Tipps zur Fassadenreparatur/Verschönerung gesucht

24.07.2017 Wolf



Hallo

wir haben ein Lothringerhaus, wahrscheinlich ca. 300 Jahre alt. Auf der einen Seite ist die Fassade noch einigermaßen "historisch" erhalten, also Kalkputz mit viel Sand und Kies (siehe Foto).

Dazwischen hat aber jemand irgendwann verschiedene Partien mit Beton ausgebessert, und das sieht reichlich fürchterlich aus (siehe ebenfalls Foto).

Nun suche ich nach einer Möglichkeit, die Betonpartien möglichst einfach und kostengünstig so zu überdecken, dass sie in Farbe und Textur dem Rest der Fassade näherkommen.

Kann mir dazu jemand ein paar Tipps geben?

Meine ersten Versuche mit Kalkputz sind fehlgeschlagen, er hält einfach nicht auf dem Beton.

Wie wäre es, die Partien mit Streichputz oder Sumpfkalkfarbe, etwas eingefärbt mit Terra di Siena, einfach zu streichen? Würde das eurer Ansicht nach gehen und einigermaßen aussehen?

Ich danke Euch im voraus für Eure Tipps!

Wolf



Fassadensanierung



Eine schöne alte Türöffnung mit Sandsteingewände und einem scheitrechten Entlastungssturz.
Tja, irgendein Dödel hat die Tür zugemauert, mit Putz zugeschmiert und mit dem Rest auch noch Fugen verstrichen.
Die zugemauerte Türöffnung sollten Sie so bekleiden das man sofort erkennt das hier eine Änderung stattfand. Dann sollte die Änderung reversibel sein. Ich hoffe der Obi-Jünger hat da genauso gepfuscht wie mit dem Putz.
Am einfachsten wäre es eine Trockenbauplatte (Wedi, Aquapaneel) auf Traglattung (Z- Profil) aufzuschrauben, zu spachteln und zu streichen. Wenn schon neu dann richtig.
Das Türgewände reinigen, offene Fugen schließen, fehlende Teile (unten) ersetzen. Dafür am besten einen Steinrestaurator holen.
Den Putz vom Glattstrich befreien. Das heißt: Hammer, passende Meißel, Geduld und Vorsicht. Lose Putzteile ebenfalls entfernen. Leider kann ich auf dem Foto nicht erkennen wie die ursprüngliche weitgehend abgewitterte Putzfläche einmal aussah, die sollte man anstreben nachzubauen. Der hydraulische Kellenputz der oben drauf ist dürfte nur einige Jahrzehnte alt sein. Zuerst ein Konzept mit Rezeptur für den Putz nachempfinden, also Sieblinie, Bindemittel, Struktur. Das muß ein Fachmann machen. Selbst Maurer die nicht im Bereich Restaurator ausgebildet sind scheitern an so etwas.
Natürlich kann man auf die Schnelle aus Kalkhydrat, etwas Zement und einem Kiessand einen passablen Kellenputz zusammenmixen der dem Orginal irgenwie ähnelt und damit ein paar Stellen ausbessern.
Ich glaube das Haus hat Besseres verdient.