Aussentemperaturfühler

16.01.2008



Der Aussentemperaturfühler für die Heizung ist bei uns an der Südwand montiert. Bei heiter Sonnenschein stellt die Heizung jeweils ab. Das bedeutet für mich frieren von 9 - 15 Uhr. Ein Freund meinte nun, es wäre überhaupt kein Problem diesen unter das vorstehende Blechdach der nächstgelegenen Hauswand zu montieren. Mein Mann meint allerdings, dass es bestimmt einen Grund gibt, weshalb dieser genau an dieser Stelle und nicht zum Beispiel an der Nordwand befestigt wurde.

Was meint ihr dazu?

Liebe Grüsse,

Nicole Züger

(Mein Motto unterdessen: Wer schenkt mir ein NEUES HAUS?)





... nein, an die Südwand gehört er gewiss nicht :o)

Montagefehler...

Der gehört an die Nordwand!

Grüße Annette (die den Servicetechniker zwingen musste, das Raumregelgerät anzuschließen und deshalb extra noch weggefahren ist und Kabel besorgt hat ... :o)



So ganz dumm ist das nicht unbedingt.



An der Nordwand bekommt die Heizung nämlich nicht mit,
ob die Sonne scheint und diese zusätzlich und ggfl. nicht zu wenig das Häuschen zum Nulltarif mitheizt!

Einzig der Raumthermostat macht ggfs. den Heizkörper zu.
Der Kessel selber muss das nicht unbedingt mitbekommen und
stellt fröhlich weiterhin gar nicht notwendige Wärme zur Verfügung,
die Pumpen rödeln fleissig weiter und das alles kostet Geld!

Solange Ihre Heizung also nicht intelligent eine Rückmeldung über
die echten Raumtemperatur verarbeitet, kann ein AT-Fühler an der Südwand zu Einsparungen führen.

Im Haustechnikdialogforum gibt es dazu ab und zu mal einen Thread.
Einfach mal die Meinungen der Profis dort lesen, und schaun, was zum eigenen Häusel passt. Vielleicht reicht schon eine geringe Verschattung des Fühlers aus, um den Einfluss der Sonne etwas zu dämpfen, aber nicht ganz aus der Reglung auszusperren.





ja, schon lang nicht mehr so gelacht.... *dietränenausdenaugenwisch*... sorry :o)...

Stimmt, ein kleiner müder Sonnenstrahl am Winterhimmel heizt unser Haus mit... Obwohl die Umgebungstemperatur draußen - 10 °C hat, hat die Sonne eine solche Kraft (in den Bergen vielleicht? - bei uns in Hessen jedenfalls nicht :o).

Selbst wenn das so wäre, dass Frau Sonne mein Haus mitwärmt, dann hat mein Haus aber so dünne Wände, dass ich mich ja in Grund und Boden heizen könnte, weil wenn Wärme leicht rein kommt, dann geht sie auch leicht wieder raus...

Da der Raumthermostat ja Rückmeldung an den Kessel gibt, schaltet der Brenner dann aus oder runter, wenn die Raumtemperatur erreicht ist. Der Raumthermostat macht nicht die Heizkörper zu (wie sollte das denn gehen?)

Außentemperaturfühler an der Südwand sparen wirklich Energie - aber Sie sehen ja, wie sich das äußert - Frau Züger muss frieren!

Im Allgemeinen ist die nur außentemperaturgeführte Regelung viel teurer als die raumgeführte... (weil der Kessel keine Rückmeldung bekommt, wie warm die Räume tatsächlich sind). Besser ist beides kombiniert, noch besser eigentlich nur die raumgeführte (aber das ist in DE glaub ich nicht erlaubt).

*tzzz*
Grüße Annette



Vielleicht sollte "annette" mal tagsüber die Jalousien aufmachen



um zu merken, das die Sonne - so sie denn scheint - einen gewaltigen Energieeintrag in den Raum bringen kann.
Ich bin jedenfalls in der glücklichen Lage, öfters mal im Winter meine Heizung für ein paar Stunden (manuell) abschalten zu können, da die liebe Sonne das ihre tut.

Mit Raumthermostat meine natürlich ich die Heizkörperthermostate, die auf jedem einzelnen Heizkörper sitzen sollten.
Ein 'echter' Raumthermostat, der mit dem Kessel spricht, ist nicht unbedingt Standard. Schön wenn Sie einen haben.

Übrigens ist eine nur raumgeführte Heizung in DE nicht verboten. Macht allerdings auch wenig Sinn.

Aber wie gesagt, diese Fragen werden im Haustechnikdialogforum ausführlichst diskutiert...leider kann man hier nicht fup'pen ...





Hallo,

also ein Raumtemperaturregler ist doch heute "Standard". Ich kenne nur wenig Kessel, die nur mit Regler am Kessel laufen.

An den Heizkörperventilen soll man garnicht rumschrauben, die soll man immer auf lassen. Wenn Heizung und Raumtemperaturregler richtig eingestellt sind, dann werden die Räume so warm, wie sie sollen...

Grüße Annette





PS: Annette ist tagsüber nicht zu Hause ;o)



Nur Kombination macht glücklich



Da hat Anette recht: die Kombination ist das bessere, richtigere und unter anderem auch vorgeschriebene!

Den Außenfühler wird benötigt um die erforderliche Heizkreistemperatur zu bestimmen. Hierdurch soll gesichert werden, daß nur die wirklich benötigte "Leistung" erzeugt wird. Die Vorlauftemperatur des Heizkreis wird abhängig von der Außentemperatur "geregelt". Somit: Fühler auf die Nordwand.

Von einem guten hydraulischen Abgleich ausgehend, könnte man nun auf eine Einzelraumregelung verzichten, es gibt jedoch "Störfaktoren" (hier Sonne) die man über die Außentemperatur nicht erfassen kann. Diese Störfaktoren sollen dann über die Einzelraumsteuerung/-regelung erfasst werden. Hierdurch wird beispielsweise gesichert, daß ein Heizkörper im Wohnraum "heruntergefahren" wird wenn sich durch Sonneneinstrahlung der Raum aufgeheizt hat.

Raumfühler bei Fußbodenheizungen sind vielleicht anders zu überdenken => Trägheit.

Noch mal zur Vorschrift: Auszug aus der EnEv 2007:

§ 14 Verteilungseinrichtungen und Warmwasseranlagen

(1) Zentralheizungen müssen beim Einbau in Gebäude mit zentralen selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur Verringerung und Abschaltung der Wärmezufuhr sowie zur Ein- und Ausschaltung elektrischer Antriebe in Abhängigkeit von

1. der Außentemperatur oder einer anderen geeigneten Führungsgröße und

2. der Zeit

ausgestattet werden. ..................

(2) Heizungstechnische Anlagen mit Wasser als Wärmeträger müssen beim Einbau in Gebäude mit selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur raumweisen Regelung der Raumtemperatur ausgestattet werden. .........

(4) Zirkulationspumpen müssen beim Einbau in Warmwasseranlagen mit selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur Ein- und Ausschaltung ausgestattet werden.





@ Christoph

Danke, manchmal wird den Frauen einfach nichts geglaubt :o)
(vielleicht sollte ich mir ein Pseudonym zulegen wie Rolf oder Frank... ;o).

Grüße Annette (die lange Zeit für Heizkessel, Raumtemperaturregler usw. Bedienungs-, Installations- und Wartungsanleitungen geschrieben hat)



Raumregler oder Außentemperaturfühler



Ich glaube ja alles ;). Z.B. das ein Außentemperaturfühler nicht von der Sonne beschienen sein darf, und deshalb abgeschattet hängen muss. Nordwand ist aber kein Muss manchmal fehlt die ja.

Beim Thema Raumregler/Außentemperaturfühler würde ich meinen: entweder / oder. Es gibt Heizungsregler das so unterstützen .

Beide "Systeme" wollen ja das gleiche: die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit der Außentemperatur und der eingestellten Heizkurve so ändern, das immer gerade die benötigte Heizleistung bereitgestellt wird.

Eine raumgeführte Regelung, die in die Kesselsteuerung eingreift, erfasst die Außentemperatur indirekt über vom Heizkörper aktuell abgegebene Heizleistung. Deshalb müssen im "Führungsraum", wo der Raumregler hängt, die Heizkörperventile offen sein, was auch ein Nachteil sein kann: bei Sonnenschein und Südfenstern im Führungsraum würde Frau Zügler im Nordraum ebenso im Kalten sitzen, auch bei im Führungsraum produzierten Störgrößen wie Kochen oder Kaminwärme, beim Fenster öffnen wird es dagegen zu warm.



Nordwand



Bei mir wurde der Aussentemperaturfühler von einer guten Fachfirma angebracht. Und ratet mal wo - an der Nordwand.

stt





Der sogenannte "Referenzraum" muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Z. B. keine Fremdwärmequelle wie offener Kamin, Kaminofen ..., er muss mit soundsoeinem Abstand zur Tür angebracht werden usw.

Die Temperatur im Referenzraum ist dann entscheidend. ALLE Heizkörpertermostatventile (im ganzen Haus) müssen offen bleiben. Wenn alles richtig berechnet wurde (Heizkörpergrößen usw.), dann wirds auch überall so warm, wie es soll. Würde man z. B. ein Heizkörpertermostatventil schließen, wird in diesem Raum natürlich nicht mehr geheizt -> (daraus folgt:) wenn der Kessel dann abschaltet, weil im Referenzraum die eingestellte Temperatur erreicht wurde, dann würde es in dem Zimmer (mit dem abgeschalteten) Termonstatventil , natürlich nicht mehr warm.
Deshalb soll man auch keine TV zudrehen...

Eine rein raumgeführte Regelung erfasst NUR die Temperatur im Referenzraum. Wenn diese sinkt, dann wird der Brenner wieder angesteuert. Wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist, dann geht der Brenner wieder aus. (Der Außentemperaturfühler gibt auch Kennwerte wie Frostschutz usw. weiter - manche Leute haben ja Leitungen in unbeheizten Räumen wie Garage - dafür ist er auf jeden Fall hilfreich.)

Grüße Annette



alle Ventile im ganzen Haus offen?



würde ich nicht machen.
Selbst eine gut hydraulisch abgeglichene Heizung (und die gibt es sehr selten) produziert nicht überall die richtigen Zimmertemperaturen, und Sonne/Kamin will man auch auch nutzen.
Ich würde vorschlagen: Wie üblich Heizköperthermostat auf gewünschte Zimmertemperatur - alles andere wäre Energieverschwendung.

@Annette: Der Brenner wird nicht über den Regler ausgeschaltet, sondern beim Überschreiten der durch die Raumregler & Heizkurve vorgegebenen Heizwasserwassertemperatur, sonst würde ja nur der Führungsraum warm.





*seufz*...

Am besten, Du lässte es Dir mal von Deinen Heizungsfachmann erklären, wie das mit der Heizung richtig funktioniert:o)

Ja, wenn ich mein Wohnzimmer dann mit einem Ofen heizen wollen würde, dann stell ich hier das Heizkörperventil auf 0. Dann wird im ganzen Haus weiter geheizt (bis die Temperatur im Referenzraum erreicht ist - deswegen heißt er so, weil er als Referenz fürs ganze Haus dient), außer im Wohnzimmer. Wenn ich aber im Wohnzimmer auf 0 stelle, ohne meinen Ofen anzuschmeißen, dann wirds da natürlich kalt. Und zwar NUR dort. Wenn meine Temperatur im Referenzraum dann erreicht wurde, schaltet der Kessel ab. Egal, wie kalt oder warm es im Wohnzimmer ist. Wenn ich das Ventil im Wohnzimmer wieder aufdrehe, passiert nix, weil im Referenzraum ist es ja weiterhin auf Temperatur. Ich müsste dann, um im Wohnzimmer wieder heizen zu können (meinen Ofen doch anschmeißen ;o) oder) die Temperatur im Referenzraum am Regler erhöhen (und mein Ventil im WZ wieder öffnen), dann geht der Kessel wieder an -> aber alle Zimmer werden dann noch wärmer.

Ich will die Fenstersonne nicht nutzen, weil ich hab ja gedämmt :o) (und habs auch im Sommer schön kühl innen). Meine Heizung ist super ausgelegt (Danke Sancal *hehe*). Im Bad ists schnuckelig warm, in den anderen Räumen normal warm. Ja ja, es ist schwer, gutes Personal zu finden :o).

Deinen letzten Satz an mich verstehe ich leider nicht. Warum wird nur der Referenzraum warm? Eine Heizung ist eine Ringleitung...

Grüße Annette



@Annette



Schade, du die rare Sonnenwärme gar nicht als Heizungsunterstützung verwenden willst. Kleinvieh macht auch Mist - lässt du die Rollläden sicherheitshalber unten?

Ich freue mich jedenfalls, dass es bei Dir überall schön warm wird. Bei mir übrignes auch, obwohl ich halt ein bisserl deppert bin.

;)



Wärm dich, solange du beim Feuer sitzt



Es liegt meist an der Betrachtungsweise und weniger an der Technik. Wenn ich ein System haben will, in das ich möglichst wenig eingreifen will, dann brauche ich Außen- wie innen Fühler.

Wenn ich es perfekt haben will dann vergesse ich das mit dem Referenzraum und baue mir eine Einzelraumsteuerung ein. Klar, das kostet natürlich mehr Geld (z.B. EIB). Dass kann zwar tatsächlich auf die Dauer bei neuen Kesseln Geld sparen, doch könnte man darüber vermutlich ergrauen.

Ich bin ziemlich überzeugt, dass es das günstige „Einfühlersystem“ das alles regelt nicht gibt und sehe das eher ein wenig wie Markus, dass manuelles Regeln genauso Energie (auch Technik und Geld) sparen kann, wenn man das vernünftig durchführt.

Wenn ich mit meinen Kindern vom Rodeln komme habe ich einen „direkten, akuten Wärmebedarf“ den ich über mein Thermostat für kurze Zeit zu regeln versuche und nicht über eine Regelung in einem gut ausgewählten, nicht sonnenbeschienenen Referenzraum. Bedarf also: schnell & warm.

Es gibt halt verschiedene Möglichkeiten zur Stillung der Bedürfnisse. Alle Varianten haben Vor- und Nachteile, doch wenn ich mich für eine technische Lösung mit mehr oder weniger intelligenter Steuerung entschieden habe sollte diese auch auf alle Fälle funktionieren.

Aber abschließend noch mal von oben Zitat aus der ENEV 2007:

(2) Heizungstechnische Anlagen mit Wasser als Wärmeträger müssen beim Einbau in Gebäude mit selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur raumweisen Regelung der Raumtemperatur ausgestattet werden. ...

(Gilt z.B. für Neubauten aber auch für neue Heizanlagen in älteren Gebäuden)

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph





Hallo Christoph,

kommt immer drauf an, was für eine Heizung man hat. Wenn ich mit max. 40 °C VL-Temperatur heize, dann bringt mir das auch nicht die "schnelle" Wärme... Bei uns ists Tag und nacht kuschelig warm, weil wir nachts auch nicht absenken... wir haben es ausprobiert, es bringt bei uns (bei uns!) null Einsparung...

Eine Bekannte von mir hat ein neues Energiesparhaus, die hat im Monat 20 Euro Heizkosten! *boha*... Aber man muss halt drauf verzichten können, die Fenster aufreißen zu wollen und sonstalles ;o)

Hallo Markus,

nein, ich hab die Rolläden abgerissen :o) weil sie so hässlich waren... und die alten Fenster kommen jetzt auch raus, weil sie so energieverschwendend sind. Weil wo Sonne reinkommt, geht auch "Sonne" raus...

Grüße Annette



Danke



Bei einem mehr als 200jährigen Haus mit meterdicken Mauern und kleinen Fenstern kann mit Wärme durch Sonneneinstrahlung nicht gerechnet werden, zumindest nicht ohne Sonnenkollektoren, aber das ist dann ein anderes Thema.
Eines sehe ich bei dem für mich mittlerweile leidigen Thema Temperatur, Energieeinsparung und Klimaerwärmung nun glasklar:
Wenn eine Familie in einem Haus lebenslänglich ein Grad wärmer als zuwenig heizt, bekommt das dem gesamten Energiehaushalt immer noch besser, als wenn sie sich, wegen nicht mehr biologisch abbaubaren Frustes durch frösteln, (das sind die wahren Frostschäden), auf zwei Häuser verteilen muss.
Fazit1: Schuld an der Klimaerwärmung sind die vielen Scheidungen!
Fazit2: Es lohnt sich wieder mehr in die Ehen zu investieren.

Herzlichen Dank für Euren Einzsatz
und Grüsse aus den sonnigen Bergen.

Nicole Züger





:o) *hihihi*

nicht vergessen: ein Scheidungsgrund könnte sein, dass Frau frieren muss und das nicht mehr ertragen will ;o)
...



Wo ihr gerade so schön zusammen sitzt:



Ich bin ja eines dieser männlichen Exemplare, die mit extremen Spieltrieb ausgestattet wurden. Und mir gefallen diese elektronischen Heizkörperregler (natürlich mit Funk) unheimlich gut. Annette Buch zu meiner Heizung habe ich jetzt oft genug gelesen ;-) - muß mal eine andere Betriebsanleitung her.

Die Hersteller berichten ja von 20% - 30% Einsparung. Selbst bei 10% würden sich die Regler ja schon lohnen.



Die Einzelraumregler



sind eher für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern gedacht, wo die Heizung rund um die Uhr Wärme zur Verfügung stellt.
Damit der Mieter nicht ständig an den Thermostaten rumschraubt um z.B. nachts das Schlafzimmer kühler zu bekommen, darf er sich sein Verhalten programmieren.
Wir machen das auch so ... allerdings im EFH direkt an der Heizung. Warum soll ich mein Heizverhalten an 2 Stellen programmieren?



Außenfühler braucht eigentlich kein Mensch.



Mal abgesehen vom Frostschutz.
Wer wie ich einen massiven Altbau hat und nicht alle Räume beheitzt(z.B. Abstellraum), weiß was bei schnellen Wetterumschwüngen passiert. Lange kalt und dann schnell mal einige °C wärmer. Der liebe Außenfühler sagt, dass ich nur noch eine geringe Vorlauftemp brauche. Nur Mist dass die Wände ausgekühlt sind und man eine ganze Weile heizen muss bis sich diese auf die neue Mitteltemperatur erwärmt haben.
Nun können die Heizkörper aber nicht mehr viel Wärme abgeben, weil ja eine geringe Vorlauftemp. eingestellt ist.
Warum wird nicht einfach die Spreizung von Vor- und Rücklauf anstatt der Außentemp. benutzt? Diese spiegelt doch die benötigte Heizleistung wieder. Sicher, dabei gibt sie beim Einschalten der Heizung, z.B. nach Nachtabsenkung, erstmal "Vollgas". Ja das soll sie doch auch, egal wie warm es drausen ist. Solange noch Heizungsventile offen sind soll noch Wärme ins Haus. Wenn nicht, dann wird der Rücklauf immer wärmer. Damit weiß die Heizung, "es reicht langsam" und regelt den Vorlauf runter, egal ob draußen -10°C oder +12°C sind. Das Raumthermostat schaltet dann die Heizung nur an oder aus.
Gibt es eigentlich eine derartige Reglung schon?

Gruß Marko



Sinn und Zweck



Der "Raumregler" besser die "Raumtemperaturaufschaltung", oder die Regelung via Außentemperaturfühler: Sie sollen beide auf die Vorlauftemperatur einwirken. Wenn man darauf verzichtet sinkt der Wirkungsgrad durch Brennwertnutzen bei modernen Heizungsanlagen bzw. der solaren Heizungsunterstützung, die Verteilungsverluste steigen, die Regelgenauigkeit nimmt ab (Stichwort "Ventilautorität"), die Anlage taktet: sie schaltet sich unnötig an und aus, auch das "kostet" Effizienz.

Insofern sind eine Regelung in jedem Fall sinnvoll. Mich hat allerdings bisher niemand von einer reinen raumtemperaturgeführten Regelung überzeugen können. Der einzige Vorteil: man kann aus dem Wohnraum Ein/Aus und Nachtabsenkung steuern.

@Marco: Der Bajorath-Regler regelt den Wärmebedarf über die Spreizung. Dies setzt allerdings einen sorgfältigen hydraulischen Abgleich voraus, weil nicht abgeglichene Heizkörper eben zu heißes Wasser beimischen und das Ergebnis verfälschen - wird fast nie ordentlich gemacht, obwohl vorgeschrieben, und ist nachträglich ziemlich teuer.

Am einfachsten und sichersten ist die Regelung über die Außentemperatur, da hier Fremdwärmeeinflüsse/"Benutzereingriffe" ausgeschlossen sind (wenn nicht gerade sonnenbeschienen, s.o.), abrupte Temperaturwechsel sind doch eher die Ausnahme als die Regel, mit einer entsprechend eingestellten Heizkurve kriegt man auch die in den Griff (Das Optimum sind selbstlernende Regelungen, die noch die Innentemperaturen berücksichtigen).

Man beachte nur mal, wie oft im Haustechnikdialog-Forum die Fragen zu Raumtemperaturreglern gestellt werden, fast täglich. Es kommt kaum einer auf Anhieb damit zurecht, ohne dass man sich "einliest".





Hi,

rein nach Außentemperatur wäre ja auch ein Widerspruch - siehe der Kamin im Wohnzimmer ... ;o)

Außerdem ist es nachts kälter als tagsüber - aber es will ja keiner nachts heizen...

Ja, man denkt immer: ich wills warm, also Heizungsventil auf... Warm genug? - ok, wieder schließen... Früher war das ja auch so, aber heute gibts die unterschiedlichsten Systeme.

Dann gibt es noch die Menschen, die einen Warmwasserspeicher fürs Brauchwasser haben (so wie ich *schäm* <- war ein Fehlgriff, ich gebs zu ;o). Dann wäre so ein System mit Vor- und Rücklaufabgleich ja auch nicht durchführbar...

Aber es spielen ja noch viele andere Faktoren eine Rolle - wie Gebäudebauweise (heizt sich schnell auf, heizt sich langsam auf ...) usw usw. So ein Heizungssystem ist viiiiiel komplizierter als man denkt. Und dann gibts noch die Sachen, die man nicht machen soll/darf. Zum Beispiel Gardinen vor die Heizkörper (oder noch schlimmer: vor das Ventil) hängen (hat man ja - Heizkörper unterm Fenster, schicke lange Gardine drüber, dass man den hässlichen Heizkörper nicht mehr sieht), ein Sofa davor stellen ... aber wen kümmert das heutzutage? - Hauptsache, es sieht gut aus ;o)... UND es weiß kaum einer, dass man das nicht machen soll...

@Hartmut: könnte sogar sein, dass es von mir ist ;o), muss aber eins mit blauem Logo sein :o)

Grüße Annette



@Annette



Ist von dir, hatten wir schon geklärt. Wenn wir uns mal treffen, signierst du es mir bitte ;-). Mit einer schönen Widmung:

"Für Hartmut und seine Familie. Ich verfasste diese Buch in tiefer Erinnerung an eure abgebrannte Heizung."

Oder so ähnlich, ja?





@Hartmut

assooo, schon sooo lange her... Häh? abgebrannt? Was, der Geldbeutel? ;o) - dann musst Du aber Deinem Gasversorger anpöbeln ;o)

hmmmmm, ich glaube, langsam kommt die Erinnerung wieder ... war da nicht mal ein Foto von so nem verschmorten weißen (*ähm* schwarzen) Kasten?

*lach*... ja, ja, langsam dämmerts. Das ist doch aber schon Jahre her! 4 bestimmt, oder?

Grüße Annette



@Annette



versteh ich nicht ganz, bin halt deppert, brauch noch etwas Nachhilfe:

rein nach Außentemperatur wäre ja auch ein Widerspruch
Wieso? So arbeiten die Heizungen besonders in größeren Objekten immer, funktioniert doch, oder nicht?

Außerdem ist es nachts kälter als tagsüber - aber es will ja keiner nachts heizen...
Gibts da nicht noch andere Gimmicks wie Nachtabsenkung /Abschaltung, Wochen/Tagprogramme...

Dann gibt es noch die Menschen, die einen Warmwasserspeicher fürs Brauchwasser haben. Dann wäre so ein System mit Vor- und Rücklaufabgleich ja auch nicht durchführbar... Warum nicht? Einen Puffer haben viele, der hydraulische Abgleich bzw. Vorlauf/Rücklaufregelung hat doch nichts mit der WW-Erzeugung zu tun. Wenn die Heizung direkt an einen Puffer angeschlossen ist muss eh ein Mischer her, mit dem sich die Vorlauftemperatur regeln läßt.

Es geht beim Heizungsregler immer nur um die Ermittlung der optimalen, sparsamsten Systemtemperatur, oder nicht?





Hey Markus,

ja, stimmt :o). Hier vermischen sich langsam die Sachen. Die Anforderungen, Wünsche und Örtlichkeiten. Aber ich gehe ja von "uns" Fachwerkhausbesitzern aus.

Größere Objekte - wie z. B. Hochhäuser haben oft keine Kaminofenanschlüsse - also (in diesem Fall) sonstige "Störquellen". Wenn man diese aber hat und rein außentemperaturgeführt Regeln wollte, wäre das nicht so sinnvoll. Aber ich gehe ja davon aus, dass der Großteil der Fachwerkhausbesitzer noch einen alten Kamin hat :o)

Und dann hat von den Wohnungen (im Hochhaus) vermutlich keiner einen Raumtemperaturregler sondern NUR die Heizungsventile zum rauf- oder runterdrehen.
- Die haben wir alle. Aber wenn man einen Raumtemperaturregler hat (und das haben viele im Einfamilienhaus), dann sollte man NICHT an den Ventilen rumschrauben.

Richtig, die "Gimmicks" wie Nachtabsenkung gibts. Es gibt auch Menschen, die nutzen die nicht. Also wären auch für diese (paar Ausnahmen) diese Art der Regelung nicht sinnvoll.

3. jain
4. ja klar :o)

Grüße Annette



Kaminofen unverträglich?



@annetteWenn man diese [Kaminofenanschlüsse] hat, aber hat und rein außentemperaturgeführt Regeln wollte, wäre das nicht so sinnvoll.

Wieso? Kaminofen an = Heizkörperventile zu = Energie gespart (und trotzdem korrekte Regelung für den Rest der Wohnung nach Heizkurve).
Und an den Heizkörperventilen (außer Führungsraum) darf man doch immer rumspielen, zb Gästezimmer oder falls es sonstwo zu warm wird, oder?





hach, Markus, mach was Du willst :o)

ich will Dich nicht bekehren - Du darfst alles mit Deiner Heizung machen, was Du willst. Es ist Deine. Rein außentemperatrugeführte Regelung ist die Teuerste. Aber mach ... ist Dein Geld ...

:o)

Frag mal einen Heizungsfachmenschen Deines Vertrauens...

Grüße Annette





...

http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-136-vor__u_nachteile_der_aussentemperaturfuehrung.html

http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-137-aussentemperaturkompensation.html
...

habs extra für Dich gegoogelt :o) *mann bin ich nett*





Annette schrieb:

"also ein Raumtemperaturregler ist doch heute "Standard". Ich kenne nur wenig Kessel, die nur mit Regler am Kessel laufen."

"An den Heizkörperventilen soll man garnicht rumschrauben, die soll man immer auf lassen. Wenn Heizung und Raumtemperaturregler richtig eingestellt sind, dann werden die Räume so warm, wie sie sollen..."

Also in meinem Umfeld ist der Raumtemperaturregler nicht Standard.

Was ich aber gar nicht verstehe: die Heizkörperventile soll man immer auf lassen? Das heißt also alle auf "5" stellen oder gleich ganz abmontieren?

Bei mir (2-Familienhaus) werkelt eine Viessmann-Heizung die ca. 13 Jahre alt und nur mit einem Außenfühler (Nordwand:-) ausgestattet ist. Ich verwende die Nachtabsenkung, stelle nicht an den Heizkörperthermostaten rum und die Räume werden so warm, wie sie sollen...