Alten Tisch restaurieren?

24.03.2008



Hallo zusammen!
Ich möchte diesen alten Tisch restaurieren. Er wackelt nicht und scheint noch sehr stabil, hat aber natürlich Abnutzungserscheinungen, Kratzer etc. Er ist circa 50 Jahre alt. Holzart weiß ich leider nicht.
Ich stelle mir vor, dass ich ihn so restauriere, dass er am Ende antik aussieht, mit Verzierungen in Gold, vielleicht mit Blattgold auf weißem gebeiztem Grund... aber das sind die Feinheiten, die zum Schluss kommen. Da bin ich auch noch nicht so festgelegt. Falls also jemand diesbezüglich bescheid weiß, wenn es an die Verzierungen geht, dann immer her mit den Tipps! :)
Wie gehe ich nun am besten vor? Ich werde Hilfe von meinem Vater bekommen, der ist kein Laie und hat auch die nötigen Werkzeuge und Mittelchen oder weiß zumindest, wo man die bekommt.
Ich wäre sehr dankbar über Vorschläge, was jetzt zu tun ist.
Ich habe Fotos angehängt, zum besseren Verständnis.
Danke für eure Hilfe!!!



ob das ergebnis



geschmackvoller wird, als der jetzige zustand? sicher liegen sie mit der einschätzung 50 jahre so ziemlich richtig, ich halte es auch für ein stilmöbel der 50er/60er und somit für die kopie einer kopie (des zweiten rokoko)in funktion eines fernsehtisches (insofern ist es dann wieder ein orginal, denn selbigen möbeltypus gab es weder im rokoko noch im louis pilippe). auf jeden fall ist es natürlich keine antiquität und es wird auch nie eine und von daher ein gutes übungsobjekt, falls sie mal wirklich planen, ein rokoko-möbel zu restaurieren, aber das ergebnis wird natürlich gruselig, weil diese kopien von kopien halt mit wirklichen rokokomöbel soviel zu tun haben wie apfel mit pfirsisch. in weiß mit gold finden sie das sicher auch neu in möbelhäusern, die danach trachten, neobarocke kundschaft zufrieden zu stellen...denn diese stilmöbel behaupten sich doch tapfer bis heute...
ansonsten würde ich es es als solides funktionsmöbel - gute qualität aber vollkommen anspruchslos - behandeln und es einfach benutzen - bißchen dunkle möbelpolitur und fertig. denn das gute stück ist vermutlich lackiert in der zeit überm furnier...? wenn nicht, kann man ja für lohnenswertere restaurierungen mal bißchen mit schellack üben beispielsweise...
antik jedenfalls wird dieses Möbel allenfalls und immer nur aus 200m entfernung und von schräg oben links aussehen und ich kann mir auch sonst keine "behandlung" vorstellen, die das ding irgendwie orginell werden lässt...
trotzdem verdient es natürlich achtung ist für den Müll viel zu schade!



Gelsenkichener Barock...



...nennt sich so was wohl.

Ich würde mit etwas Beize eventuelle Kratzer optisch verschwinden lassen, und mit einer dunklen Möbelpolitur etwas etwas überwischen, fertig.

Das "Rokokoisieren" wird ein scheußlich Ungethüm schaffen, wetten?

Grüße

Thomas



Also ich tippe auf ---



--- Stalin - Barock --
( hast ja recht Thomas ) Rokoko - Tuning ist eine hohe Kunst und sollte nur von absoluten Eggsbärden ausgeführt werden --- aber nur noch bis heute um Mitternacht - Dann ist
nämlich Schluss mit der Eierei ( zumindest bis zum nächsten
Osterfest )



Nun ja...



Jeder hat ja mal klein angefangen, nicht wahr? Soll jetzt auch nicht mein Meisterstück werden, von daher ist es ja ganz sinnvoll, sich nicht gleich an Antiquitäten zu versuchen, bei denen man nur verlieren kann.
Trotzdem danke für die Tipps, auch wenn sie meine Pläne zum Scheitern verurteilen. Werde mich natürlich trotzdem am Aufmöbeln probieren.
Bin für weitere Hinweise natürlich mehr als dankbar!



Buchempfehlung



"Gestalten mit Öl- und Lackfarben/ Vergolden"
Kurt Schönburg
VEB Verlag Berlin, 1989
ISBN 3- 345-00154- 3





Es fehlt noch Omas geklöppelte Spitzendecke in Hellblau oder Altrosa.
Im Falle des Misslingens bleibt der Heizwert als Trost.





Danke an alle. Genau das stelle ich mir unter einem Forum vor. Hilfe, konstruktive Beiträge und Kritk sowie ein netter Umgangston.
Herzlichen Dank nochmal an alle selbsternannten Experten, die ihr wohl in den höchsten Sphären der Restaurationskunst wandelt!



Was genau erwartest Du von einem Forum?



Daß alle Deiner Meinung sind und es supischön finden, das Tischchen weiß anzupinseln und dann Goldblätter drüberzumalen? Dazu brauchst Du ja auch kein Forum, Baumarkt reicht.

Ich restauriere seit ca. 20 Jahren Möbel. Unter anderem habe ich schon viele solche Heimwerkereien, wie Du es beschreibst, wieder entfernt und das originale Möbel wiederentstehen lassen. Von einem Fachmann kannst Du nicht allzu viel Verständnis für Dein Vorhaben erwarten.

Grüße

Thomas





Dann bleibt ihr Fachmänner mal unter euch.

Euer Expertentum ist meiner Ansicht nach kein Grund, einen Anfänger in seinem Vorhaben von Anfang an schlecht zu reden, ohne ihm Hinweise zu geben, es besser zu machen oder generell seine Ambitionen zu unterstützen. Ich habe schließlich betont, dass ich Laie bin und dies mein erster richtiger Versuch sein wird, überhaupt mit Holz zu arbeiten.

Trotz aller nicht entgegengebrachter Hilfe, könnt ihr mir vielleicht verraten, wo genau ihr vom Himmel gefallen seid?!





Hallo

Ich würde (und das ist mein Ernst) das Ding nicht betont "geschmackvoll" in weiß und gold Streichen sondern eher zu kräftigeren Farben (z.B himbeerpink oder Maigrün, meinetwegen auch mit einer Goldkante) greifen um das ganze betont kitschig werden zu lassen. Als Einzelstück in einer sonst normalen Einrichtung kann das dann schon wieder kultig kommen.

Als Material taugen hierfür ganz normale Wasserlösliche Acryllacke aus dem Baumarkt ( da gibt es auch Goldfarbe)

Gruß
Dorothée



Beratungsresistenz?



>Euer Expertentum ist meiner Ansicht nach kein Grund, einen Anfänger in seinem Vorhaben von Anfang an schlecht zu reden, ohne ihm Hinweise zu geben, es besser zu machen oder generell seine Ambitionen zu unterstützen.

Es wurde mehr oder weniger deutlich geäussert, dass es sich nicht lohnt. Niemand wird Sie daran hindern, den Tisch zu "restaurieren" (wobei der Begriff in Fachkreisen eine feste Bedeutung hat, die etwas anderes meint, als das, was Sie vorhaben); aber beschweren Sie sich bitte nicht darüber, dass Sie hier keine vorbehaltlose Unterstützung bekommen. Die Ironie meint Ihr Projekt und nicht Sie als Person.
>Ich habe schließlich betont, dass ich Laie bin und dies mein erster richtiger Versuch sein wird, überhaupt mit Holz zu arbeiten.
Eben.