Diese Schlingel, diese :-)))

25.06.2006



nach dem grobschliff des dielenbodens, der noch orginalsubstanz ist (um 1860), hat mein Tischler mich fasziniert auf einen gigantischen fake hingewiesen: wir waren bisher davon ausgegangen, dass er aus extrem breiten bohlen besteht, herausgestellt hat sich nun, dass mehrere bretter zusammengeleimt wurden (und das überaus geschickt und haltbar - ich hätte es nicht gesehen ohne hilfe) und die entstandenen bohlen wurden dann nut und feder verlegt. offenbar hieß es damals nicht: "schau mal meine schicke einbauküche!", sondern eher: "gucke mal, was ich für breite dielen(minimum 250 jahre alte tanne!) ich habe!"

in diesem zusammenhang auch noch ein paar fragen: der tischler vertritt die auffassung, dass es derzeit nicht nicht viel sinn macht, im fugenbild zwischen nut und feder über eine ausspanung nachzudenken, da die bude niemals nach heutigen vorstellungen beheizt war, die letzten 10 jahre mehr oder weniger leer stand und auch durch teilweise neuverputzung sehr viel Feuchte eingebracht wurde - er würde zwei/drei jahre abwarten und dann über eine verschönerung nachdenken. ich denke, der mann hat recht?
da schließt sich dann folgende frage an: ich gehe von einer stampflehmschüttung aus (jedenfalls hatte ich die im dach, wo ich den einfachen, fakefreien Belag ausstauschen musste). wird die dem staubsauger standhalten? mit drei hunden hat man ein inniges verhältnis zum staubsauger...



Wo er recht hat,...



hat er recht, der Schreiner. Diese charmante Dielentrickserei ist mir übrigens auch schon unter gekommen.
Die zweite Frage ist schon schwerer zu beantworten, aber bei dem Projekt, dass ich letztes Jahr betreut habe, hat es diesbezüglich keine Probleme gegeben. Ab und zu mal ein klackern im Rohr, aber nichts Besorgnis erregendes.
Grüße
Martin Malangeri