Thermopen Tapete an der Decke, muss die entfernt werden?




Hallo Handwerkerfreunde,
In einem Zimmer befindet sich an der Decke im Erdgeschoss unter Gipsputz Thermopen-Tapete. Im Geschoss oben drüber wird Fußbodenheizung auf die HolzBalkenlage gelegt. Zwischen die Balkenlage eventuell/ wahrscheinlich Trockensand. Meine Frage; das Thermopenzeugs muss weg, oder ? Die Außenwänden habe ich komplett von Thermopen befreit.
Vielen Dank im Voraus für Antworten und Meinungen!
Schönes Wochenende
Andrea



Deckenspachtel



Jetzt wohl schon, nachdem die Hälfte unten liegt.
Wenn die Spachtelung und das Zeugs darunter (keine Ahnung was Thermopen ist) fest an der Decke haftet hätte man es auch dranlassen können.
Jetzt haben Sie Styropor-oder Fliesenkleber an der Decke freigelegt und den kriegt man ohne was zu zerstören nicht mehr ab.
Aus was besteht die Deckenunterseite?



Es bliebe noch genug Fläche..



Es heißt Thermopete, sorry. Drunter ist Spachtelmasse wahrscheinlich aus 1925. im vorderen Bereich lege ich die Balken frei und hier würde ich gerne den Wandbelag mit den schönen Rundungen erhalten.



Thermopete



An den Außenwände habe ich wegen Feuchtigkeitbildung diese Styroportapete komplett entfernt. Die Frage ist, ob sich unter der Fußbodenheizung nicht ebenfalls Feuchtigkeit sammelt, wenn die die Thermopete an der unteren Decke angebracht ist.



Deckengestaltung



Das mit der Thermopete habe ich gefunden. An der Decke kann sie keinen Schaden anrichten, ob mit oder ohne Fußbodenheizung. Wenn das eine Einschubdecke von 1925 ist (da wurden schon fleißig andere Deckensysteme verbaut) dann besteht die Unterseite aus mineralischem Putz. In besseren Häusern war auch noch Gipsspachtel drauf. Das gerillte Zeug ist Kleber und der ist nicht von 1925.
Das mit den Balken Freilegen habe ich nicht ganz verstanden. Geht es hier um einen Unterzug?
Wenn Sie die (wenn es eine ist) Einschubdecke skelettieren wollen- das gab es 1925 nicht. Das gab es eigentlich überhaupt nicht wenn man von mittelalterlichen Sparvarianten wie dem halben oder gestreckten Windelboden mal absieht. Heute findet man sowas noch in volkstümelnden Gaststätten als Fake aus Polyuretanscham oder Bretterverkleidung im 70-ger Jahrestil.
Mein Rat: Ermitteln Sie erst einmal den genauen Aufbau der Decke und überlegen Sie sich das mit dem Strippen der Deckenunterseite nochmal. Im günstigen Fall kommen sägerauhe, unebene Balkenunterseiten mit hunderten von verrosteten Nägeln zum Vorschein, vorher gibt es eine Menge Dreck und Staub.
Hinterher hat sich das Schwingungsverhalten und die Schalldämmung der Decke verschlechtert.
Das auf dem letzten Foto kann ich nicht zuordnen, es gibt keinen Maßstab. Ich sehe nur ein paar bunte Flecken und keine Spuren einer Zahnkelle.
An der Außenwand kann sich Schimmel bilden wenn Innendämmung nicht völlig luftdicht- und dampfdicht zum Innenraum hin aufgebracht wurde.
p.s. Ich habe mir das letzte Bild vergrößert: Da war keine Thermopete drauf. Dort waren Holzlatten auf die Wand geschraubt und dann mit irgenwas beplankt. Das war etwas völlig anderes als die Deckenbekleidung.



Der jetzige Deckenaufbau



Ja es ist überwiegend mineralischer Putz mit Farbe rot, gelb/ocker, grün gewesen. Darauf 3-5 Tapetenlagen, zwischendrin Thermopete!? und Latex und/ oder Elefantenhaut.



Deckenbekleidung



Dannn scheint das auf dem Foto wohl die Deckenoberseite zu sein. Das was noch dranhängt ist die Sparschalung samt Schilfrohr- Putzträger und Deckenputz.
Bei solchen meist sinnlosen Deckenausräumungen wird oft der Deckenputz beschädigt da die Sparschalung immer mal was abkriegt. Die Decke muß wieder neu aufgebaut werden. Einschub wieder rein, Rieselschutz, schwere Deckenfüllung. Obendrauf OSB oder Dielung, je nach dann folgendem Fußbodenaufbau.
Zu der Trennwand:
Hier tauchen bei Ihnen schon das zweite mal Klinker auf, das erste mal auf dem Foto mit der löchrigen Innenwand.
Für solche Zwecke sind diese Steine völlig ungeeignet. Sie vermauern sich schlecht und lassen sich noch schlechter Verputzen wenn sie in eine Normalziegelwand eingesetzt werden. Der Putzer der die Innenwand verputzen soll wird schön fluchen. Immer das Wandmaterial zum reparieren nehmen aus dem die Wand besteht.
Und bitte gerade mauern!



Deckenbalken wegen Wasserschaden freigelegt



Guten Morgen, vielen Dank, für all Ihre Antworten.
Die Balken im Eingangsbereich, habe ich wegen einem Wasserschaden in dem darüber liegendem Bad, freigelegt. Eine Wand wurde entfernt, 2 Balken verlängert, die nicht fachmännisch für eine 2.Treppe abgesägt wurden, und der dicke Querbalken ausgetauscht. Hier soll eine Empore nach oben auf bleiben und an zwei Zimmern eben die Balken nach unten sichtbar sein und weitere zwei Altbauzimmer würde ich gerne mit diesen schönen Deckenrundungen erhalten.
Den Bodenaufbau im 1.OG würde ich gerne erst auf den Balken beginnen.
Im Zuge der Dachsanierung werden die Spitzbögen beider Dächer wegfallen, um auch dort frei Sicht auf alle Sparren haben.
Zurück zur Decke im wunderschönen Südzimmer, Parterre mit freigelegten Pitch Pine Dielen. Ich weiß, dass der mineralische Putz von damals verhaltenswert ist und es heute kein so gutes Zeugs mehr gibt. Aber Thermotapete war und ist drauf und ein weiterer vielleicht nicht nennenswerter Wasserschaden (wahrscheinlich durch eine Gaube), außerdem ist die Decke wahnsinnig rissig. Man müsste ja jetzt hergehen und rechts und links der Risse ausklopfen und dann neu Spachteln. Abgesehen von den Kleberresten ist auch überall Farbe. Wie kann ich mehr Fotos einstellen? Immer nur Einzeln?

Liebe Grüße
Andrea



Deckengestaltung



Man muß nicht die Risse aufklopfen. Wenn man damit anfängt kommt die ganze restliche Decke nach und nach mit herunter. Nur wirklich abgelöste Putzteile entfernen und die Fehlstellen mit einem Mörtel aus Sand, Gips und Kalk ausdrücken.
Die Risse werden mit einer Ecke der Glättkelle etwas aufgeritzt, Sandkörnchen abgefegt und dann verspachtelt. Das Verspachteln empfehle ich für die gesamte Deckenfläche. Nach ein bis zwei Spachtel- und Schleifgängen sollte die Decke wieder so hergestellt sein wie sie mal war.