Tapetenleim von Wände

11.12.2015



Hallo, hier bin ich nochmal.

Ich bin nun dabei den Leim von den Wänden aus den 40ern runter zu waschen. Nur muss ich schon halb durchdrehn dabei weil das so streng geht.
Ich arbeite mit warmen Wasser mit etwas Spühlmittel und Schwamm.

Muss denn das gelbliche komplett vom Putz runter?? Oder reicht es wenn man keinen Leim mehr fühlt? Denn egal wie lange, oft oder fest ich schrubbe, die gelbliche Schicht bleibt. Da hat der Schwamm vorher ein Loch.

Unter dem Leim ist direkt der Putz. Ich dachte die gelbe Schicht sind Papiereste mit Kleber aber nachdem sich da nichts tut kanns das nicht sein. Die stellen sind sehr glatt.

Bin froh um jeden Rat. Muss schnell fertig werden denn bald kommt der boden rein.
Auf die Wände kommt dann 1Komponentige D-Sililatfarbe.

Gruß
Laena



Wir



haben damals 2002 direkt über den Tapetenkleister mit Leimfarbe gemalt. Da sieht man bei weiß schon stellenweise einen leichten Gelbschleier, aber nur wenn man danach sucht. Ich tät mir da nicht zu viel an!

Aktuell habe ich gerade ein Bauprojekt wo ich auch tapezierte Wände befreit habe. Nachdem dort wo ich mit Gipsputz dünn geglättet habe keinerlei gelbe Flecken sind spare ich mir das Abwaschen vermutlich wieder komplett.



Tapetenkleister entfernen



Was soll hinterher auf die wand?

Evt geht's mit einer Wurzelbürste besser-
nur aufpassen, dass nicht der Putz beschädigt wird.

Gut einweichen-wie beim Tapeten ablösen- dann erst abkratzen oder Abbürsten.

Andreas Teich



Wand abwaschen



Zuerst Wandfläche einweichen, dann Leimfarbe oder Kleister mit dem Spachtel abheben. Den Rest mit der Wurzel- oder einer Malerbürste runterholen. Dazwischen immer nochmal einweichen wenn erforderlich.



Löcher leider schon tatsache



Danke euch.

Ich hab nun seltsamer weise festgestellt dass der Leim sich am besten im trockenen abschaben lässt. Sobald ich die Wand nass mache geht gar nichts mehr. Als würde der leim zu Glas werden. Die Rückstände sind nur dort wo die Tapete im nassen zustand entfernt wurde. Dort wo die Tapete im trockenen entfernt wurde ist der Leim mit der Tapete abgegangen.

Dass heißt wohl ich kratze dass ganze trocken runter.

Der Putz der da drunter ist, ist die größte Schande die ich je gesehen habe. Die (teilweise auch größere) Löcher sanden sehr stark. Ich brauch nur etwas in das Loch zu blasen, rieselt schon der Sand runter. Ojemine, wie soll ich die Löcher nur spachteln ohne dass alles wieder raus bricht?
Denkt ihr Tiefengrund, eventuell Wasserglasgemisch kann da reichen?

Dispersionssilikat wird der Deckanstrich.
Da kommt wohl noch einiges auf mich zu. Und in 1,5 Monat kommt der Boden rein.

Grüße
Laena



Putz sandet ab



hallo Laena
wo bist du denn in Österreich?
Wasserglasgrundierung kann das verbessern ist aber auch kein Allheilmittel für sandende Putze.
Wie groß ist die Fläche?
Wird der Bereich stärker strapaziert?
dann wäre Putzerneuerung sicher die dauerhaftere Lösung.
Mach doch ein Bild der betrofenen Fläche

Andreas Teich



Putz sandet ab



hallo Laena
wo bist du denn in Österreich?
Wasserglasgrundierung kann das verbessern ist aber auch kein Allheilmittel für sandende Putze.
Wie groß ist die Fläche?
Wird der Bereich stärker strapaziert?
dann wäre Putzerneuerung sicher die dauerhaftere Lösung.
Mach doch ein Bild der betreffenden Fläche

Andreas Teich



Grundierung



Das klingt nicht nach Tapentenkleister sondern eher nach irgendeiner Art Grundierung. Da hat einer Ihrer Vorgänger wohl die gleiche Idee gehabt wie jetzt Sie.



sandender Untergrund



Ich bin von Oberösterreich. Ca. 30 Minuten von Linz entfernt.

Die stellen sind nicht sehr groß aber ein zwei davon, ich sag jetzt mal wie eine Babyfaust ;) Die restlichen Daumendick. Ich wird ein Foto machen und es hochladen. Ich würd den Putz ja runter holen und neu machen lassen, aber das ist nicht gewünscht. (Hab nichts zu sagen, darf nur machen :p )
An dieser Wand kommt die Treppe für den 2. Stock. Eine Holztreppe. Ansonsten haben wir hier nur ein Brett mit Garderobeharken vor zu montieren.

Wegen dem Leim, ich kann nicht sagen ob und womit da eventuell grundiert wurde. Die Menschlein die das gemacht hätten sind längst im Dauertiefschlaf, sie zu fragen ist unmöglich =) Für mich sieht's schon nach Leim aus, mit nix sonst drunter, aber wer weiß.

Gibt's keine Spachtelmasse die sich super verbindet. Irgendwie was 'klebriges' vielleicht?
Aber vielleicht ist meine Sorge auch unbegründet und es hält tadellos mit Tiefengrund und simplen Molotofill.

Grüße
Laena



Spachteln



Wenn der Putz insgesamt noch einigermaßen hält können Sie mit einem Gipsspachtel die Wand komplett überarbeiten.
Zuerst eine alte Stehlampe oder einen Baustrahler längs zur Wand stellen.
Dann die Fehlstellen mit steiferem Spachtel ausdrücken, Oberfläche abziehen (Glättkelle, Maurerkelle).
Dann die gesamte Wandfläche leicht anschleifen (Rabotiergitter, Schleifgitter, ich nehme eine alte Korundschleifscheibe) und abkehren. Damit entfernen Sie überstehende Teilchen.
Dann Gipsspachtel (richtigen Flächenspachtel, kein Elektrikergips!) großflächig mit der Kelle auftragen und mit einer Metallkardätsche (ich nehme dazu einen Estrichglätter) glätten. Die Schicht soll so dick sein das die Vertiefungen ausgefüllt werden.
Nach dem Trocknen mit einem breiten Malerspachtel ( ca. 30 cm) die überstehenden Nasen abstoßen, dann die restlichen überstehenden Stellen abschleifen. Abkehren, dann komplett mit zwei- bis 3 mm Dicke überspachteln, Schleifen usw. bis die Wand wirklich glatt und eben ist. In einem Treppenhaus sehen Sie bei Streiflicht jede winzige Unebenheit!
Ich empfehle dann mit einer Glasfasertapete weiterzumachen. Die ist robust, überstreichbar und zur Not reversibel. Vor dem Tapezieren wieder abkehren und mit verdünntem Einlassgrund auf Acrylbasis grundieren!



Ich



nehme an das ist der selbe Aufbau wie er in Wien um die Jahrhundertwende ebenso beliebt wie unpraktisch war: Lehmgrundputz und Kalk- oder Kalkzementfeinputz. Die beiden Schichten haben sich nie richtig verbunden und der Lehm war meistens eher lehmiger Sand. Meine recht dauerhaft haltbare Rabiatmethode (gegen jede Herstellervorgaben) ist für Wände die sowieso mit der Bürste gestrichen werden: vornässen (mit einem Pinsel bespritzen oder Blumenspritze), beliebigen gerade vorhanden Gipskalkputz grob aufziehen und nach ein paar Minuten mit einem nassen Fliesenschwamm glätten, am besten parallel zum Lichteinfall damit man die Streifen nicht sieht.

Hält sogar mit Putzen die eigentlich erst für Schichtdicken ab 6 mm geeignet sind seit vielen Jahren. Abgeschaut habe ich mir die Methode von der Baufirma, die bei uns alle Maurer- und Verputzarbeiten macht. Wenn die Schlitze verschließen, nehmen sie Kalkzementputz und ziehen dann nach der beschriebenen Methode Gipsputz drüber. Die nehmen allerdings Dünnputz 0-7 mm. Würde ich auch eher empfehlen wenn man nicht sowieso Rotband oder ähnlichen Gipsputz im Haus hat.