Teilweise schwarze Flecken auf dem Mauerwerk im Stall

23.04.2015 Nils



Hallo,

Wir möchten einen Stall zur Wohnung ausbauen. Der Stall steht seit 15 Jahren leer. Bauaufsicht, Architekt, Statiker und Co waren schon vor Ort. Alles anscheinend kein Problem. Mich beunruhigt aber eine Dunkle schwarze Ecke im Stall. Wie eine feste Kruste auf dem Stein. Kennt das einer? Was kann das sein. An wen kann ich mich wenden? Ich habe keine Lust darauf später irgendwelche Folgen negativer Art dadurch zu haben. Würde mich sehr über Hilfe/ Antworten freuen. Danke



Schwarze Ecke im Stall



Hallo Nils,

wie groß ist die Fläche????

Könnte es sein das die Stallwand früher einemal von innen mit "Silolack" gestrichen wurde???

Ich kann mich noch erinnern das soetwas mal als Schutz an die Wände gestrichen wurde.

Heinz-Josef



RE Schwarze Flecken



Das sind bestimmt 10 qm auch teilweise an der Decke. Leider kein Silolack.
Ich habe versucht es zu reinigen mit einen Hochdruckreiniger. Teilweise erfolgreich. Auch mit einer Spachtel kann ich das teilweise abtragen. Doch was ist es? Und kommt es wieder?

Danke für die Antwort



RE Schwarze Flecken



Anbei mal ein Foto



Umnutzung einen landw. Gebäudes



Hallo Nils,

ich würde bei den schwarzen Flecken auf Stockflecken (Schimmel) tippen. Würde mir deshalb aber keinen Kopf machen. Ein Maurer Sprichwort lautet: „Ein Trost ist uns geblieben, es wird Verputz und abgerieben“

Ich habe selber einen landwirtschaftlichen Betrieb aufgegeben und einige Gebäude für eine neue Nutzung umgebaut. Da sind ganz andere und wichtigere Entscheidungen zu treffen!!

Ich kann die Steine bei dir noch nicht ganz zuordnen, ob es sich um 2DF oder 3DF Kalksandsteinen oder um Porotonsteine (oder um weich gebrannte Klinkersteine wie sie zeitweiße für den Stallbau verwendet wurden) handelt.

Dann ist die Frage ob der Wandaufbau einschalig oder zweischalig ist??

Von außen Verblender oder verputzt??

Kann die Optik erhalten werden, oder sind große Eingriffe wegen neuer Fenster erforderlich??

Wie erreiche ich eine, für die Wohnnutzung, ausreichende Dämmung?

Habe ich genügend Aufbauhöhe für einen neuen Fußboden oder muss der gesamte Unterbau heraus??

Wie ist die Deckenhöhe, kann sie in der Optik bleiben oder muss es ganz neu gestaltet werden???

Das Bild zeigt in der Mitte unser altes Wohn- und Wirtschaftsgebäude,dort ist heute ein Cafe untergebracht. Links der ehemalige Schweinestall, dort ist heute eine Ausstellung untergebracht. Das Dach und auch die vordere Wand wurden komplett neu erstellt.

Man meint oft, man könnte viel erhalten. Dann wird es aber doch neu gemacht weil der vorhandene Zustand es nicht hergibt. Wenn die alten Proportionen aufgegriffen werden, ist es auch in Ordnung.

Also Frage gibt es genug.
Heinz-Josef



RE Schwarze Flecken



Hallo Heinz - Josef,

danke für die Antwort. Viele Fragen die ich versuche zu beantworten. Welcher Stein das ist kann ich gerade nicht beantworten.

Vorweg: Architekt, Statiker und Bauunternehmer sehen keine Probleme?!

Wir reden hier von zwei Aussenwänden, die anderen beiden werden im bestehenden ehemaligen Stall gemauert / geklebt.

Die Außenwände haben eine Luftschicht von 9-10 cm, in der wir eine Dämmung einblassen lassen wollen. Die alten Fenster werden natürlich ausgetauscht gegen neue 3fach verglaste. Optik bleibt erhalten, wir schneiden nur ca 20cm nach unten aus.

Außen ist Verblender

Der Boden kommt komplett neu. Dämmung, Beton, Dämmung, FBH, Estrich

Die Horizontalsperre wollen wir noch überprüfen lassen.

Mit Glück können wir die Decke von innen Dämmen, da wollten wir von unten gesehen, Richies, Unterkonstruktion, diffusionsoffene Dampfbremse und dann die Dämmung.

Die Vermutung der "Fachleute" zu den Flecken lautet Dreck oder Ammoniak was ausgetreten ist und jetzt verkrustet. Angeblich runterschleifen und fertig.

Ich würde gerne vor die Wand noch eine schmale Wand ziehen, damit ich eine Installationsebene schaffe und selber Verputzen kann.?!!

Ich freue mich über Anmerkungen

Dankw



Fußbodenaufbau



Alternativvorschlag für den Fußboden:
5-8 cm Beton auf Trennlage
Abdichtung
Dämmung
Schrenzlage
Heizestrich.
Das sind max. 250 mm Aufbauhöhe.



Umnutzung einen landw. Gebäudes



Hallo Nils,

Anregung zu den Fenstern: Wenn die Fenster nicht sehr groß sind und evtl. Sprossen bekommen würde ich mich mit 2 Scheibenglas zufrieden.
Alte Proportion bei der Fenstergestaltung aufgreifen und vielleicht auch kleine Kompromisse bei der Belichtung des Wohnraumes eingehen.

Dämmung der Hohlwand finde ich eine gute Lösung------aber erst die Fenster, dann die Hohlwand ausblasen.

Beim Boden würde ich, wenn alles sauber ausgeräumt ist, den Boden einebnen mit der Rüttelplatte darüber damit allesfest ist und dann 10cm Unterbeton einziehen, Abdichtung und darauf dann etwas mehr Dämmung und dann die Fußbodenheizung und den Estrich einbauen.

In einer bestehenden Wand (bei harten Klinkern wird es schwieriger) ist es kein Problem, mit dem Flex Schlitze für Versorgungsleitungen zu schneiden und sie anschließend wieder zu verputzen.

Viel Erfolg
Heinz-Josef



Die schwarzen Flecken...



...sind vielleicht ein kleineres Problem. Das Thema Salzbelastung und die Altdüfte in der Wand könnten ein weitaus größeres darstellen. Ich war unlängst erst in einem liebevoll und aufwändig sanierten Stallgebäude, und das jetzige Wohnzimmer mißfiel durch deutlichen Stallgeruch...

Grüße

Thomas



Reinigung



Reinigung im Jos-Verfahren..
Gerne können Sie mich Kontakten.

Gruß Peter Schneider



Schwarzverfärbung



möglicherweise nur Bakterien/Pilze in Verbindung mit zusätzlichen Schmutzanhaftungen- wie es auch bei Holz im Außenbereich vorkommen kann, wenn keine Vergrauung zustande kommt.
Kommt auch bei Wärmebrücken und Kondenswasser vor.
Ich würde es als nicht dramatisch ansehen.
Sollte sich zumindest mit Sandstrahlgerät entfernen lassen, evt reicht ein starker Hochdruck-/Dampfreiniger mit rotierender Schmutzdüse.

Abwaschen mit konzentriertem Peroxid sollte auch helfen.
Wenn anschließend Kalkputz aufgetragen wird, anschließend ggf Innendämmung und keine Feuchtigkeit mehr eindringt sollte es damit keine Probleme geben.
Ihr könnt natürlich auch eine Probe analysieren lassen-
die Landwirtschaftskammer oder das Gesundheitsamt sollten entsprechende Labore nennen können.

Die Fachleute haben dann wohl nur ihr jeweiliges Fachgebiet beurteilt:
Das Bauamt interessiert sich nur für den planungsrechtlichen Aspekt der Umnutzung, der Statiker nur ob die Tragfähigkeit der Konstruktion für die zukünftige Nutzung ausreichend ist.
Und der Architekt hat sich möglicherweise nur für die Umgestaltung oder seinen Planungsauftrag mit anteilig prozentualer Honorierung interessiert.

Wenn die sagen 'kein Problem' muß das nicht heißen, daß die Wirtschaftlichkeit der gesamten Sanierung oder günstige Heizkosten oder langfristige Schadensfreiheit oder ökologische Gesichtspunke bei deren Überlegungen irgendeine Rolle gespielt haben.

Vielleicht kann die "IG Bauernhaus" mit ihren Kontakten weiterhelfen.
Ich habe auch Kontakte in Schleswig-Holstein, die bei einigen Fragen hilfreich sein könnten.
Ansonsten hier Fragen stellen und dazu Bilder veröffentlichen

Andreas Teich



Peroxid



Peroxid.. Fast schon unglaublich....Die sichere industrielle Handhabung von Peroxiden erfordert umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen und viel Erfahrung..

Verstehe nicht das man einen Häuslebauer so etwas hier öffentlich anbietet.

Fast schon sträflich..Sorry das musste sein..
Ich Reinige nun seit gut 25 Jahren Fassaden und Oberflächen und verzichte generell auf solche Mittel.

Gruß Peter Schneider



Peroxid?



jeder Friseur hantiert mit Peroxid und das direkt auf der Kopfhaut- natürlich in deutlich schwächerer Konzentration
( würde ich für den Zweck aber auch nicht verwenden- dann lieber bei Holz oder Mauern)
Jeder der irgendein Material anwendet wird sich um die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen kümmern müssen, die überall einzusehen sind oder gleich beim Kauf übergeben werden.
Ob das nun Kalkhydrat, Montageschaum, ätzende hochprozentige Essigessenz o.ä. ist und eben auch Peroxid.
Auch der Hochdruckreiniger läßt einen bei falscher Anwendung nur noch als Knochengerüst stehen...
Und selbst Mikrowellenanwendung bei Pudeln hat in Amerika für diesen zu fatalen (eher letalen) Auswirkungen geführt.

Ich gehe nicht davon aus, daß der Fragesteller die gesamte Sanierung ohne professionelle Mithilfe durchführen wird und ggf solche Mittel auch von diesen anwenden läßt.

Andreas Teich



Na prima:



"Abwaschen mit konzentriertem Peroxid"

Dazu sollten Sie Herrn Teich direkt beauftragen, er hat das Verfahren offenbar erfunden. Sonst kennt das keiner.

Gefährliches Halbwissen nenne ich so etwas, Herr AT.

Zunächst: Es handelt sich um Wasserstoffperoxid (H²O²). Und nicht um irgendein Peroxid, das ist eine Stoffgruppe wie die Oxide oder Sulfate mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften der Gruppenmitglieder.

Konzentriertes Wasserstoffperoxid hat handelsüblich eine Konzentration von 30%. In der Fachliteratur wird für die Anwendung gegen Schimmel aber von einer Konzentration von 5 bis maximal 10% ausgegangen. Desweitern auch nicht von "Abwaschen". Kritisch ist auch der Sprühauftrag, der Aerosole wegen. Das Mittel ist ätzend und kann irreparable Augenschäden und schwere Lungenschäden hervorrufen. Korrekt wäre der sparsame Pinselauftrag mit einem Pinsel ohne Metallbindung. Schutz von Haut und Augen ist sehr ratsam.

ABER: Wasserstoffperoxid verdunstet spurlos, eine dauerhafte Wirkung ist nicht gegeben. Die bekommen Sie z.B. mit Lithiumwasserglas von Kremer.

UND: Ob das wirklich Schimmel ist, ist völlig offen. Das wahllose Verschmieren von Irgendwas Irgendwohin ist Heimwerkerpfriem und kann zu massiven Schäden führen. Nicht nur bei Holzschutzmitteln.

Grüße

Thomas



Unbelehrbar:



"Ich gehe nicht davon aus..." sagt der Herr AT.

Hier lesen aber viele überambitionierte Bastler mit, die im Heimwerkerland Deutschland sofort nassforsch loslegen und am Abend vielleicht nix mehr sehen.

Und ein Querschnitt Ihrer Auslassungen zeigt, Herr AT, daß Sie häufig von Dingen "ausgehen", und zwar im Brustton des "Experten", die Sie gar nicht einschätzen können.

So etwas nenne ich unverantwortlich.

Im Biedermeier nennt man einen bestimmten Möbeltyp einen Blender. Die Front eines Sekretärs, dahinter aber schlichte Böden - ein Wäscheschrank.

Grüße

Thomas



die Schwarzen Flecken



auf den Mutmasslichen Kalksandsteinen, sehen so aus als hatte der Kalk in dem Stein mit irgendeinem (luft)schadstoff reagiert, ähnlich einer Luftkalkfuge bei zu hoher Schwefelbelastung in der Luft,
da kommt es auch oberflächlich zu einer Schwarzfärbung und das schwarze ist dann zu Gips reagierter Kalk ...

aber da es sich um einen Stallinnebereich handelt,ist es wahrscheinlich eher ne Reaktion auf Salze aller art..


das ist ja auch nix für son Stein und kann die Oberfläche schon arg zerstört haben,,

greets Flakes



Peroxid etc



Das werden nicht wieder die typischen Diskussionsbeiträge wie in der Vergangenheit, die auf Abwege führen und niemand weiterhelfen???

Die ganz hohen Peroxidkonzentrationen bekommt der Laie eh nicht, schon weil sich damit Sachen basteln lassen, die eher in den momentanen Krisengebieten Verwendung finden könnten.

Die um 30 % igen nur in Fachgeschäften oder im Chemikaliengroßhandel-
da wird aber auch gefragt wofür bzw gegen Verwendungsnachweis.
Neben hochprozentigen Alkoholen ist Peroxid eines der am häufigsten genannten Mittel zur Schimmelbekämpfung.
Die schwachen Konzentrationen sind zum Haarefärben ok aber nicht sehr wirksam gegen Schimmel.

Was bem Zerstäuben vom hier sonst empfohlenen hochprozentigem Alkohol passiert wenn ein Raucher den Raum betritt kann man sich vielleicht vorstellen-
dann gibts gleich einen Komplett-Abriß und 2 angekokelte Heimwerker.
Und wenn der lieber anderweitig genossen wird gibts vielleicht zumindest zeitweise eine gute Stimmung- die Sanierung verzögert sich aber und die Arbeitssicherheit steigt auch nicht unbedingt...

Davon abgesehen hilft kein Mittel dauerhaft gegen Schimmel, wenn nicht die Ursache abgestellt wird-
auch keine hochalkalischen Kalkputze und auch leider kein Natrium-, Kalium- oder Lithiumwasserglas- auch wenn die ansonsten günstige Anwendungsbereiche haben.

Kalk und viele andere Dinge am Bau sind ebenfalls gefährlich, ohne das deren Verwendung generell abgelehnt wird.
Hochdruckreiniger ins Gesicht halten kann auch zum Tode führen-
da müssen nicht alle Heimwerker gleich für ganz blöd gehalten werden und davon ausgegangen werden,
daß jedes Mittel und Werkzeug ohne jede Vorsichtsmaßnahme verwendet wird.

In Internetforen können immer nur Annahmen getroffen werden, weil Infos aufgrund von Beschreibungen erfolgen und nicht nach Ortsbesichtigung.

Wie schon geschrieben:
Es sollte erst einmal untersucht werden worum es sich hier eigentlich handelt ehe irgendeine Maßnahme ergriffen wird.

Wie wurden die betroffenen Bereiche bisher genutzt?
Misthaufen? Düngerlagerung ? Pferdebox?

Wenn ein Ergebnis vorliegt bitte mitteilen- ist sicher auch für Andere interessant.

Andreas Teich



Soviel...



...sinnloses Geschwätz. Ihr Beitrag war exakt einer von der Sorte, die "die auf Abwege führen und niemand weiterhelfen"

Und nochmal zum Mitschreiben: Das Zeug heißt WASSERSTOFFperoxid.

Nemen Sie sich 'mal ein Chemiebuch, statt hier Worte zu verschwenden!

Besonders herzliche Grüße

Thomas



Wasserstoffperoxid



Danke Thomas für deinen Beitrag.
Davon abgesehen .Ferndiagnosen sind hier immer Kontraproduktiv und führen nicht zum gewünschten Ergebnis.

Gruß Peter Schneider



P.S.



Ich habe das damals in der Schule gelernt, aber wenn's hilft, kann sich der Bedürftige gern weiterbilden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Peroxide



@ Peter



So ist das.