3-Kant-Hof nicht teilbar!?

05.01.2010



Liebe Gemeinde, hier meine vielleicht ungewöhnliche Geschichte und Frage. Bin Mitbesitzer eines 200 Jahre alten 3-Kant-Hofs (familiäre Erbengemeinschaft), dessen Gebäude in Eigentumswohnungen aufgeteilt sind. Nach großem (leider) Streit mit den Miterben habe ich mich entschlossen, den Hof teilen zu lassen. Nun kam bei einer Begehung durch das BOA nebenbei heraus, dass eine Teilung nicht möglich ist! Nebenbei deshalb, weil das BOA andere Sachen gefunden hat, die ich hier nicht zur Diskussion stellen will. Allerdings konnte ich deswegen nicht wirklich nachhaken. Meine Frage also, stimmt es, dass aus dem Gesamtbesitz (sprich Grundstück) lediglich Gebäudeteile zur Sondernutzung herausgenommen sind. Der Gesamtbesitz deshalb aber nicht geteilt werden kann?. Habe da noch so eine Bemerkung im Ohr (bin mir aber nicht ganz sicher...) : "es sei denn, die Gebäude würden "platt" gemacht" Kann mir hierzu jemand etwas sagen? Bin gespannt, wie ein berühmter Flitzebogen. Danke ....
ach ja...steht natürlich auch unter Denkmalschutz...





Das Leid mit dem Erbe. Denkmalhäuser werden nie "platt" gemacht.
Einzige möglichkeit sich mit den miterben zu einigen wäre, einen Schätzwert des Gebäudes zu ermitteln und diesen Betrag unter den anderen Erben aufzuteilen.



3-Kant-Hof nicht teilbar ?



Die Frage verstehe ich nicht.Denn ein Gebäude gilt in der Regel als Bestandteil des Grundstücks.Wem also das Grundstück gehört,dem gehört auch das aufstehende Gebäude.Wenn nun Wohnungseigentum entstehen soll,dann werden Miteigentumsanteile am Grundstück gebildet,die verbunden sind mit dem Sondereigentum an einer Wohnung.Notwendig ist dazu eine Teilungserklärung und ein Teilungsplan mit Einzeichnung der einzelnen Wohnungen,die abgetrennt sein müssen.Bei Garagen oder Stellplätzen können Sondernutzungsrechte vereinbart werden.Wenn also Eigentumswohnungen schon vorhanden sind,dann ist eine Teilung bereits erfolgt.Es kann nicht nochmals geteilt werden.Möglich ist lediglich eine Änderung der Teilungserklärung unter Mitwirkung aller Wohnungseigentümer.



Teilung?



Hallo,
Ich habe es auch nicht verstanden?

Oder wollen Sie eine reale Teilung vornehmen lassen?

Also neue Flurstücke bilden?

Das allerdings könnte schwierig werden.

viele Grüße



hussel



dies entspricht im Großen und Ganzen der Situation...was mir aber niemand bisher schlüssig beantworten konnte ist die Frage, gehört umgekehrt auch das jeweilige (Bau)-Land zu den entsprechenden Wohneinheiten oder ist das Land/Grundstück Gemeinbesitz? Wollte übrigens in der Tat eine "echte" Teilung durchführen, fühle mich aber nach der Reaktion des BOA von den Experten extrem schlecht beraten und will mich deshalb hier ein wenig schlauer machen. Vielen Dank und ein gutes Neues Jahr für alle
H.



Zur Teilung



muss es doch einen Vertrag geben, der genau angibt welche Teile zu welcher Einheit gehören und welche Bereiche zum Allgemeinbesitz zählen. Das Grundstück wird Gemeinschaftseigentum sein. Es kann aber zusätzlich geregelt werden, welche Eigentümer welche Grundstücksteile nutzen können. Ein Verkauf von Teilen des Gesamtkomplexes ist allerdings ohne Zustimmung der Eigentümergemeinschaft nicht möglich, ebenso eine tatsächliche Teilung der Liegenschaft. In der Regel wird den Eigentümern auch ein Vorkaufsrecht eingeräumt.



3-Kant-Hof nicht teilbar



Für jede Eigentumwohnung wird auch ein besonderes Grundbuchblatt angelegt (Wohnungsgrundbuch).Dort kann man im Bestandsverzeichnis nachlesen,auf welche Grundstücke sich die Teilungserklärung bezieht.Weiterer Grundbesitz ist in einem anderen Grundbuch eingetragen.Dort können ebenfalls die Eigentumsverhältnisse nachgelesen werden.Eintragungsnachrichten des Grundbuchamtes nebst Abschriften aus dem Grundbuch müßten doch vorhanden sein.



3-Kant-Hof nicht teilbar ?



Nochmals,um etwaigen Mißverständnissen vorzubeugen.Wohnungseigentum ist Sondereigentum an einer Wohnung verbunden mit Miteigentumsanteilen am Grundstück.Am Grundstück besteht ein Gemeinschaftsverhältnis.Die Miteigentumsanteile sind nur ideeller Art(Rechnungsposten)und nicht real als konkrete Teilfläche vorhanden.Möglich ist es natürlich,sich an einer konkreten Teilfläche ein Sondernutzungsnutzungsrecht einräumen zu lassen,um da beispielweise ein Blumenbeet anzulegen.Deswegen müsste die Teilungserklärung nicht geändert werden;mündliche Vereinbarung mit den weiteren
Wohnungseigentümern würde genügen.Kann mir aber gut vorstellen,dass eine Wohnungseigentümergemeinschaft,die zugleich eine Erbengemeinschaft ist,nicht gerade Freude bereitet.Da gibt es zuviele Reibungsflächen.



hallo forum



leider liegen mir die aktuellen Grundbuchauszüge z.Z. nicht vor...aber ursprünglich wurde der Hof nebst Wiesenland von meinen Eltern gekauft, anschließend wurden 4 Eigentumseinheiten gebildet, die auf die Eltern (1/4) und die Kinder zu 1/4 aufgeteilt wurden. Innenhof nebst Wiesen wurden zur gemeinschaftlichen Nutzung erklärt. Da schon von Anbeginn die gemeinsame Gestaltung des Hofs äußerst strittig war - ganz zu schweigen von gemeinsam zu tragenden Kosten - und dies nach dem Tod der Eltern vor einigen Jahren unerträglich für mich wurde, wollte ich den Weg der Teilung einschlagen, um einfach klare Verhältnisse zu schaffen. Zusätzliche Schwierigkeiten sind natürlich durch die Erbsituation entstanden... wenn ich nun umgekehrt denke, ich verkaufe meine Wohnung, stellt sich wiederum die Frage, was verkaufe ich dann? Eine Wohnung, also ein Gebäude und was ist mit dem Grundstück darunter? Ich weiß nicht, ob mein Problem, so formuliert, klarer wird...ich danke jedenfalls für die Ausführungen zu den Termini Wohneigentum ect. werde umgehend die Grundbuchauszüge wieder heran schaffen.
H.



3-Kant-Hof nicht teilbar ?



Mit der Beschaffung aktueller Grundbuchauszüge würde ich mir Zeit lassen (gebührenpflichtig) und erst einmal nachsehen,ob Abschriften der maßgeblichen Verträge noch vorliegen.Schon in den Übertragsverträgen zwischen Eltern und Kindern sind die elementaren Dinge nachzulesen.Der Notar hat den Beteiligten Abschriften erteilt und verwahrt die Urschrift.Er kann also auch heute noch Abschriften bzw. Fotokopien zur Verfügung stellen.Wenn Wohnungseigentum begründet wurde,dann genügte dazu die Teilung der bebauten Parzellen.Bei Wiesenflächen kann man anders verfahren und z. B. ohne Änderung der Eigentumsverhältnisse eine gemeinschaftliche Nutzung vereinbaren.Die Wiesenflächen könnten der Erbengemeinschaft gehören.Dies wäre auch ein Gemeinschaftsverhältnis,aber doch etwas anderes als eine Wohnungseigentümergemeinschaft.Bevor man jetzt weiterkommt,
muß der Sachverhalt gerklärt werden.



Teilung



Da hilft nichts, nur ein Grundbuchauszug kann da Klarheit schaffen.
Neben der Eigentümergemeinschaft mit Sondereigentum gibt es noch die Möglichkeit der ungeteilten Eigentümergemeinschaft, also als Eigentümer stehen die Kinder und die Eltern "zu gleichen Teilen" im Grundbuch.
Das funktioniert aber nur, wenn dazu noch eine privatrechtliche meist notarielle Vereinbarung über die gegenseitigen Rechte, Pflichten und Verfahrensweisen bei der Bewirtschaftung des Eigentums besteht.
Ohne diese Vereinbarung kann man das nur als späte Rache der Erblasser ansehen.
Also, entweder es ist Sondereigentum gebildet worden, dann gibt es eine Teilungserklärung und einzelne Grundbuchblätter oder es gibt eine ungeteilte Eigentümergemeinschaft mit einer Regelung zur Nutzung/Bewirtschaftung.
Wer alles haben will, muß die anderen auszahlen/auskaufen, wenn sie denn wollen.
Da das wohl nicht so einfach gehen wird, schlage ich Ihnen vor, eine externe Verwaltung einzurichten und die Modalitäten was Bewirtschaftung und Nutzung betrifft über einen Vertrag untereinander zu regeln.
Allerdings setzt das ein Mindestmaß an Kooperationsbereitschaft und gutem Willen voraus, das sollte unter Familienmitgliedern wohl vorhanden sein.
Alles Weitere dazu kann man im Wohnungseigentumsgesetz nachlesen.

Viele Grüße





"Meine Frage also, stimmt es, dass aus dem Gesamtbesitz (sprich Grundstück) lediglich Gebäudeteile zur Sondernutzung herausgenommen sind."
Eine WEG als Nachfolgeregelung für eine zerstrittene Erbengemeinschaft?
Dann lass Dich lieber auszahlen und mach, dass Du da wegkommst, egal wie toll das Gebäude ist.

"Allerdings setzt das ein Mindestmaß an Kooperationsbereitschaft und gutem Willen voraus, das sollte unter Familienmitgliedern wohl vorhanden sein."

Lieber Georg, ich beneide Dich um Deine Familie. Feinde kann man sich aussuchen, Verwandte nicht. Wenn man eine Erbschaft nicht ohne Zank und Hader aufteilen kann, wie soll das dann nachher gehen, wenn die Streithähne so nah aufeinander sitzen? Was immer man will oder nicht will, mindestens einer ist aus Prinzip dagegen. Und das hört frühestens mit dem Tod derjenigen auf, die bei der Teilung dabei waren, manchmal auch dann nicht.



Was genau willst du?



Was wollen die Anderen?

Das liesse sich evtl. bei einem Mediator klären, der auf sowas spezialisiert ist und da emotionslos rangeht.

Was Hast du?

Als Besitzer kannst du kostenlos die Bauunterlagen einsehen, was evtl. auch wegen nicht bekannter Eintragungen von Interesse sein kann. Vielleicht kosts Kopiergebühren, dann hast du aber mal vernünftige Unterlagen.
Zum Wert kann dir ein Feuerkassenmensch u.U. für lau was sagen (...du wolltest mal wissen, ob du noch ausreichend versichert bist....).
Ein aktuelles Wertgutachten könnte die Anderen ja auch interessieren, schliesslich geht's am End um Bares......machen bei uns die Sparkassen für 150€/EFH. Damit erfahrt ihr auch den Beleihungswert, als letzte Möglichkeit aus dem Erbe trotz Streit was zu machen.

Familie is doch was schönes, solangs nicht die eigene is, gell?

Grüsse, Boris



alles oder nichts...



Liebe Mitglieder und Antwortende, mir geht es letztendlich doch um die frage, was gehört mir da wirklich. Und mit wem habe ich (kostenpflichtlich) zu tun! Die elende Erbensituation muss ich so wie so ertragen und der Teilungsvertrag ist natürlich eindeutig...aber! Gehört mir als Besitzer einer Eigetumswohnung auch der "virtuelle" Anteil am Gemeinbesitz und was ist bei einem Verkauf meinerseits oder seitens der Resterben? Freunde sagen, da entsteht lediglich eine neue Eigentümergemeinschaft... schlecht oder nicht, (das BOA hat da aber ganz wild den Kopf geschüttelt - warum, weiss ich nicht...)...wird nicht wirklich klarer und was ich wissen will auch nicht...sorry
H.



3-Seitenhof



Schau in das Wohnungseigentumsgesetz!



Du wirst dich wohl oder übel



mit allem beschäftigen müssen, was hier so angesprochen wurde, denn:

Du weisst nicht was du hast und hast so wie's aussieht auch keinerlei klar umrissenen Grundstücksanteil, d.h. du bzw. dein Käufer muss sich mit der Restmannschaft immer einigen, wo er seine Stiefmütterchen einpflanzen, bzw. ob er seinen Carport da hin bauen darf.

Das heisst dann z.B. "33/100 Miteigentumsanteil verbunden mit dem Sondereigentum an der im Teilungsplan als Nr.2 bezeichenten Wohnung".

Der "Neue" darf also immer gegen deine "Resterben" versuchen sich durchzusetzen = quasi unverkäuflich!

Es gibt nichts teureres als Krieg innerhalb der Familie.... da rettet dich das WEG leider auch nicht.....

Viel Glück, Boris





Also ...
Als Eigentümer einer Eigentumswohnung bist Du Mitglied einer Genossenschaft (derjenigen aller Eigentümer), und hast ein alleiniges Nutzungsrecht an deiner Wohnung. Du darfst nur innerhalb Deiner Wohnung machen, was Du willst, und auch nur, wenn weder tragende Wände, noch Fenstergrössen, noch Aussenerscheinung des Gebäudes betroffen sind. Du darfst also ohne Einwilligung der Eigentümerversammlung nicht mal den Briefkasten anders streichen.
Das Ganze ist so wie der Brei mit den vielen Köchen.
Wer wieviel zu sagen hat, und wie Beschlüsse rechtsverbindlich werden, steht im Gesetz und in der Teilungserklärung. Den Unterhalt an dem, was nicht Sondernutzungsrecht ist, bezahlen alle Eigentümer gemäss ihren Anteilen. Du kannst also leicht an etwas bezahlen müssen, was Du gar nicht willst, wenn Du überstimmt wirst. Meistens kommt es aber zu Pattsituationen, weil keine Mehrheiten zustande kommen, und das Gebäude verlottert.

Besorg Dir ein leichtverständliches Buch darüber, es gibt viele, und in allen steht im Wesentlichen dasselbe.

Suche das Netz mal ab nach den Stichworten "WEG" oder "Stockwerkeigentum" oder "Wohneigentumsgenossenschaft", oder geh in eins der einschlägigen Foren über Nachbarschaftsstreit und dort in die Rubrik über Stockwerkeigentum. Was Du zu lesen bekommst, sind leider keine Aprilscherze.

Verkaufen kannst Du deinen Anteil (x Promille an dem Gesamteigentum, mit Sondernutzungsrecht an der Wohnung Y) jederzeit zu beliebigem Preis an wen Du willst (ausser es seien in der Teilungserklärung explizit Vorverkaufsrechte drin), nur wird der Verkaufserlös bescheiden sein, weil die bauliche Situation nicht optimal ist.
WEGs machen Sinn, wenn das Gebäude architektonisch so geplant ist, dass die Bewohner im Alltag möglichst wenig miteinander zu tun haben müssen. Wenn es sich um Altbauten mit mangelndem Schallschutz, komplizierten Zugängen, gemeinsamem Innenhof, nicht eindeutig geregelten Parkplätzen usw. handelt und die Bewohner zerstritten sind, dann wirds mühsam.

Man kann versuchen, eine Teilung gerichtlich durchzusetzen, und, weil eine Genossenschaft wegen Uneinigkeit der Mitglieder und Unteilbarkeit der Sache nicht zumutbar ist, die Liegenschaft als ganzes zu verkaufen. Das kann eine öffentliche oder interne Versteigerung sein. Was dann nach Abzug aller Gerichts- und Anwaltskosten noch übrig ist, wird unter die Miteigentümer verteilt.
Meistens ist das wenig. Es ist also besser, wenn sich die Miteigentümer wenigstens darauf einigen können, die WEG auf diese Weise aufzulösen, als wenn das durch das Gericht erzwungen wird.
Leider hört beim Erben der Verstand meistens auf ...



3-Kant-Hof nicht teilbar ?



Also eigentlich ist die Frage schon beantwortet.Das Eigetum bezieht sich auf Wohnung und die dazugehörenden ideellen Miteigentumsanteile am Grundstück.Näheres ergibt sich aus der Teilungserklärung und dem Bestandsverzeichnis des Wohnungsgrundbuches.Bei Verkauf tritt der Erwerber in das Gemeinschaftsverhältnis ein.Die Wohnugseigentümergemeinschaft wird also in anderer personeller Besetzung fortgeführt.Was nun die Erbengemeinschaft angeht,dürfte geklärt sein,was alles zum Nachlaß bzw. der Erbmasse gehört.Jeder Miterbe kann die Auseinandersetzung verlangen.Teilungsanordnungen,also letztwillige Verfügungen der Erblasser,müssten beachtet werden.Die Beteiligten müssen sich zusammenraufen,wenn die Erbengemeinschaft jemals beendet werden soll.Möglichst schnell klare Verhältnisse schaffen,ist gut für die eigenen Nerven.



danke an alle



hallo Leute, habe heute den Teilungsvertrag gefunden. Danach gehört mir 1/249 des gesamten Anwesens. Damit ist doch wohl klar, dass mir dann auch Anteilmässig das Grundstück gehört! Ich frage deshalb so besorgt, weil es sich abzeichnet, dass seitens meiner Miterben eine Insolvens ins Haus steht. Was bleibt mir da..im schlimmsten Fall eine neue Eigentümergemeinschaft? NUn habe ich da noch gehört, dass so eine Eigentümergemeinschaft aufgelöst werden kann. Was ist dann?! Immer noch nicht am Aufatmen...H.





Mit einem Anteil von 1/249 kann man praktisch gar nichts anfangen. Es reicht hingegen, um alles zu blockieren, was einstimmige Beschlüsse verlangt. 1/249 ist so wenig, dass sich das Ärgern deswegen nicht lohnt, zumal der Verkehrswert der Liegenschaft (unrenovierter Altbau(?), Denkmalschutz, WEG, zerstrittene Erben, noch einige Leichen im Keller) nicht sehr hoch sein dürfte. Es geht also nach Abzug aller Kosten um etwa 1000 Euro, vielleicht auch weniger.

Schreib das Geld ab und schick eine eingeschriebene Erklärung an den Vertreter der Erbengemeinschaft, dass Du das Erbe ausschlägst. Dann geht Dich das alles nichts mehr an. Man kann mit seiner Zeit besseres anfangen, als sich mit sowas herumzuärgern.
Wenn Du die Liegenschaft übernehmen willst, kannst Du bei der Versteigerung mitbieten; 1/249 des Erlöses wird, wiederum nach Abzug aller Kosten, an Dich zurückfallen, also "Rabatt" gegenüber Aussenstehenden von höchstens einigen Promille ...



3-Seiten-Hof



Meinst Du 249/1000-tel? Das würde Sinn machen!



3-Kant-Hof nicht teilbar ?



Ich vermute ebenfalls einen Irrtum.Denn bei Wohnungseigentum werden die ideellen Miteigentumsanteile an den bebauten und von der Teilungserklärung erfassten Flurstücke in der Regel nach dem Verhältnis der Wohnflächen der vorhandenen Wohnungen verteilt.Ein Miteigentumsanteil von nur 1/269 ,verbunden mit dem Sondereigentum an einer Wohnung,ist kaum denkbar.Ist denn der bescheidene Anteil auch wirklich mit einer Wohnung verbunden ?
Bezüglich der drohenden Insolvenz ist völlig unklar,wer denn überhaupt betroffen wäre.Ein oder zwei Miterben vielleicht oder gleich die gesamte Erbengemeinschaft,weil der Nachlaß der Eltern überschuldet ist ? Die Haftung der Erben beschränkt sich doch ohnhin auf den Nachlaß.Ist dieser überschuldet,wäre ein Insolvenzverfahren zur Verwertung noch vorhandener Vermögenswerte möglich und auch sinnvoll,um sich nicht ständig mit den Gläubigern im Zusammenhang mit der Einrede der beschränkten Erbenhaftung
herumärgern zu müssen.Das wird durch Insolvenzverfahren gleich im Bündel erledigt.Für die Ausschlagung der Erbschaft
gibt es gesetzliche Fristen.Für die Ausschlagung wegen Überschuldung ist die Kenntnis der Überschuldung maßgebend.
Weitere Frage wäre,warum die Eigentümergemeinschaft überhaupt aufgehoben werden soll ? Wie soll es dann weitergehen ? Der Innenhof z. B. muß doch ohnehin gemeinschaftlich genutzt werden. Alle Anlagen,die zur Erschließung gehören,werden ebenfalls gemeinschaftlich genutzt.Das kann man nicht gut auseinandersortieren.Die reale Teilung durch Teilungsvermessung und Bildung neuer Parzellen bedarf zudem aus guten Gründen einer Genehmigung.Streitigkeiten zwischen den Beteiligten interessieren da nicht.





Ich vermute auch einen Irrtum. 249/1000 passen besser. Hätte ich vermuten sollen.
Die Erben haften nicht für den Nachlass, wenn sie diesen ausschlagen. Nehmen sie ihn an, haften sie mit ihrem ganzen Vermögen, auch für die Kosten der Aufteilung. Deshalb vorher pessimistisch schätzen, wieviel die Erbschaft wert ist.

Wenn eine Gemeinschaft zerstritten ist und man die Sache nicht teilen kann, ist Verkauf die einzig sinnvolle Lösung.



mein Fehler...



Hallo Forum, natürlich muss es heissen 249/1000! Sorry. Und ich habe die entsprechenden Grundbuchblätter aufgetrieben! Es gibt also insgesamt 4 Eigentumseinheiten, gebildet aus dem Hofgebäude. Und es gibt auf den 3 anderen Teilen eine hypothekarische Belastung zu gunsten einer Bank. Dies ist bei meinem Teil nicht so. Ich denke also, dass bei Zahlungsproblemen diese Bank nicht auf meinen Teil zugreifen kann. Oder hat sie über das Grundstück trotzdem die Besicherung durch den ganzen Besitz? Die andere Frage bleibt natürlich, was nützt mir in der elenden Situation die Eigentumswohnung. Und über den Erbteil bin ich natürlich trotzdem in eine Verbindlich mit der Bank gerutscht, wenn auch nicht persönlich haftend. Ich weiß, dass das alles sehr verworren ist und leider bleibt mir wohl erst mal nichts als Abwarten. Nochmal vielen Dank an Alle
H.





Eigentumsanteile im Stockwerkseigentum kann man veräussern, wie man will. Wenn es Vorkaufsrechte oder so geben sollte, dann stehen die in der Teilungserklärung. Die Verbindlichkeiten der anderen Miteigentümer mit der Bank gehen Sie also nichts an.
Besser als Abwarten ist allemal ein Aufdröseln der Situation. Sonst führt es meist dazu, dass gar nichts geschieht, d.h. dass notwendige Investitionen an der Gesamtliegenschaft zum Unterhalt nicht erfolgen und damit auch Ihr Teil noch mehr entwertet wird. Sie können Beschlüsse für dringende Unterhaltsarbeiten natürlich auch richterlich einfordern und dann die anderen zur Zahlung ihres Anteils verklagen, aber das wird auch wieder teuer und kompliziert.



3-Kant-Hof nicht teilbar ?



Ich würde mal mit der Bank reden und mich darüber informieren lassen,ob die Hypothek oder Grundschuld auf ein- und diesselbe Forderung zurückgeht ( Darlehensforderung ) und in welcher Höhe die Forderung noch besteht.Der im Grundbuch eingetragene Betrag ist ein Höchstbetrag.Man kann also nicht erkennen,was wirklich noch geschuldet wird.Sobald näheres bekannt ist, kann man über die Problemlösung nachdenken.Es wäre falsch,einfach abzuwarten und es auf eine Zwangsversteigerung oder Zwangsverwaltung der belasteten Eigentumswohnungen ankommen zu lassen.Es entstehen ständig Zinsen und Kosten.





Liebe Leute, mittlerweile ist die Situation weiter eskaliert. Die Miteigentümer sind zahlungsunfähig und der Hof ist zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben. Zusätzlich wurden die Wohnungen unter Zwangsverwaltung gesetzt. Meine aktuelle Frage: der Zwangsverwalter sagte nach "sekundenlanger" Begehung, da kommt demnächst ein Gutachter und dann wird das Ding platt gemacht! Der Hof steht aber unter Denkmalschutz!!! Wie soll ich also diese Aussage verstehen? Es ist mir klar, dass ich den Erbteil (wie schon geschrieben) nicht halten kann, aber "platt machen" das hört sich für mich nach Baulandspekulation an, aber wer weiss. Konkrete Frage: muss ich bei Zwangsverwaltung trotzdem Kaufinteressenten in das Haus lassen? Bisher fand ich immer, solange ich mein Eigentum bewohne, muss ich niemanden hereinlassen. Oder habe ich da etwa bei der Mitteilung des Amtsgerichts einen Einspruch versäumt? Und: kann Denkmalschutz "so einfach" aufgehoben werden? Nach Aussage des Verwalters steigt die Verkaufschance für den Gläubiger ohne Denkmal ins "unermessliche". Mag sein aber ich würde das nicht wollen!

herbertchen



3- Seitenhof



Der Gutachter ist ein Wertermittler vom zuständigen Gutachterausschuß.
Mit dem sollten Sie zusammenarbeiten.
Dann ist die Zwangsversteigerung für Sie eine Chance, den Hof billig zu kriegen.
Kaufinteressenten werden kaum auf den Hof kommen, höchstens auf Bitte Ihrer (noch) Miteigentümer hin, die eine Zwangsversteigerung natürlich abwenden wollen.
Normale Kaufinteressenten in einer Zwangsversteigerung sehen sich vorher das Wertgutachten an, da steht alles Wichtige drin.
Stehen Sie denn mit in der Kreide oder nur Ihre Mitbewohner/Eigentümer?
Wenn Sie nicht in die Schulden involviert sind, betrifft es Ihr Sondereigentum natürlich nicht.
Für Sie ändert sich nichts, außer Sie bekommen nach der Zwangsversteigerung neue, hoffentlich verständigere Miteigentümer.
Sehen Sie die Zwangsversteigerung als Chance.
Besorgen Sie sich von Ihrer Hausbank eine Finanzierungszusage und gehen Sie zu den Versteigerungsterminen zum mitzocken.
Wenn Sie Glück haben und bei den ersten Terminen niemand bietet, können Sie das Ganze für einen Spottpreis kriegen.

Viele Grüße





Also zuerst mal Danke, ich bin über eine ERbgemeinschaft schon mit betroffen, aber ich will eigentlich niemand in mene Wohnun lassen. Die Situation ist insofern "spanend" als ich ein 1/4 "(249/1000)" der gesamten Anlage besitze. Und einen anderen kleinen Erbteil jetzt mit bewohne. Kann der Zwangsverwalter die Besichtigung erzwingen? Und noch einmal: kann der DEnkmalschutz ausgehebelt werden??
herbertchen



Das Gericht



muß für die Wohnungen,die von der Zwangsversteigerung betroffen sind,die Verkehrswerte festsetzen und orientiert sich dabei am Gutachten eines Sachverständigen.Zur Erledigung seines Auftrags muß der Sachverständige auch den Wert des Gebäudes ermitteln,in dem sich Ihre eigene Wohnung befindet.Deshalb möchte der Sachverständige auch Ihre Wohnung besichtigen.Die Duldung der Besichtigung kann erzwungen werden.Dies gilt aber nur für die Arbeit des Sachverständigen.Kaufinteressenten bzw. Ersteigerungsinteressenten haben dagegen in Ihrer Wohnung nichts zu suchen. Davon ausgenommen sind allerdings diejenigen Räume,die Sie als Ihren Erbteil bezeichnen und für eigene Wohnzwecke nutzen.Diese Räume gehörten zur Wohnung der Eltern und sind von Zwangsverwaltung und Zwangsversteigerung betroffen.Eine Erbauseinandersetzung hat noch gar nicht stattgefunden; sonst wäre auch das Grundbuch schon geändert.Insoweit bestehen Zugriffsrechte des Zwangsverwalters.Im übrigen kann der Zwangsverwalter oder ein Erwerber nichts plattmachen.Sie selbst sind noch immer Miteigentümer und haben ein Wörtchen mitzureden;zudem besteht Denkmalschutz.Selbst wenn die Bank die Wohnungen ersteigern sollte - natürlich zu einem möglichst niedrigen Gebot - ist die Aufhebung des Denkmalschutzes eine recht schwierige Angelegenheit.



Sind Sie daran interessiert,



zumindest die elterliche Wohnung zu übernehmen,die Sie schon teilweise nutzen und an der offfenbar noch eine ungeteilte Erbengemeinschaft besteht ? Dann sollten Sie anhand des Grundbuches prüfen,ob die Belastung nur in Mithaft eingetragen wurde.Dies bedeutet,dass wegen ein- und derselben Forderung gleich drei Wohnungen mit einem Grundpfandrecht
belastet wurden.Dann wäre der Erwerb der elterlichen Wohnung einfacher.Sie müßten ohnehin die Geschwister auszahlen,wobei allerdings in diesem Fall an die Bank zu zahlen wäre.Natürlich müßte die Bank dann aber auch die Wohnung aus der Zwangsverwaltung und Zwangsversteigerung entlassen sowie die Löschung des Grundpfandsrechts bewilligen ( aus der Mithaft entlassen). Hinsichtlich der
beiden weiteren Wohnungen würde sich nichts ändern.Die Grundbucheintragung bleibt bestehen; Zwangsverwaltung und Zwangsversteigerung laufen weiter.Über diese Möglichkeit
der Problemlösung müssen Sie natürlich mit Ihren Geschwistern,mit der Bank und mit dem Zwangsverwalter reden.
Zur Zeit sind ja auch die Darlehenszinsen günstig,so daß eine Finanzierung des Erwerbs denkbar ist.Auf eine Zugriffsmöglichkeit im Zwangsversteigerungsverfahren würde ich nicht warten.Die Bank kann auch selbst erwerben,wenn das Gebot zu gering ausfällt.



3-Seitenhof



Das die Bank mitbietet, ist ein übliches Verfahren um zu niedrige Zuschläge zu verhindern. Das heißt nicht das die Bank selber auch kauft, das ist sehr selten.
Die Bank kann später von ihrem Angebot zurücktreten, damit erfolgt eine weiterer Versteigerungstermin.
Gibt es denn noch Gläubiger, die im Rang vor der Bank stehen?

Viele Grüße



Nach der Information



vom 11.01.10 ist nur bei den weiteren drei Eigentumswohnungen
ein Belastung eingetragen.Es dürfte sich dabei um eine Grundschuld handeln,die möglicherweise zur Mithaft eingetragen wurde.Ob dem so ist,wird aus dem Text der Eintragung ersichtlich ( z.B.:Mithaft besteht in Blatt x und Blatt y).Dies wäre dann nur eine Grundschuld zu Lasten mehrerer Pfandobjekte.Dann ist es auch möglich,ein Objekt zu erwerben und durch Zahlung an den Gläubiger aus der Mithaft zu erlösen.Im aktuellen Fall besteht ja ohnehin noch eine Erbengemeinschaft an der elterlichen Wohnung.Bei Übernahme dieser Wohnung durch einen Miterben wäre eine Ausgleichszahlung fällig,die zur Bedienung der Bank verwendet werden kann mit dem Ziel,die Wohnung lastenfrei zu stellen und insoweit die Vollstreckung zu beenden.



danke an alle



meine persönliche Situation läßt leider nicht zu, an einen Erwerb einer der Wohnungen auch nur zu denken. Ausserdem glaube ich nicht, dass die Bank sich auf einen Teilverkauf einlassen würde. Werde wohl gelassen den ersten Versteigerungstermin abwarten und sehen, dass ich meine Sachen rechtzeitig aus der Wohnung schaffe, die ich durch die Zwangsverwaltung ja eh nur noch kulanterweise nutzen kann. Der bestehende Denkmalschutz schränkt den Interessentenkreis ja vielleicht auf angenehme Menschen ein....man wird sehen
Grüße von Herbertchen