Styroportapete entfernen ein muss?

24.01.2006



Hallo Zusammen,

meine Freundin und ich haben uns ein Häuschen gekauft, in welchem der Vorbesitzer Styroportapeten an allen Aussenwänden geklebt hat. Styropor ist nun nicht gerade für seine Wasserdurchlässigkeit bekannt und wir stellen uns nun die Frage ob wir uns durch die Tapete Schimmel ins Haus holen bzw der Putz unter der Tapete kaputt geht.

Kennt sich mit sowas irgendwer aus?

Gruß,

Gregor



Proritäten setzen



Also: Die Lehmbaugemeinde wird grunzen: Ich habe das Mistzeugs sogar schon mit Lehm verputzt. Das ist eine einem Dachausbau von 1963 (Kalkputz auf Sauerkrautplatte auf Holzlatte). Der Dachausbau muß noch etwa 10 Jahre halten, wird dann komplett ersetzt weil Nutzung, Gestaltung, Bauphysik untauglich sind.
Das Zeugs ging nicht ab. Der Kleber war härter als die ganze Konstruktion. Also gibt der Klügere nach: 2 cm Lehmputz drauf. Hält seit 1999, die Feuchte bleibt im Raum, die Temperatur auch'n bissel. Aber auf Dauer würde ich das Zeug nicht im Haus haben wollen.
Also: Zeiträume abwägen, durchdacht mit Provisorien leben, und irgendwann die Sache ordentlich machen.
Direkte Gefahr sehe ich nicht, es sei denn, es gibt schon irgendwo Schimmelstellen.



Meinungsvertretung



Die Meinung von Herrn Schindler können wir so erst einmal mit vertreten. Fachlich ist eigentlich alles machbar (haben auch schon Lehmputz in Kellerräume aus wasserfesten Beton, sog. "Weiße Wanne") eingebaut.
Prinzipiell die Frage klären, ob Langzeitnutzung oder eben nur erst einmal Kurzzeitraum. Auch die Kostenaufwände dazu abwägen.
Grundkontrolle auf Schadensbilder sollten aber erfolgen, sonst könnte es dann auch so aussehen.
Eben nicht nur unter Fliesen möglich!!

Grüße Udo