Terrasse aus alten Sandsteinen, Gredsteinen legen. Wie macht man das?

01.02.2015



Hallo Forenkollegen,

ich will eine 12 qm große Terrasse mit alten Sandsteinplatten, unregelmäßige Formate, 10-15 cm Dicke auslegen. Zur Zeit liegen dort Betonplatten, der Untergrund besteht aus Sand, in tieferen Schichten (40-60cm) kommen alte Bruchsteine zum Vorschein. Eine Art Planum ist nicht erkennbar. Die alten Sandsteinplatten lagen ja wohl in einem Sandbett, aber ich frage mich, ob das noch ein zeitgemäßer Aufbau ist, der auch das Wasser entsprechend abführt. Wer kann mir sagen, wie ich derartige Platten am Besten verlege, verdichte, etc.
Freue mich auf rege Antworten
Viele Grüße
Martin



Terrassenbelag



Ich hoffe das Vorhaben entspricht dann auch Ihren Erwartungen wenn es fertig ist.

Rechnen Sie mit kleinen Pfützen (trotz Gefälle von 2 - 3%) und kippelnden Tisch- und Stuhlbeinen.
Verschmutzungen werden eine Patina bilden, jeder Rotweinfleck und das Fett aus der Kondensmilch oder dem heruntergefallenen Steak bleibt sichtbar wenn man nicht auf Knien mit Reiniger und Wurzelbürste rangeht.
Die optische Erscheinung an sich ist reine Geschmacksache.
Solche großen Profile werden in einer ca. 4 cm hohen Sandbettung (Brechsand bis 4 mm) auf durchlässiger mineralischer Tragschicht (ca. 20 cm frostsicheres Mineralgemisch auf Gefälle wenn kein frostsicherer Boden vorhanden ist) mittels Pflasterhammer und Fäustel mit Gummikappe verlegt.
Voraussetzung sind Steine gleicher Höhe bzw. Dicke!
Also vorher sortieren, dickere Steine als Rückenstütze am Rand in eine Nackenstütze aus Beton setzen.
Auf möglichst enge, gleichmäßige Fugen achten, max. 20 mm Breite. Bei polygonaler Verlegung bedeutet das passende Steine suchen und die Stoßflächen mit Meißel und Fäustel nacharbeiten. Das bedingt ein Mehr an Material für die Fläche da ca. 50% und mehr Bruch und nicht verwertbares Format sein werden.
Die gelegte Fläche wird dann abgerüttelt oder besser mit der Handramme verdichtet, dann Fugensand (Brechsand 0-2) eingefegt.
Nachteile dieser Verlegeart: Bald kommen die ersten Halme durch die Fugen hoch, Kärchern als Reinigung fällt flach, Kehren bringt Bettungssand nach oben.
Besser ist es entweder die Fugen mit versickerungsoffenem Mörtel zu schließen (teuer) oder die Platten gleich in einen Kalk- oder Zementschlag zu setzen und die Fugen mit trockenem Mörtel einzufegen und auszuschlämmen.
Das ist dann zwar besser nutzbar aber wenn Sie nach ein paar Jahren von diesem altväterlichen Ding die Nase voll haben wird der Abbruch Knochenarbeit.



Terrasse



Hallo Herr Böttcher,

danke für die Hinweise. Da zur Zeit nur Sand liegt, werde ich wohl eine mineralische Tragschicht (was nimmt man da?) aufbringen, abrütteln und natürlich ans Gefälle denken.
Und dann die Platten im Brechsand "versenken"...
Wäre nicht ein Verfugen mit Trass-Kalkmörtel denkbar?
Bzw. was ist ein versickerugsoffener Mörtel, gibt es da Produktempfehlungen?
Da die alten Platten bereits Patina haben, gehe ich von gerinerger Verschmutzung aus... und ab und zu Wurzelbürste und etwas Seife dürften auch nicht Schaden :-)

Viele Grüße

Martin



.. Sandsteinplatten verlegen ..



..geht mit Schotterunterbau und dickem Plasterkies-Bett -
die Krustenplatten dann darauf/rein Verlegen , bißchen mühselig , aber machbar .
Das Bild zeigt auch die Nachteile : Sandstein friert gern über , wird auch glatt . 2mal jährlich will das geschrubbt sein - mit Essig oder Soda .
Macht im Gebrauch aber Spaß ;-)
Grüße



..Sch sch schade..



..Bildupload läuft grad nicht ??




Ah, nu geht's ..



Schön



Hallo Herr Brüggemann,

yo sieht wunderschön aus, da freue ich mich schon auf unsere Terrasse :-)

Viele Grüße

Martin