Teilabriss-Kulturdenkmal

22.01.2018 Pietschi



Hallo.
Wir wohnen angrenzend an ein altes, langsam verfallendes, seit 13 Jahren leerstehendes Kulturdenkmal. Nun sind wir am überlegen es zu kaufen und teilweise zu sanieren. Teilweise bedeutet für uns: wir würden es gerne zur Hälfte abreissen und nutzen. Unser Hof ist genau an dem Gebäude und es ist schade es so verfallen zu sehen. Leider sind unsere Mittel begrenzt. so war es eine Idee dieses Geäude teilabzureissen. Ist dies überhaupt statisch möglich? Es ist ein riesiges Haus mit Gewölbekeller aus 1867...



Teilabriß



Fotos helfen weiter und evt eine Beschreibung zum Aufbau.

Am besten auf dem Foto eine Linie machen oder beschreiben
ab wo ihr evt den Abriß vornehmen wollt.

Fast alles ist machbar- nur eine Frage der Kosten oder des Arbeitseinsatzes.

Vielleicht gibt’s Unterstützung der Denkmalbehörde oder anderen Stellen, wenn es kulturhistorisch wertvoll ist und/ oder an prominenter, ortsprägender Stelle steht.
Die können auch sicher Fachleute zu einer Begutachtung nennen oder haben die Möglichkeit, das selbst mit euch vor Ort zu besprechen.

Andreas Teich



Teilabriss



Wenn Giebel und Eingangstreppe wegfallen und auch das massive Sandsteinuntergeschoss abgebaut wird ist doch gar nichts mehr von dem Kulturdenkmal übrig. Was soll dann der gesamte Aufwand.

Ich würde auch vermuten, dass die Wiederherstellung der Statik ebenso teuer ist wie eine Neuerrichtung eines entsprechenden Gebäudes.

Vielleicht findet sich ja jemand von der Denkmalbehörde oder ein Architekt/Planer, der sich mit so etwas auskennt und mit dem man andere Optionen finden kann.



Teilabriß



Zumindest müßten die Gewölbe nach dem Teilabriß gesichert werden, dh. ebene Fläche schaffen, diese zb mit EPDM Folie abdecken und wenns auf Bodenniveau ist mit einer Betonplatte, Pflaster oä schützen.

Dann müßte der freiliegende Giebel wetterfest verkleidet werden und der Ortgang gesichert werden.

Es ist vermutlich finanziell günstiger, das Gebäude nur regendicht zu machen und gelegentlich zu lüften.

Abriß fände ich bei einem derart alten Gebäude ohnehin zu schade, wenn es noch zu retten ist.

Am besten eine sinnvolle Nutzung finden, die das alles finanziert (Musikübungsräume für Schlagzeuger oder Rockbands im Keller, geigeübende Kinder in der Anfangsphase des Unterrichts, Pilzzucht, Weinkeller, etc etc)

Die Plattenverkleidung ist natürlich häßlich und könnte abgerissen und bei Bedarf durch etwas passenderes ersetzt werden.
Bei Fragen gerne anrufen

Andreas Teich



Teilabriss-Kulturdenkmal



Hinter den Gasbetonsteinen liegt ein Treppenhaus. Ergo muss doch die angrenzende Wand eine tragende sein. Somit würden wir die Giebelfassade erhalten bzw. wiederherstellen. Entweder als sichtbares Fachwerk oder mit Verschalung durch Holz. Die Aussentreppe könnte bleiben- ich würde es schöner finden wenn sie denn am Giebel heruntergeht. Die Kunststofffenster sind nun mal drin...und die Gaube ist drauf. Das würden wir lassen. Vor dem Gebäude dann mit den abgebauten Sandsteinen einen schönen Hof und Garten herstellen?



Abriss



ich halte das für keine gute Idee.

1. ist es höchst fraglich, ob an der gewünschten Trennstelle Fachwerk vorhanden ist, dass die Anforderungen an eine Außenwand einhält:
Dimension der Eckstiele, Streben, geeignete Auflagen für die Deckenbalken usw.

2. es ist höchst fraglich, ob die ggw. Ausmauerung der zukünftigen Außenwand witterungsfest ist: Lehmsteine vs. Rotsteine.

3. Das Argument mit dem Treppenhaus zählt nicht. Es dürfte zahllose FW Gebäude geben, in denen Treppenhäuser an FW- Wände grenzen. Diese Wände sind eigentlich immer in irgendeiner Weise tragend, aber nicht unbedingt als Außenwände geeignet.

4. es ist nahezu unmöglich, vom Denkmalschutz eine (Teil-) Abrissgenehmigung zu bekommen, insbesondere bevor man das Gebäude gekauft hat. Wenn man kauft und anfängt ohne vorher nachzufragen, kann das ganz fürchterlich nach hinten losgehen (Verlust jeglicher Förderung, ggf. Verpflichtung zur Wiederherstellung).

5. Das Dach kann dann so nicht bleiben, wo im Gebäüde sind die Versorgungs und Entsorgungsleitungen,

6. Der Abriss des Sandstein-Kellers Sockel am Vorderhaus, dürfte ein ganz erheblicher Eingriff in die Statik sein.

Ich würde zunächst beim Verkäufer (kosten darf das Gebäude eigentlich nix!) die DS Unterlagen einsehen oder beim DS selbst.
Dann wäre zu klären, warum das Gebäude so lange leersteht. Wenn es noch nicht einmal für wenig Geld vermietet werden konnte, dürfte einiges im argen liegen, was dann auch die verbleibende Hälfte betrifft.

Wenn man sich das Geld für den Abriss und den Umbau spart, könnte man vielleicht Wohnraum schaffen, der vermietet werden kann. Nichtgenutzte Flächen können aber auch "minimalsaniert" werden, so dass aktuell nur die Fassade des "Vorderhauses" in Stand gesetzt werden müsste.

Das sind aber Fragen, die sich mit ein paar Fotos in einem Forum unmöglich klären lassen. Da braucht man einen versierten Planer, am besten aus der Gegend, der weiß, wie die zuständigen Behörden 'ticken'.

Gruß GE



Wo denn?



Hi, wo steht denn das Haus ? häätet ihr eine gute Vermietungssituation ?

Wie schon beschrieben, vielleicht nicht als Wohnraum, aber Nutzfläche.
Museum ;-)
LG