etwas so, oder so mache, oder eben lasse...





mir sind persönlich 2 Handgearbeitete Familien Tische für je 8 Personen bekannt, die solche Kopfhölzer haben... Beide sind absolut eben und rissfrei. Ich schätze so ca. 30 Jahre alt.
Vollholz ! kein Funier !
Irgendwie geht es ja wohl doch!?



ich sortier mal bissel zusammen



dr.-hasenbein
mir wurde (von jemand Bekanntem) nun erklärt, dass die Tischplatte in Ihrer Breite (80cm) 1% quellen/schwinden wird. Also ~8mm
Die Kopfhölzer in gleicher ausrichtung nur 0,1% weshalb es irgendwann Rissen kommen wird.
Man darf Holz nicht in arbeitsrichtung komplett sperren.

Thomas W. Böhme
Einfacher (aber nicht leicht) wäre, die Hirnleisten wegzulassen und 4 Gratleisten (ca. 60 x 40mm hochkant) in die Plattenunterseite einzugraten. Während nämlich die angedachten Hirnleisten das Arbeiten der Platte bis zu dem Punkt verhindern, wo sie sich lösen oder die Platte reisst, ermöglichen richtig und straff eingearbeitete Gratleisten das arbeiten der Platte und halten sie eben.

dr.-hasenbein
Das das Holz trocken ist scheint hier auch erst dann geglaubt zu werden wenn ich Fotos vom Messen zeige, warscheinlich sogar erst wenn das Gerät aus der top Profi-Liga stammt... schade.

Holzfeuchte messen Wikipedia

Du misst nur den elektrischen Widerstand nah an der Holzoberfläche.

dr.-hasenbein
hier wird immer nur geschrieben: "das geht nicht" und leider nicht: "das geht nicht, WEIL:"

Thomas W. Böhme
Zudem entspricht die Qualität von Balkenholz nicht der von Tischlerware. Für Ihre Platte wird ein Tischler feinjährige Mittelbretter wählen. Ihr Holz ist weder feinjährig, noch aureichend Mittelbrett.

dr.-hasenbein
mir sind persönlich 2 Handgearbeitete Familien Tische für je 8 Personen bekannt, die solche Kopfhölzer haben... Beide sind absolut eben und rissfrei. Ich schätze so ca. 30 Jahre alt.

Thomas W. Böhme
Zudem entspricht die Qualität von Balkenholz nicht der von Tischlerware. Für Ihre Platte wird ein Tischler feinjährige Mittelbretter wählen. Ihr Holz ist weder feinjährig, noch aureichend Mittelbrett.



Lieber Hasenbein,



es gibt für Ihr Projekt mehrere Fehlerquellen:

-die erste und größte sind Sie selbst: Sie verstehen von der Sache nichts, können deshalb fachliche Argumente auch nicht werten, futtern statt dessen Halbwissen, nehmen sich den falschen Teil davon und staunen, daß keiner "Ihrer" Meinung ist. Ihre Einschätzung "Holz ist trocken" zum Beispiel ist völlig irrelevant. "Reich" zum Beispiel sind Sie aus Sicht eines Tippelbruders, wenn Sie auf einer Kiste Fusel sitzen; aus Sicht Ihres Steuerberaters möglicherweise, wenn Sie die dritte Million geschafft haben. Und so ist das auch mit der Holztrockenheit: Ihr Holz darf weder zu trocken; noch zu feucht sein. Es muß vielmehr zur am Einsatzort zu erwartenden Luftfeuchte passen. Für normal klimatisierte Innenräume entspräche das etwa einer Holzfeuchte von 9%, die auch gleichmäßig für alles eingesetzte Holz gelten sollte. Ist es zu feucht, lauern Risse und Verwerfungen, zu trocken hingegen sind ebenfalls Verwerfungen wahrscheinlich. In beiden Fällen fällt die Hirnleise ab. Verwerfungen soll die Gratleiste verhindern, ohne das Arbeiten des Holzes zu verhindern.

- die zweite Fehlerquelle ist die falsche Konstruktionsweise. Viele meisterhafte Spanplattentischler beherrschen das Vollholz leider schon nicht mehr, also dürften Sie auch bei der praktischen Umsetzung nicht erfolgreich sein

- das Material, das Sie verwenden wollen, ist auch bei fachlich korrekter Verarbeitung deutlich mindergeeignet. Üblicherweise kein reifes Holz (zu jung geschlagen), breite Jahresringe, wenig Mittelholz). Für Hirnleisten unbrauchbar, mit fachlich korrekt eingebauten Gratleisten aber beherrschbar.

Exkurs zum Thema Holzfeuchte: Fichte z.B. "arbeitet" über Hirn ca. 0,01%, radial ca. 0,19%, tangential ca. 0,35%, Wohlgemerkt je 1% Holzfeuchteänderung. Zwischen Heizperiode und feuchtem August kann auch im Innenraum die Holzfeuchte um bis zu 5% schwanken (im hochgedämmten Neubau auch noch mehr). Somit ist die Auskunft Ihres Bekannten höchst unvollständig, und Sie können sich nun selber ausrechnen, wie groß Ihr Tisch im März und im September ist.

Viel Spaß damit

Grüße

Thomas



Tisch



Hallo

Sie schreiben … 

vermutlich Kiefer.
GUT

Abgerichtet ergibt sich ein Maß von etwa 13cm x 9cm und 2,50m Länge.
GUT
soll der Tisch 9 oder 13 cm dick werden?
Wie genau werden die Ergebnisse sein von der Hobelei? ist das ne "erwachsene Hobelmaschine" oder Spielzeug?


Ich gehe nicht davon aus, dass vor 100 Jahren, die Balken frisch aus dem Wald in den Dachstuhl kamen (?) die Balken also vorher schon (ab)gelagert waren ?
meist haben die frisches Holz verwendet … 

Ich würde gerne die Balken nach dem Abrichten, alle nebeneinander verleimen,
GUT
und an den Kopfenden je ein Abschlußstück welche zusammen mit den aussenliegenden Balken mit 90°Gehrung die Platte wie ein Bilderrahmen einfassen.
"gehen" würde das aber dann kann es zu Rissen innerhalb der Platte kommen … 
Wenn Sie mit einer Mittelfuge leben könnten … würde auch das gehen

… um ein Verwerfen einer so großen Platte zu verhindern ? Besonders mit Hinblick auf so altes, trockenes Holz ?
"trocken wird das schon sein … 

Wenn es kein Hochleistungstisch wie im Video werden soll … sondern eher was "rustikales" mit ein paar Rissen im Holz aber eben DICK … dann geht das ohne weiteres … die Ansprüche dürfen halt nicht zum hightechmöbel gehen … " huch da ist ein Riss" oder "das ist aber krumm" … 

So ein Möbel ist halt was rustikales und wird die Flaschen Wein aushalten, die man darauf trinken wird und in Notzeiten werden Sie auch Schweine darauf schlachten können … so ein Tisch hat was … aber nix "Zierliches …

Dann aber bitte nicht lackieren … eher Ölen … 

Wem's gefällt … dem gefällts … 

Lassen Sie sich nicht entmutigen … 

Mail bei Fragen

Florian Kurz



Mancheiner...



vergisst seine Lehrzeit aber schnell, warum auch immer :-)



Ach ja,



, es gibt viele Möglichkeiten ,

an ein wirklich schönes Möbelstück zu kommen.
-


Gutes Gelingen !



@ Scherzkeks Böhme



Sie haben natürlich Recht, wenn Sie schreiben, dass alle Teile von einem anderen Tisch stammen.

Hab mich leider verschrieben, es sollte heißen, dass die Tischplatte neu gemacht wurde, das Gestell stammt von einem Gartentisch aus Rundholz.

Die Eichenbohlen wurden von mir abgerichtet, gehobelt, gefügt und mit einem Verleimfräser profiliert.

Nach dem Verleimen habe ich die Tischplatte geschliffen und die Ecken abgerundet.

Statt den Gratleisten wurden unter der Tischplatte Bohlen 6/12 hochkant mittels Holzbauschrauben befestigt, diese Bohlen sind mit dem Gartentischgestell verschraubt.

Ich denke mal, Herr Böhme, dass Sie noch nie einen Tisch selbst gebaut haben, von der Materie nicht viel Ahnung und davon recht viel haben.

Anstatt konstruktive Beiträge zu bringen kommt bei Ihnen nur Wischiwaschi heraus.

Zu guter Letzt: Nach der Herstellung des Stammtisches hat das wohlverdiente Bierchen sehr gut geschmeckt und schmeckt immer noch.

Prost
Gerhard



Angetrunkene...



Zimmerleute, die fehlerhaft beschreiben, wie sie einen Tisch bauen, sollte man besser nicht nach Sachen fragen, die sie nicht gelernt haben. So wie ich von der Errichtung von Dachstühlen keine professionellen Kenntnisse habe, sollte ein Zimmermann besser die Finger von Tischen lassen. Wie der Darstellung zu entnehmen, versteht er nämlich nicht allzu viel davon. Und gelernt hat er's in der Zimmererausbildung ganz gewiss nicht. Für die Saufbrüder mags freilich genügen. Man kann sich auch Tische schöntrinken :-)

@ AM Das ist ein Bild von Treibgut (bin gerade an der See). Doch wo ist der Tisch?

Luschtig, was aus einer Bastelübung so alles werden kann findet

Thomas



Könnt



ihr mal runter kommen?Worum gehts, um nen simplen selbst gebauten Tisch..... und Stimmung wie im Nahen Osten....