Bodenaufbau für Verlegung alter Dachbodenziegel

08.04.2006



hallo,
wir wollen im EG (nicht unterkellert) alte dachbodenziegel Verlegen und müssen deshalb unseren sonst geplanten Bodenaufbau (schotter, geovlies, vulkangestein, polsterhölzer mit dielenboden) wohl in diesen bereichen der ziegelverlegung etwas abändern - aber wie? ersuche um eure infos und tips betr.
- bodenaufbau (diffusionsoffen!)
- hab mal kurz von korkestrich gehört: wäre dies eine geeingete form, wie wird dieser hergestellt, wie muss dafür der bodenaufbau sein?
- ebenso über verlegetips für die Ziegel (dachten an lehmmörtelbett o.ä.?)
- und deren oberflächenbehandlung
im voraus bedanke ich mich für eure rückmeldungen
lg sandra



Etwas zum Thema:



1. Lehmmörtel ist wasserquellbar und hält irre lange aufgenommene Feuchte zurück, wenn Sie den Boden mal naß reinigen, dürfte das kein Vorteil sein.

2. Ziegelplatten lasse ich grundsätzlich in Dickbett aus Luftkalkmörtel legen, das verträgt am besten.

3. Als Schlußbehandlung ist Magermilch (Kasein) eine gute Methode, Tip: An einer Platte Saugfähigkeit und optisches Ergebnis testen.

4. Diffusionsfähigkeit spielt auch nicht die geringste Rolle, entscheidend ist der kapillare Feuchtetransport: 1000:1!

Viel Glück!

Konrad Fischer



Danke für die Tips



hallo herr konrad, danke für die tips betr. ziegelboden und ihre infos betr. Heizleiste - "offene variante"? wir werden diese form mal überdenken, besprechen und dann evt. nochmals ins forum gehen/schauen: für genauere infos!
danke vorerst, schönes wochenende sandra



@ C. Moser - Weitere Erläuterung:



Feuchtigkeit liegt in Baustoffporen 1000:1 in Flüssigphase vor, da die H2O-Moleküle als Dipole mit ihren H-Ionen an den reichlich vorhandenen Sauerstoffionen der Baustoffporenoberfläche "andocken", sprich "tröpfchenbildend" abkondensieren. Wie sich eben Wassermoleküle gerne und unaufhaltsam zu Tropfen "zusammenrotten", sobald sie nur irgend können.

Um Wasser in Flüssigphase zu verdampfen fehlt in den Baustoffporen die Wärmeenergie (oder ein grünes Männchen mit Tauchsieder, beliebt auch IR-Bestrahlung bei Feuchtehavarie und Mauertrocknung, ein ganz schön aufwendige Erhitzungsmethode, ebenso wie "Heizstäbe").

Deswegen kann der Feuchtetransport in Stoffen vorwiegend nur in Flüssigphase, also kapillar stattfinden.

Wer die Diffusionsoffenheit von Beschichtungen und Stoffen anpreist, hat davon eben keinerlei Ahnung, plappert irgendwas unverstanden Aufegschnapptes nach oder will die für seine Verkaufsabsicht unangenehmen Fakten unterschlagen. Klaro? Denn eine nur "diffusionsoffene" Beschichtung sperrt das Baustoffwasser - das durchaus durch Diffusion einwandern kann (z.B. aus abkondensierender Luftfeuchte!) - brutal ein und verursacht Auffeuchtung, Blasenbildung, Frostabschälung, Schimmelbildung, Veralgung usw.

Bauphysik ist eben doch etwas mehr als Herumgeförmel nach Norm (der Hersteller von Plastikpampen).