Terrazzo auf Sand, aufsteigende Feuchtigkeit, wie Sanieren?




Hallo,
Habe in der Küche und im Flur, nicht unterkellert einen alten Terrazzo der bereits durch Risse und erhöhungen beschädigt ist zu liegen. Dieser wurde direkt auf ein Sandbett verlegt. Sobald etwas auf dem Boden liegt wird die Stelle Feucht. Ebenso sind zwei Innenwände durch aufsteigende Feuchtigkeit leicht betroffen.
Eigentlich wollte ich PVC legen aber das ist ja denke ich nicnt möglich.
Muss ich den Terrazzo komplett entfernen? Wie muss der Bodenaufbau sein? Wie abdichten?
Das Haus besteht aus Altbau 1850, teilunterkellert und Neubau 1960 nicht unterkellert.
In dem Unterkellerten bereich ist alles in Ordnung sowohl Wände als auch Keller komplett trocken.
Ebenso der Neubau ist trocken. Eben nur die zwei Räume im Altbau wo der Terrazzo liegt, sind feucht. Es betreffen auch nicht die Außenwände oder ähnliches.
Kann mir jemand helfen.
Habe schon viel gelesen und im Internet gesucht, kam leider nicht zum Erfolg.

Vielen Lieben Dank für die Hilfe

Mfg
Marcus



Terrazzo



Ich vermute als Ursache Kondensatausfall auf dem kalten Terrazzo. Sobald die Luftzirkulation behindert wird kondensiert Luftfeuchte.
Mein Vorschlag: Alles raus und neuen, wärmegedämmten Massivfußboden einbauen.



Guter Ansatz, aber was für die Wände?



Hallo,
Vielen Dank für den ersten Ansatz.
Ich habe nun noch das Problem mit der Feuchtigkeit in wenigen Wänden. Teilweise Lehmwand mit Lehmputz (Altbau) und Ziegeln mit Putz im Neubau. Hier ist jeweils die Wand bis zu einer höhe von ca. 40cm feucht.(Innenwände)
Wenn nun der Boden neugemacht wir wie Sie es sagen, drückt dann die Feuchtigkeit nicht zusätzlich in die Wand?
Wie/Welche kostengünstige variante besteht eine Horizontalsperre nachträglich zu erstellen.(Lehmwand?Injektion??)
Vielen Dank schon einmal für die hilfreichen Antworten
Mfg
Marcus



Wandfeuchte



So kommt man von einem zum anderen.
Hier vermute ich ebenfalls Kondensat durch Wärmebrücken. Das kann man relativ leicht prüfen. Wenn die Wand innen trocken ist dann liegt Kondensat an.
Dieses Märchen "drückt dann die Feuchtigkeit nicht zusätzlich in die Wand?" ist so hartnäckig wie das mit dem vielen Eisen im Spinat.
Sie können sich ja mal den Spaß machen und versuchen eine glaubhafte nachvollziehbare Erklärung für dieses angebliche Phänomen zu finden.
Ich kenne jedenfalls keine.



Bilder gesendet



Hallo Hr.Böttcher,
Habe mir erlaubt Ihnen Bilder vom Geschehen zu senden.
Vieleicht wären Sie so freundlich und würden sich bzgl. auf die Frage dazu äußern.
Danke im Voraus
Mfg
Marcus



Bodenaufbau



Wie schon gesagt wurde-
Bei Böden konzentriert sich nicht die Bodenfeuchtigkeit auf die Wände und führt nicht zu höherer Feuchtebelastung, wenn der Boden abgedichtet wird.

Der Bodenaufbau kann ,wie schon in zahlreichen Beiträgen erklärt, ausgeführt werden:
also ausschachten, Untergrund verdichten, 6-10 cm Estrich-/Betonschicht aufbringen, Feuchtigkeitssperre auslegen und seitlich bis Oberkante Fußboden hochziehen, Dämmung einbringen und Fußboden je nach Anforderung.
Sind die feuchten Wandbereiche genügend beheizt?
Hast du Wand- und Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit gemessen?

Andreas Teich



Wärmere Wände



Der Anschluss der Bodenplatte an die Wände ist eine Wärmebrücke. Ich würde die Dämmung (z.B. XPS) also UNTER die Betonplatte legen.