Tarvertin als Bodenbelag?

06.03.2014 Zimmermann



Hallo liebe Fachwerk-Freunde,

ich bin neu hier in diesem Forum, ich weiß zwar nicht, ob es sich so geziehmt, aber ich stelle mein Objekt hier einmal kurz vor.
Es ist ein alter Vierseitenhof im Thüringischen Eichsfeld. Bestehend aus einem Haupthaus von 1791 und Stall-, sowie Scheunenensemble. Das Objekt ist in Vereinsbesitz und dient als Vereinshaus.

Nun aber zu meinem Anliegen. Wir bauen derzeit den Eingangsbereich/Flur um und sind auf der Suche nach einem neuen Bodenbelag. Jetzt hatten wir eigentlich thüringischen Travertin ins Auge gefasst. Nun wurde uns aber sehr eindringlich davon abgeraten. Folgende Argumente wurden genannt: Zu weich, läuft sich schnell aus, wird fleckig, nicht resistent gegen Streusalz, sehr schlecht zu reinigen.

Wie Eingangs schon erwähnt: Wir sind ein Verein(Pfadfinder). Das bedeutet, es laufen viele Leute durch, manche Wochenenden sind 200 Leute dort. Aber das dann auch schon der Extremfall. Aber es wird oftmals mit Wanderschuhen reingelaufen. Also stabil soll der Boden schon sein, anderseits ist es ein uriges altes Gebäude. Es wurde liebevoll mit Lehm verputzt, man sieht alte Eichenbalken und teilweise Sandstein. Vielleicht darf man da auch keinen zu pingeligen Anspruch haben.

Aber ich würde gern eure Meinungen und Erfahrungen hören. Wer kennt Travertin, hat es schon mal verbaut. Hat jemand Langzeiterfahrungen? Habt ihr Vorschläge für Alternativen?

Vielen Dank für eure Beiträge.



Travertin



Travertin ist ein sehr schönes Material jedoch sehr Pflegebedürftig.
Als gute Alternative empfehle ich ihnen Fliesen von Zahna.
Hier mal ein Link.http://www.zahna-fliesen.eu/downloads/12ZA006_Historic_sc.pdf





hallo,

der Travertin ist porig oder gespachtelt und verdreckt entsprechend schnell.
wenn es denn ein Naturstein sein soll könnte ich mir gut einen antikisierten Porphyr oder Quarzit vorstellen. Die Steine gibt es mit allerlei Oberflächen als auch getrommelt bzw. gespalten sei es als polygonalplatte oder Formatplatte bzw. Bahnenware.

gruß
Selle



Travertinboden



Wenn ich Zimmermann richtig verstehe, dann ist dem Verein daran gelegen, auch etwas regional-typisches im Eingangsbereich zu haben. Travertin kommt aus dem West-Thüringischen.
Die oben genannten Bedenken sind freilich nicht von der Hand zu weisen aufgrund seiner Großporigkeit. Fliesen sind freilich stabiler.
Wenn die Gebrauchsspuren zum Ambiente des Hofes gehören (sollen), dann würde ich dazu raten, Travertin zu nehmen. Es wäre zu überlegen, die Poren vor dem Nutzung zu verspachteln (wenn sie es noch nicht sind) und danach die Oberfläche zu versiegeln. Dadurch wird der Kalkstein freilich etwas dunkler.