Wie verputze ich eine Lehmwand und vor allem mit was?

15.08.2007



Hallo,

dies ist mein erster Beitrag im Forum. Ich habe mit meiner Freundin begonnen ein Fachwerkhaus von 1780 zu restaurieren. Um erste Gehversuche zu erlernen haben wir uns ein einfaches Zimmer hergenommen. Wie haben die alten Tapeten entfernt und an zwei Wänden den alten Putz abgeschlagen um das Fachwerk freizulegen. Die Balken haben wir abgeschliffen und mir Palisander gestrichen. Die Lehmfelder zwischen den Balken haben wir mit Drahtbürste geglättet und die Übergänge zum Holz begradigt und "schön" gemacht. Dann haben wir den brösseligen Lehm mit Acryl-Grundirung einmal eingepinselt. Nun stehen wir aber vor der Schwierigkeit des Verputzens.
Ich habe mir folgendes gedacht: Netzgitter auftragen und dann Putz rauf und dann farbig streichen. Ist das so richtig? Aber welchen Putz nehme ich bloss? Über Tipps bin ich sehr sehr dankbar!

Andreas



Hallo Andreas,



Das mit der Acryl-Grundierung macht Ihr besser schnell wieder runter, sonst hält da kein Putz.
Abkratzen, Aufrauhen und Vornässen und Lehmputz dünn
oder Kalkputz (ist aber schwieriger)
Warum nehmt Ihr Euch nicht einen der das kann.
Zumindest zum 1x Vorführen?
Grüße aus Erfurt
Uwe



Die Tipps wurden alle schon gegeben...



und zwar hier im Forum. Man sollte sich nur mal die Mühe machen, sich in die Materie einzuarbeiten.
Also: Hier und im Internt stöbern und lesen. Suchfunktionen wurden bereits erfunden.
Und da es bei euch sicher nicht beim Verputzen, bleibt hier mein Extratipp: Was im Baumarkt angeboten wird, kannst du in der Regel nicht oder nur eingeschränkt in deinem Fachwerkhaus verwenden.





Im Forum bin ich nicht recht fündig geworden. Ich möchte gerne Wissen, ob meine Arbeitsschrittüberlegung an den Lehmwänden richtig ist, oder was anders gemacht werden muss.

Über die Grundierung habe ich nun unterschiedliche Meinungen gelesen.

Und über den Verputz habe ich keine rechte Materialvorstellung...



Moin,



na mit Lehm verputzen und gut is, vorher natürlich die Grundierung abkratzen.





Hallo Andreas,

habe gerade ähnliches hinter mir ...

Zuerst einmal eine Frage: Wie ist euer Haus gedämmt?
Du sprichst von einem Haus BJ 1780, normalerweise ist bei diesen Alten Häusern keine oder keine ausreichende Dämmung vorhanden. Es wäre doppelte Arbeit wenn du nach 1-2 Wintern feststellst das die Dämmung nicht ausreichend ist und dann den ganzen Putz wieder runterkloppen mußt.

Wenn du also der Meinug bist alles ist gut gedämmt dann solltest du sofort das Acryl Zeug wieder runterkloppen.
Acryl hat in einem Fachwerkhaus GAR NICHTS zu suche, außer du möchtest das Haus mutwillig zerstören.
ein Fachwerkhaus muß atmen können, durch Acryl kann es das nicht.
Ich hätte hier folgenden Vorschlag:
Bröseligen Lehm runterhauen, mit Lehmputz ( z.b. Claytec ) neu verputzen, bei 2 Lagigem Lehmputz kann z.b. ein Flachsarmierungsgewebe eingelegt werden, das gibt dem ganzen noch mehr halt, nach angemessener Trocknungsdauer mit einem Lehmfeinputz überputzen ( 1-2 mm.
Als Farbe habe ich mit den Produkten von Lesando sehr gute Erfahrungen gemacht

Viel Spass

Lars



Danke



Danke erstmal für die Antworten.

Das Haus ist wärmeisoliert und die beiden Wände die wir bearbeiten sind Innenwände.

Wie bekomme ich denn die Acryl-Grundierung aus der Wand? Mit der Drahtbürste drüberkratzen?

Als Lehmputz würde ich wohl Rapido nehmen. Denn kann man im Internet bestellen, und er ist von der Tu Berlin als sehr gut getestet wurden.

Dem Lehmputz würden wir Farbpigmente (Eisenoxid) zumischen, damit er eine gelebe Farbe bekommt.



Kalkputz



So, ich habe den Acryl draufgelasse, ein Netzgitter angebrocht und einen Kalkputz von Schwenker NP aufgertragen. Dieser hält sehr gut und sieht gut aus. Kann ich nur empfehlen...