Thermoboden, Keller, Bodenplatte, vorgesehen, Technik

22.03.2010



Guten Tag!

Meine Familie und ich haben vor ein Haus zu bauen, ein Holzriegelhaus im Schwedenstil soll es werden. Ein grobes Aussieben der Anbieter erfolgte bereits. Für das Fundament bieten die meisten ein "Thermofundament an, hier kann ich mir als Bautechnischer Laie auch noch etwas darunter vorstellen bzw. gibt es ja Informationen darüber im Internet.

Nur haben wir auch einen Anbieter der folgendes anbietet:

"Der original ****-Thermoboden (als Zuwahl gegen Mehrpreis) besteht aus einer Holzbalkenlage (220x45mm/C24) mit oberseitiger Verkleidung mit einer 22 mm OSB-Verlegeplatte. Im Thermoboden sind 220 mm Zellulosedämmung. Unterseitig ist der Thermoboden mit einem soliden Hardboard aus Eukalyptus-Holz verkleidet. Statt einer Betonplatte ist beim Thermobodensystem lediglich ein sehr preisgünstiges Streifenfundament erforderlich."

Ist so etwas sinnvoll, Stand der Technik? Der Lieferant wird uns natürlich nur positives über diese Konstruktion berichten, deswegen hoffe ich hier auf einpaar fachkundige Antworten.

mit freundlichen Grüssen, aus Österreich
Peter.H





Na ja ...
Einige spontane Gedanken dazu:
Exotisches Holz in Oesterreich verbauen?
Keller ist nicht vorgesehen? --> Braucht dann Unterlüftung.
Bei diesem "Thermoboden" scheint es sich um eine gewöhnliche, beidseits beplankte Holzbalkendecke zu handeln, die marketingseitig aufgewertet wurde.

Bei der Ausführung ist mindestens auf ausreichenden konstruktiven Holzschutz zu achten (aufsteigende Bodenfeuchtigkeit, Spritzwasserzone (mindestens 30 cm ab Bodenoberkante) sollte, wenn nicht als Mauerwerk oder in Beton ausgeführt, speziell geschützt sein. Ein Schutzanstrich allein reicht dazu auf Dauer nicht aus, und es wird dann zu einem ästehtischen Problem.

Ich würde mit lokalen Baufirmen bauen, im Stil und mit den dort vertrauten Materialien. Einmal, weil das lokale Gewerbe auch leben will, und dann, weil, wenn mal etwas ist, man sich mit der Vergabe von Reparaturen usw. leichter tut. Es gibt doch in allen Alpenländern eine reiche Holzbautradition.



Hierbei handelt es sich..



... um einen Kriechkeller mit oben aufgelegter Balkenlage. So, wies beschrieben ist, ist es schon lange nicht mehr Stand der Technik. Da ist man vor 10 Jahren gewesen. Die heutigen Kriechkeller (oder auch: torpargrund, krypgrund auf schwedisch) werden ebenfalls gedämmt. Details findet man hier im internet (weiß jetzt nicht, ob ich Firmennamen nennen darf).
Die Bodenplatte (sog. platta på mark) ist schwedischer Standard, aufgrund der nicht vorhandenen Frostschürze leidenschaftlich umstritten...:-))
Thermobodenplatte ist letztendlich auch nur ein Marketing-Begriff, nix weiter.

Gutes gelingen





Der Schwedenhausstil ist einn Kompromiss aus Osdeutschem und Alpenländischem Geschmack :)

Korrekt ein Keller ist aus Kostengründen nicht vorgesehen, deswegen wird es auch ein Fertigteilhaus. Dann hat mich mein Bauchgefühl nicht getrüg, dann werden wir in Richtung Bodenplatte weiter planen.